Einladung und Eindrücke zum Kräuterplausch 2025

Liebhaber von Kräuterkunde und Naturfreunde aufgepasst! Am Mittwoch, den 24.09.2025 ist Ihre letzte Chance, in 2025 an der beliebten Veranstaltungsreihe Kräuterplausch 2025 teilzunehmen. Unter der fachkundigen Leitung von Kräuterpädagogin Angelika Ende erwartet Sie eine spannende und lehrreiche Erfahrung, die alle Sinne anspricht. Auch bei dem Letzten von drei Terminen können Sie wieder die faszinierende Welt der heimischen Kräuter erkunden. Den Abschluss für das Jahr 2025 bilden dabei die Gesundheitshelfer aus Küche und Garten. Diese Veranstaltung findet im Kräuterlehrgarten Roßwein statt. Hier wird Ihnen die Möglichkeit geboten, in entspannter Atmosphäre mit Gleichgesinnten zusammenzukommen und gemeinsam auf Entdeckungstour durch die Natur zu gehen, sowie zu lernen wie man Kräuter für die persönliche Gesundheit nutzen kann.

Sie sind herzlich eingeladen ab 17 Uhr dabei zu sein und die Heilkräfte der Natur zu genießen! Die Veranstaltung ist für alle Altersgruppen geeignet und erfordert keine Vorkenntnisse. Melden Sie sich jetzt an und sichern Sie sich Ihren Platz beim Kräuterplausch mit Angelika Ende. Kommen Sie und lassen Sie sich von der Vielfalt der Kräuter begeistern und tauchen Sie ein in eine Welt voller Aromen und Heilwissen! Die für die Teilnahme erforderliche Anmeldung richten Sie bitte an:
Begegnungszentrum Roßwein e. V. mit Kräuterlehrgarten
Mail:
Post: Herrmannstraße 5, 04741 Roßwein
Telefon: 0152 58 78 91 91

 

Sie sind unentschlossen? Dann hier ein Einblick in den Kräuterplausch vom 06.08.2025 zum Thema „Kräutergarten im eigenen Garten“ als Entscheidungshilfe. Los ging es um 17 Uhr mit einer Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Frau Mo. Weigel und der Einleitung zum Thema durch Frau Ende. In der Einleitung führte Frau Ende aus, wie man allgemein einen Kräutergarten anlegen kann, wie hoch der Eigenbedarf an Kräutern für ein Jahr ist, wann geerntet und wie gelagert und konserviert wird, z. B. in Form von Kräuteressig oder -pesto. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten die Anwesenden einen Essig und Pesto selbst her.

 

Nach dem Allgemeinen ging es über zu konkreten Fragen, die man sich bei der Anlage eines Kräutergartens stellen sollte. Wieviel Platz hat man überhaupt? Kann ich den Garten gestalten wie ich will (Mieter, Eigentümer usw.)? Welchen Standort bzw. welche Bedingungen benötigt welches Kraut? In welcher Umgebung will ich den Kräutergarten anlegen (Landschaftspark, Bauerngarten usw.)? Welchen Platzbedarf haben die einzelnen Pflanzen und welche Wuchshöhe erreichen Sie? Wie sieht es mit der Bewässerung aus? Sind Wege schon angelegt?

