Am 21. Oktober 2025 findet um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Niederstriegis die 10. öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates Niederstriegis statt.

Tagesordnung

Öffentlicher Teil

1 Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Bekanntgabe der Tagesordnung
2 Öffentliche Fragestunde der Bürger
3 Genehmigung der Niederschrift der Ortschaftsratssitzung vom 03.06.2025
4 Bauangelegenheiten nach § 63 SächsBO
4.1 Abbruch des Daches und Obergeschosses und Errichtung eines neuen Dachtragwerkes über dem Erdgeschoss, Flurstück 18/3, Gemarkung Grunau
5 Verkauf einer Teilfläche Flst. 48/15 Gemarkung Grunau, Bereinigung eines Altvertrages aus der Gemeinde Niederstriegis
6 Informationen des Ortsvorstehers
7 Anfragen der Ortschaftsräte

Im Anschluss findet der nichtöffentliche Teil statt.

 

J. Miersch
Ortsvorsteher


Nun ist es Herbst und es ist draußen nicht mehr so warm und sonnig. Vielleicht packt den einen oder anderen die Bastellust, was wir sehr gut im warmen Zimmer tun können.

Wir haben neue Schablonen, Stanzschablonen und Stempel für die Herbstzeit, die ausprobiert werden können und auch neue Bastel-Hilfsmittel, die Sie in der Papierwerkstatt testen können. Bei uns können Sie Ihre Kreativität ausleben.

Wir laden Sie zur ersten Papierwerkstatt nach dem Sommer am Montag, den 20. Oktober 2025 um 17.15 Uhr und am Mittwoch, den 22. Oktober 2025 um 9.30 Uhr ein. Dazu brauchen Sie keinerlei Vorkenntnisse und Sie sehen schnell Erfolge.

Dieses Angebot ist für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren.
Mindestteilnehmer: 2 Personen
Materialkosten: 4 €

Anmeldung für diese Termine bis zum 17. Oktober 2025 unter Tel. 034322 42150 oder E-Mail: oder
persönlich in der Stadtbibliothek Roßwein, Poststr. 1

Es ist eine gute Tradition, verdienstvolle Mitbürger zum Ehrenamtstag einzuladen. Dieses Jahr stand dieser Tag ganz im Zeichen des Schul- und Heimatfestes. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich Vertreter der Straßengemeinschaften, aktive Bürger, auch aus den Ortschaften, Engagierte aus den Vereinen sowie Stadt- und Ortschaftsräte. Sogar Vertreter aus Saarbrücken waren angereist. Die Stadt ist seit vielen Jahren in vielfältiger Hinsicht mit Niederstriegis verbunden und war durch Thomas Emser, Bürgermeister von Saarbrücken Mitte und Hans Willi Lisch vertreten. Einige der Geladenen sollten – manchmal sehr zur eigenen Überraschung – an diesem Abend ausgezeichnet werden. Die Wahl, wer von den fleißigen Mitbürgern mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet werden soll, fällt dem Stadtrat nicht immer leicht. Es kann immer nur eine kleine Auswahl der besonders aktiven Ehrenamtlichen sein, die stellvertretend für viele andere die Ehrung empfangen. Denn unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht. Sie übernehmen Verantwortung für unser Gemeinwesen. Sie sind Teil des besonderen bürgerschaftlichen Engagements. Dafür noch einmal ein ganz, ganz großes Dankeschön!

Eröffnet wurde der Ehrenamtstag nach den feierlichen Begrüßungsworten unseres Bürgermeisters mit dem Kabarettprogramm „Die schwäbische Jungfrau“ von Carolin Fischer und ihrem Begleiter Enrico Wirth.

