Herzliche Einladung zur offiziellen Verlegung.
Eine Projektgruppe aus acht Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren hat sich im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Jugendhauses Roßwein und des Erich-Zeigner-Haus e.V. Leipzig mit der Biografie von Kalr Emil Müller und der Geschichte Roßweins während des Nationalsozialismus auseinandergesetzt.
Karl Emil Müller wurde am 5. Juni 1901 in Roßwein geboren. Er lebte mit seinen Eltern und seinen Geschwistern Richard, Kurt und Magda auf dem Werder 36. Bereits in jungen Jahren litt er an Epilepsie. Nach seiner Schulzeit arbeitete er unter anderem in der Metallwarenfabrik Roßwein, in der Geschossfüllerei Zeithain, in der Metallwarenfabrik Bauch, in einer Achsenfabrik sowie in der chemischen Fabrik Graff in Roßwein.
Am 17. September 1929 wurde Karl Emil Müller erstmals in die Heil- und Pflegeanstalt Hochweitzschen eingewiesen und zwei Monate später mit dem Zusatz der Erwerbsunfähigkeit wieder entlassen. Am 14. Juni 1939 wurde Karl Emil Müller erneut nach Hochweitzschen gebracht. Dort erhielt er die Diagnose Epilepsie und „Schwachsinn“. Am 2. August 1940 wurde er mit einem Sammeltransport von Hochweitzschen in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein gebracht und dort am selben Tag durch Gas ermordet.
Nun findet mit der Verlegung des Stolpersteins für Karl Emil Müller das Projekt am 29.06.2026 einen Abschluss. Die Projektgruppe möchten somit an das Schicksal des ehemaligen Roßweiner Bürgers öffentlich gedenken und ein Zeichen gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen setzen.
Die Projektgruppe lädt Sie herzlich ein, bei der Stolpersteinverlegung für Karl Emil Müller in Roßwein dabei zu sein. Die Veranstaltung wird außerdem unterstützt von dem Posaunenchor Roßwein, vom Jugendhaus Roßwein e.V., der AG Geschichte des Treibhaus e.V., dem Pfarrer der Kirchgemeinde Roßwein und weiteren.

