Gift im Müll treibt die Entsorgungskosten in die Höhe und gefährdet die Gesundheit

08.05.2018 um 12:31 Uhr

Energiesparlampen und Co. gehören zur Schadstoffsammlung

Alle Haushaltsabfälle aus den schwarzen Tonnen des Landkreises Mittelsachsen landen in der Restabfallbehandlungsanlage Chemnitz. Dort wird der Restabfall getrocknet, zerkleiner, gesiebt und sortiert.

Holz, Schrott und feste Bestandteile wie Steine und Glas werden aussortiert und verwertet. Der Rest wird als Ersatzbrennstoff verbrannt. Energetisch genutzt, sagt der Abfallwirtschaftler fachmännisch.

Das ist alles kein Problem. Denn in Deutschland werden Grenzwerte und die Reinhaltung der Luft streng überwacht. Probleme gibt es, wenn giftige Stoffe im Restmüll landen, die dort nichts zu suchen haben. Sie stecken in kleineren Elektrogeräten, Schaltern, Batterien, Energiesparlampen und Quecksilber-Fieberthermometern.

Alarm wurde Ende Januar 2018 bei der Eingangskontrolle einer Verwertungsanlage geschlagen. Der Anteil an giftigem Quecksilber in den Ersatzbrennstoffen aus Chemnitz war zu hoch. Ersatzbrennstoffe mit zu hohen Schwermetallgehalten müssen teuer entsorgt werden. Letzten Endes werden diese Kosten auf die Verursacher übertragen. Kurz die Abfallgebühren könnten steigen. Und das trifft alle.

Gifte in der Mülltonne verschwinden zu lassen, ist unverantwortlich. Die Mitarbeiter an den Fließbändern in der Verwertungsanlage Chemnitz werden nichts ahnend den Quecksilberdämpfen ausgesetzt, wenn Fieberthermometer und Energiesparlampen auf den Fließbändern zerbrechen.

Beides ist unnötig! Giftige Abfälle können kostenlos abgegeben und schadlos entsorgt werden.

  • Alte Elektrogeräte auf allen Wertstoffhöfen
  • Arzneimittel, Energiesparlampen, Chemikalien usw. am Schadstoffmobil und im Zwischenlager für Sonderabfall in Freiberg, Schachtweg 6
  • Batterien in jedem Supermarkt oder Baumarkt
  • Energiesparlampen in vielen Baumärkten

Wenn Sie sich unsicher sind, welcher Abfall wohin gehört, fragen Sie die Abfallberater der EKM:

EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH:  03731 2625-41 und 42
oder
www.ekm-mittelsachsen.de