… konnten die MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung am Freitagabend (12.04.19) auf dem Rathausflur hören. Lachsalven drangen durch die Tür des großen Saales. Hier stand Thomas Störel alias Manni auf der Bühne und ließ nicht nur selbst die Hosen runter, sondern forderte auch all jene dazu auf, die in verantwortlicher Position die Geschicke des Landes lenken.

 

Als Manni, der sich mit seiner Moni und dem kleinen Kevin durchs Leben schlägt; als Neugerschdorfor Polizist, der inmitten einer „Schleierfahndung“ durch das Publikum steigt und nach Sprengstoff, Schlagringen und Eierhandgranaten sucht; als betagte Hedwig von der Post, die mit anderen Heimbewohnern nach einem passenden Namen für ihr Seniorenheim sucht. Selbst als Doubel von Edith Piaf tauchte Thomas Störel auf und sang nach der Melodie von „La vie en rose“ eine Hymne auf seine Hose – die Manni-Hose! Das Publikum spendete reichlich Applaus und das nicht nur für diese reichliche „unorthodoxe“ Version des weltbekannten Liedes. Allerdings regte sich bei den Zuschauern Protest, als Manni Edith Piaf als Spatz von Paris bezeichnete. Nach Meinung einiger, galt dieser Titel Mireille Mathieu. An dem Abend selbst konnten nicht bei allen Zweifel ausgeräumt werden, daher hier an dieser Stelle eine Klarstellung.

Edith Piaf ist der Spatz von Paris, Mireille Mathieu ist zwar auch ein Spatz, allerdings der von Avignon.

Das „Hosen runter“-Programm von Thomas Störel ist, wie seine vorhergehenden Programme auch, von der großen Musikalität des Leipziger Kabarettisten geprägt. Daher wundert es auch niemanden, dass am Ende dieses äußerst heiteren Abends ein Lied steht, dass – in erzgebirgischer Manier vorgetragen – die „Vorzüge“ eines Nachbarschaftsstreites besingt. Dass sowohl der Text als auch die Melodie (Vogelbeerbaum) das Publikum zum Schunkeln animierte, war dann doch überraschend.