Mit diesen Worten beschrieb am Freitag, dem 08. März 2019, Pfarrer Dr. Jadatz David Gröhners Art, Dinge zu tun. Beide Männer kennen sich schon geraume Zeit und schätzen einander. So kam es, dass in der gut gefüllten Rathausgalerie Dr. Jadatz der Bitte des Grunauer Fotografen David Gröhner gern entsprach und die Einführung in seine erste Personalausstellung übernahm. In seinen Ausführungen kam Heiko Jadatz darauf zu sprechen, dass David Gröhner mit großer Zuverlässigkeit, viel Geduld und einem guten Blick für Details eine ausdrucksstarke Bilderserie für die Mitglieder der Niederstriegiser Mannschaft bei einem Fernseh-Wettbewerb des MDR machte. David Gröhner hielt sich dabei immer im Hintergrund und machte um sein Wirken kein Aufheben.

Das Rampenlicht ist nicht seine bevorzugte Position, lieber streift er nach getaner Arbeit durch die Auen und Wälder unserer Region. Oft wird er dabei von seiner Frau Annett begleitet, sogar seine Kinder teilen seine Liebe zur Natur. So war es kein Zufall, dass sich der bekennende Christ, der auch aktives Mitglied im Roßweiner Posaunenchor ist, von dem Lied „Himmel, Erde, Luft und Meer…“ des Komponisten Joachim Neander inspirieren ließ und seine Ausstellung damit betitelte.

Während seiner Beschäftigung mit dem Komponisten stieß er im Übrigen auf die Tatsache, dass dieser Neander nicht nur mit seiner Liederkunst die Menschen dazu mahnen wollte, das Schöpfungswerk zu bewahren und verantwortungsbewusst mit ihm umzugehen, sondern dass nach ihm auch ein Tal im niederbergischen Land benannt wurde. Der später in dem Tal gefundene Urzeitmensch erhielt seinen Namen „Neandertaler“ nach jenem Kirchenmusiker des 17. Jahrhunderts. Aber nicht nur darüber sprach David Gröhner nach der Einführung durch den Pfarrer. Er berichtete den Anwesenden von seiner Leidenschaft der Fotografie, die er in den vergangenen Jahren wieder zunehmend in den Mittelpunkt gerückt und sich mit seiner Spiegelreflexkamera einen Traum erfüllt hat. Er sprach aber auch von seinen Motiven und wie er sie findet, und jedes Mal spielen ein großes Maß an Geduld, Aufmerksamkeit und nicht selten der Zufall ein Rolle. Mit einer Anekdote darüber, wie er und seine Frau ein Käuzchen aus einer misslichen Lage befreiten, verwies er auf einen der exponierten Ausstellungsplätze, auf dem ein Kauz in ganzer Pracht in einer Nachtaufnahme zu sehen ist. David Gröhner dankte an diesem Abend auch allen, vor allem seiner Frau, für die tatkräftige Unterstützung, welche diese Ausstellung ermöglichte.

Bürgermeister Veit Lindner freute sich auch wieder sehr, dass so viele Besucherinnen und Besucher trotz oder vielleicht gerade wegen des Frauentages den Weg in die Rathausgalerie gefunden haben. Er dankte nicht nur David Gröhner für seine Ausstellung, welche jetzt die Rathausgalerie ziert oder dem Pfarrer Dr. Jadatz für seine Einführung, sondern auch den Bläsern des Roßweiner Posaunenchores dafür, dass sie an diesem Abend ihrem Musikfreund ihre Unterstützung geboten haben. Bis zum späten Abend unterhielten sich die Ausstellungsbesucher, genossen die faszinierenden Motive und ließen sich von David Gröhner gern die Entstehungsgeschichten einzelner Fotos erklären. Die Ausstellung wird noch bis Juni 2019 während der Sprechzeiten der Stadtverwaltung zu sehen sein.