Gleich zu Beginn wurden die 3 Straßengemeinschaften gewürdigt, welche zusätzlich zur Straßenschmückung sich mit dem Aufbau und der Bewirtschaftung der traditionellen Tore zum Fest befassten. Viel Wissen war verlorengegangen, es standen auch nicht überall die alten erfahreneren Anwohner zur Verfügung, welche schon bei vergangenen Festen die Tore mit aufgebaut und während des Festwochenendes betreut hatten. Auch war nicht mehr überall das für den Toraufbau notwendige Material vorhanden. Eine echte Herausforderung für die „Neuen“. Aber Hand in Hand wurde auch dieses gemeistert, ortsansässige Firmen packten mit an, immer in Abstimmung mit Stadtbauhof und Verwaltung.

So wurden die Straßengemeinschaften Nossener Straße (Bergtor), Lommatzscher Straße (Döbelsches Tor) und Kreuzplatz (Kreuztor) für ihre enormen Anstrengungen gewürdigt und ihre Vertreter erhielten aus den Händen des Bürgermeisters und der neuen Schulfestkönigin Alexandra Wachs herzliche Glückwünsche und die Ehrenamtsmedaille für ihre Gemeinschaftsarbeit.

Ein Festumzug ist mehr als ein Programmpunkt, er ist ein lebendiger Spiegel der Stadtgesellschaft und der Traditionen. Und wenn er so eindrucksvoll gelingt, wie bei unserem diesjährigen Schul- und Heimatfest, dann ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis sorgfältiger Planung, Erfahrung und viel Herzblut. Frank Baumert und Gerd Zschiesche haben dies mit organisatorischem Geschick gemeistert, neben weiteren großen Aufgaben, die sie für unser Schul- und Heimatfest zusätzlich übernahmen. Herr Baumert koordinierte die Vorbereitungen zum Tag der Offenen Tür seiner Schule, verabschiedete feierlich seine Zehntklässler und organisierte auch die Beteiligung seiner Schule am Festumzug. Herr Zschiesche koordinierte als Teilverantwortlicher in seiner Straße die Straßenschmückung und sorgte an der großen Bühne für ein süßes Highlight mit seiner „Riesentorte“ aus vielen kleinen Muffins, welche mit dem Roßweiner Farben verziert waren. Das große Engagement dieser Beiden für ihre Stadt und die Menschen spiegelte sich deutlich im Festumzug am Sonntag wider, welcher nach so langer Zeit wieder zu einem farbenfrohen Highlight mit lachenden Gesichtern und guter Stimmung wurde. Dafür erhielten auch sie den Dank unserer Stadt.

Anschließend wurden Roßweiner Bürger und Bürgerinnen geehrt, welche sich mit einmaligen Ideen in das Programm zum Schul- und Heimatfest eingebracht hatten.

Herr Erwin Bernhard, welcher schon lange vor dem Fest die Errichtung eines Offenen Schaugartens mit den Gartenfreunden der Kleingartenanlage „Bergfrieden“ plante und diesen fristgerecht zum Schul- und Heimatfest eröffnen konnte. Viel Zeit und Herzblut hat er dafür aufgewendet, viele Menschen aktiviert, mitzumachen oder dafür zu spenden und auch selber mit Hand angelegt. Ihm standen viele Helfer zur Seite, die gemeinsam mit ihm die Idee eines dauerhaft offenen Begegnungsortes in der Natur umsetzten. Barrierefrei kann dieser Garten in Zukunft auch von den Senioren genutzt werden, welche nicht so gut zu Fuß sind. Dafür gebührt ihm unser großer Dank!

Ein weiterer toller Programmpunkt war die Kunstausstellung „Der ganz normale Wahnsinn“ des Ehepaares Katrin und Steffen Kahl im ehemaligen Henwi-Kaufhaus auf der Mühlstraße. Das ehemalige Kaufhaus strahlte schon Wochen vorher einen Glanz aus, den man in Roßwein häufig vergeblich sucht. Mit farbintensiven Bildern, witzigen Skulpturen, wunderschöner Keramik und ihrer herzlichen Zugewandtheit öffneten sie die Türen zu diesem besonderen, kulturellen Kleinod – mit einem humorvollen musikalischen Abend im Stil der Berliner Varieté-Szene der 30er Jahre. Bis zum Ende des Festwochenendes öffneten sie ihre Ausstellung zu festen Zeiten und boten zusätzlich noch Schautöpfern und Probieren an der Töpferscheibe an, was von den Roßweiner Bürgern auch gern und zahlreich angenommen wurde. Was für eine schöne Idee und Bereicherung für unser Fest!