Zu den einzelnen Fragen hörten die Teilnehmer Tipps und Hinweise, die bei der Anlage Berücksichtigung finden sollten. So gibt es die Möglichkeit, Kräuter in einer Mischkultur zu pflanzen, wobei man beachten muss, dass es dabei Partner und Abneiger also sogenannte Wachstumshemmer gibt. Also kurz um, nicht jedes Kraut verträgt sich mit jeder Pflanze, aber es gibt auch Kombinationen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Bei der Frage des Standortes sollte man im Hinterkopf haben, dass eine Vielzahl der Kräuter aus dem Süden stammen und somit meist wärmeliebend sind und somit die warme Hauswand ein guter Standort ist. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die Entfernung des Kräutergartens zur Küche, je weiter weg, desto höher der innere Schweinehund, für die Suppe den frischen Liebstöckel (Maggikraut) zu holen. Die bei uns häufig vorkommenden schweren Lehmböden sollten mit Sand ausgemagert und ggf. mit Kompost angereichert werden. Wichtiger jedoch als der Kompost ist es, den Kräutern möglichst früh im Jahr und auch lange warme Füße zu bieten. Dies ist auf die warmen Herkunftsländer der meisten Kräuter zurückzuführen und durch den Einbau von wärmespeichernden Materialien, wie z. B. Stein in allen Formen (Feldsteine, Kies usw.) in das Kräuterbett umsetzbar. Auch wenn eine Bewässerung meist weniger benötigt wird, sollte man diese bei der Anlage mit berücksichtigen, wie auch, wenn möglich, den Verlauf von Wegen. Dazu führte Frau Ende aus, dass gerade Wege, die um 90 Grad Ecken verlaufen, gegen die Natur des Laufens sind und vielfach durch runde Abkürzungen ersetzt werden. Um diesem vorzubeugen, empfiehlt sie, den Verlauf der Wege vor der Anlage zu testen.

Bevor die Zuhörer verschiedene Beetformen mit deren Vor- und Nachteilen vorgestellt bekamen, ging es um die Ergebnisse einer Studie aus 2015. In dieser wurde ermittelt, dass eine vierköpfige Familie ihren Jahresbedarf an Kräutern mittels eines 4 x 3 Meter großen Kräuterbeetes abdecken kann. Auf diesem müsste sie dazu je 1 Pflanze Liebstöckel, Estragon und Weinraute sowie 10 Pflanzen Pfefferminze und vieles mehr anpflanzen. Die Teilnehmer meinten hierzu mehrheitlich, dass die Menge an Kräutern, die von der Studie empfohlen wurde, zu viel ist. Dem stimmte Frau Ende in gewisser Weise zu, in dem Sie zu bedenken gab, dass es in den letzten 10 Jahren große Veränderung im Essverhalten gegeben hat und zwar in der Form, dass die Verwendung von Kräutern stark nachgelassen hat. Weiter ging es mit den Vor- und Nachteilen von Hoch-, Hügel-, Bank-, Kompost-, Krater- und Kreuzbeet. Ebenfalls erfuhr man, dass die früher so hochgelobte Kräuterspirale auch Nachteile hat, z. B. der hohe Unterhaltungsaufwand oder dass schwachwüchsige Pflanzen schnell verdrängt werden. Bei allen Beetarten gilt jedoch zu berücksichtigen, dass man die großen und kleinen Pflanzen gruppiert, bedenkt was ist einjährig und was mehrjährig und dass man, zum Vermeiden von Schädlingen und schlechtem Wachstum, Platzwechsel vornehmen muss, z. B. bei Petersilie und Schnittlauch.
Weiter führte Frau Ende aus, dass es empfehlenswert ist, empfindliche Pflanzen, wie z. B. Basilikum und Kapuzinerkresse, in Töpfen zu kultivieren. Dabei ist darauf zu achten, dass Kräuter keine feuchten Füße mögen, der Wasser- und Nährstoffbedarf bei der Pflanzung in Töpfen ein anderer sein kann und wie, wann und mit was Gedüngt werden sollte. Bevor die Teilnehmer selbst tätig werden konnten, lauschten sie noch einigen Ausführungen zur Bodenvorbereitung im Herbst für die Beetanlage im Frühjahr, zur selten benötigten Schädlingsbekämpfung und zum ebenfalls eher selten im Einsatz befindlichen Winterschutz.
Nachdem individuelle Fragen der Teilnehmer beantwortet wurden, ging es an den praktischen Teil der Veranstaltung. In diesem konnten die Teilnehmer, aus den von Frau Ende mitgebrachten und im Kräuterlehrgarten vorhandenen Kräutern, Kräuteressig und -pesto, nach Rezepten, die Frau Ende ausgewählt und mitgebracht hatte, zubereiten.
Na? Ist Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich doch gleich an für den 24.09.2025 unter oder 0152 58 78 91 91.
Text: Familie Weigel
Bilder: Familie Weigel