Schweitzer-Schüler holen  Silber  bei  Landesfinale

22.06.2017 um 15:12 Uhr

Leichtathletik-Team der Roßweiner Lernförderschule in Dresden erfolgreich – Gestern Schwimmwettkampf im Wolfstalbad

Beim Leichtathletik-Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ hat das Team der Roßweiner Lernförderschule „Albert Schweitzer“ vor wenigen Tagen in Dresden den zweiten Platz belegt. Auf den ersten Platz kam die Flöhaer Förderschule. Bei den Regionalausscheiden im September des vorigen Jahres hatten sich insgesamt sieben Lernförderschulen beziehungsweise Förderschulzentren für das Sachsen-Finale qualifiziert – zwei aus Dresden, und jeweils eine aus Merane, Kamenz, Niesky, Flöha und Roßwein.

„Der zweite Platz ist ein riesiger Erfolg für unsere Schule, für die Lehrer, für die Stadt und vor allem für die Kinder“, sagt der Sportfachberater Michael Koslowski, der in Dresden gemeinsam mit Sportlehrerin Margit Matolin und Praktikant Sylvio Schwitzky die Aktiven nicht nur anleitete und betreute, sondern auch mächtig anfeuerte.

Zur Roßweiner Mannschaft gehörten 16 Schüler der Klassen 6 bis 9. Sie traten in den Disziplinen Weitsprung, Kugelstoßen, 100 Meter-Lauf, 800 Meter-Lauf und 4x100 Meter-Staffellauf gegen die starke Konkurrenz an. Michael Koslowski: „Besonders hervorheben möchten wir die Staffelergebnisse Platz 1 und 2 der Mädchen beziehungsweise Jungen sowie den Einzelsieg von Chantal Schindler im 800 Meter-Lauf der Mädchen und den 2. Platz von Nico Scheer im 800 Meter-Lauf der Jungen.“

„Die anderen waren stark. Umso schöner sind unsere Erfolge“, sagt Jenny Lemnitzer (14) aus Roßwein rückblickend. Sie war die Schlussläuferin der siegreichen Mädchenstaffel. Für die Roßweiner Schule ist die gute Platzierung aus zwei Gründen etwas Besonderes. Zuletzt war das Team immer nur ganz knapp an einer Qualifizierung zum Finale gescheitert. Diesmal gelang es und dann erreichten die Sportler gleich den zweiten Platz. Außerdem trainieren die Roßweiner im Gegensatz zu manch anderer Schule nicht zusätzlich, sondern nur im regulären Sportunterricht, wo Leichtathletik laut Michael Koslowski zum Schuljahresbeginn und -ende auf dem Lehrplan steht. Auch das Equipment der Roßweiner ist vergleichsweise einfach. Koslowski: „Andere Schüler starten zum Beispiel mit Spikes, unsere Sportler nicht.“

Sportlich ging es gestern gleich weiter für die Förderschüler des Altkreises Döbeln. Mannschaften der Lernförderschulen Döbeln, Waldheim und Roßwein kämpften beim traditionellen Schwimmwettstreit im Freibad Wolfstal um die Medaillen. Insgesamt waren 57 Schülerinnen und Schüler am Start. Den Gesamtsieg holte die Mannschaft der Förderschule Roßwein vor Döbeln und Waldheim.

(Text: Olaf Büchel, Leiter Reporterteam DAZ)