Kevin Trupke ist Inhaber der Firma Litecode (Design & Application) und als solcher noch nicht allzu lange in Roßwein verwurzelt. Bereits zu Beginn dieses Jahres trat Kevin Trupke an die Stadtverwaltung Roßwein heran und bot an, die offizielle Schul- und Heimatfest-Webseite zu erstellen und diese zu sponsoren. Aus seiner Initiative entstand eine übersichtliche, allumfängliche und klar strukturierte Plattform, die das Schul- und Heimatfest in seinem gesamten Umfang erlebbar machte: Informationen, Termine, Hintergründe zum Festprogramm sowie Präsentationen der Geschichte unseres Festes fanden hier gebündelt ihren Platz. Auch wenn das Fest vorbei ist, soll uns die Seite erhalten bleiben und weiter ausgebaut werden als künftiges Nachschlagewerk, um das Engagement aller Beteiligten sichtbar zu machen und so ein lebendiges Gedächtnis zu schaffen. Für seine Initiative und Mitwirkung danken wir ihm sehr.

Es gibt Menschen, deren Engagement lässt sich nicht in Stunden, Aufgaben oder Verantwortlichkeiten messen. Menschen, die nicht einfach nur mithelfen, sondern mitreißen. Die nicht fragen, ob etwas geht, sondern nur: Wie. Menschen, ohne die ein solches Fest wahrscheinlich nicht möglich wäre. Monika Weigel ist genau so ein Mensch. In ihrer Rolle als Leiterin des Bauhofs war sie maßgeblich verantwortlich für eine der größten logistischen Herausforderungen: die Vorbereitung und Koordinierung der Stadtschmückung. Schon das allein war eine Herkulesaufgabe, welche enorm viel Energie, Organisationstalent und den Blick für das Ganze braucht. Doch damit nicht genug.

Als Straßenbürgermeisterin der Gartenstraße war sie federführend aktiv – und hat dafür gesorgt, dass ihre Straße wieder in besonderem Glanz erstrahlte. Sieger bei den schönsten Straßen. Ein echtes Aushängeschild für das, was möglich ist, wenn Nachbarschaft funktioniert.

Aber auch mit ihrem Verein, dem Begegnungszentrum Roßwein e.V., hat sie ein vielseitiges Angebot für das Fest auf die Beine gestellt. Und als dann auch noch die traditionelle Tombola kurzfristig auszufallen drohte, hat sie nicht lange gezögert – sondern gemeinsam mit ihren Vereinsaktiven eine neue, beeindruckende Tombola organisiert. Schnell, kreativ, effektiv – und natürlich: mit Herz.

Aber auch feine Details verliert sie nicht aus den Augen: Wer erinnert sich nicht an den zauberhaften Anblick der auch heute wieder leuchtenden alten Lampenschirme auf dem Nordplatz und bunten Regenschirme über dem Brückenplatz? Ein beinahe magisches Flair, das unsere Stadt in eine ganz eigene Atmosphäre tauchte. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung – viele davon in ihrer Freizeit – wurde die Idee Wirklichkeit. Der Brückenplatz wurde am 16. Juni mit Schirmen überspannt, vorbereitet von Schülerinnen und Schülern der Lernförderschule – ehrenamtlich. Der Nordplatz wurde am 11. Juni zum leuchtenden Lichtermeer – montiert mit der ganzen Familie Weigel. Sie bastelten, tüftelten, verkabelten – und brachten es zum Leuchten. Klasse! Über Monate hinweg – gefühlt rund um die Uhr – widmete sich Monika Weigel dem Schul- und Heimatfest. Dafür gebührt ihr uns großer Dank, ebenso auch den Menschen, die hinter ihr stehen.

Allen, die geholfen haben, unser Schul- und Heimatfest zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen, sei an dieser Stelle nochmals vom Bürgermeister, vom Stadtrat und von der Verwaltung ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Aufgrund von Krankheit bleibt das Steueramt in der Zeit vom 13.10.2025 bis 17.10.2025 geschlossen.

S. Stephan
stellv. Kämmerin

 

Tagesordnung

Öffentlicher Teil

1 Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Bekanntgabe der Tagesordnung
2 Öffentliche Fragestunde der Bürger – max. 15 Min. und drei Fragen pro Bürger
3

 

4

Genehmigung der Niederschrift der Ortschaftsratssitzung vom 20.08.2025

 

Antrag auf Vorbescheid Abbruch von zwei Gebäuden und Errichtung Einfamilienhaus und Carport in Gleisberg Flurstücksnummer 588

5 Informationen des Ortsvorstehers
6 Anfragen der Ortschaftsräte

 

Im Anschluss findet der nichtöffentliche Teil statt.

 

L. Dörner
Ortsvorsteher

„Ein Dawar – eine emotionale Reise durch die Geschichte“

Am 9. November 2025 lädt die Kooperation Stolpersteine zum 11. Mal zu einer Mahn- und Erinnerungsveranstaltung zum jüdischen Leben in Roßwein ein. Wie auch in den vergangenen Jahren wird es an diesem Abend zwei Veranstaltungsteile geben. Das Organisationsteam aus der Kirchgemeinde Roßwein, der Stadtverwaltung und des Döbelner Treibhaus e.V. laden die Roßweiner und Roßweinerinnen dazu ein, sich 18.00 Uhr in der Goldbornstraße 22 um die Stolpersteine der Familie Bibring zu versammeln und deren Leben in Roßwein zu gedenken. An diesem ehemaligen Wohnort der Familie werden die von der AG Geschichte des Treibhaus e.V. recherchierten Biografien der Familienmitglieder verlesen. Der Bürgermeister Hubert Paßehr wird den ersten Teil der Veranstaltung eröffnen und der Posaunenchor sorgt für den musikalischen Rahmen.
Im zweiten Veranstaltungsteil werden alle Interessierten in die Roßweiner Winterkirche eingeladen, wo die Ausstellung „Kinder im Holocaust“ gezeigt wird, welche von der AG Geschichte des Treibhaus e.V. Döbeln konzipiert und zur Verfügung gestellt wurde.
Olga Vasileva und Mikail Gantman gestalten ein besonderes Programm, in welchem sie künstlerisch verschiedene Facetten jüdischen Lebens und jüdischer Geschichte beleuchten. Welche Wiegenlieder gibt es in der jüdischen Kultur? Welche Feste werden gefeiert? Was macht gehört zum Alltag in einer jüdischen Schule? Ausgehend von solchen Fragen laden die Künstler dazu ein, Traditionen und Bräuche kennenzulernen und kulturelle Vielfalt erlebbar zu machen. Jüdisches Leben ist seit Jahrhunderten eng mit der deutschen Kultur verflochten und hat diese entscheidend mitgeprägt.
Das Programm haben die Künstler „Ein Dawar“ genannt, was so viel bedeutet, wie „kein Ding!“.
Genau wie in Deutsch, wird in Hebräisch ganz oft dieser Spruch benutzt als Antwort auf die Worte der Dankbarkeit („Danke!“ „Kein Ding!“). Aber dieser Spruch ist auch mit Rabbi Mendel aus Kotzk verbunden. Er hat geschrieben: „Kein Ding ist vollkommener als ein gebrochenes Herz, und kein Schrei ist lauter als die Stille.“
Im Anschluss an das Programm können die Gäste bei einer Kostprobe selbstgemachten Hummus‘, frischem Brot und Getränken gemeinsam ins Gespräch kommen und die Ausstellung besichtigen. Sie sind herzlich eingeladen, bei beiden Veranstaltungsteilen dabei zu sein.