Der Leiter der Roßweiner Bäder Jens Göhler wertete in der Sitzung des Technischen Ausschusses, Umwelt, Kultur und Soziales am 14. März 2019 die Badsaison 2018 aus. In der vergangenen Saison stehen nur Spitzenwerte zu Buche, wie Jens Göhler mitteilte. So besuchten insgesamt mehr als 50.000 Gäste die Bädereinrichtungen der Stadt. Dabei waren die Gästezahlen im Hallenbad mit 26.250 Besuchern stabil gegenüber dem Vorjahr mit 26.230 Besuchern. Das Roßweiner Stadtbad sei sehr begehrt und habe eine hohe Akzeptanz bei allen Altersschichten der Bevölkerung. Die Auslastung sei damit sehr gut, kommt aber fast an die Grenzen. Vor allem begehrt seien die Schwimmkurse, für welche es eine Warteliste gibt. Im zurückliegenden Jahr konnten ca. 150 Mädchen und Jungen das Schwimmen erlernen. Die Aquafitnesskurse wurden von ca. 300 Teilnehmern besucht. Wie Jens Göhler weiter ausführte, nimmt das Roßweiner Hallenbad mittlerweile auch einen wichtigen sozialen Aspekt ein. So nutzen die Schulen der Stadt die Möglichkeit und bieten Schwimmunterricht an. Im Schwimmverein selbst sind 120 Kinder organisiert und manch Schwimmer kommt schon mal eine halbe Stunde früher, um Neuigkeiten mit anderen Badbesuchern auszutauschen.

Im Juni startete dann die Freibadsaison im Wolfstal. Da das beliebte Freibad sich unmittelbar am Waldesrand befindet, wurde die Badsaison aufgrund der kühlen Tage erst im Juni eröffnet. Wie Jens Göhler mitteilte, war dies eine durchaus glückliche Entscheidung, da der Mai 2018 mit zahlreichen Gewittern sehr unbeständig war. Trotzdem ist im Resümee festzustellen, dass aufgrund des Wetters das Jahr 2018 eine der erfolgreichsten Freibadsaison der letzten Jahre darstellte. Insgesamt besuchten über 23.500 Gäste das Bad und sorgten so für insgesamt für 47.100,00 Euro Einnahmen. Auffällig sei, dass es keine Spitzenbesuchertage gab, sondern die Zahl der Gäste über einen langen Zeitraum zwischen 400 und 800 Personen täglich lag. Nur drei Schließtage während der Saison sorgten für etwas Entspannung für die gesamte Anlage und das Freibadpersonal. Dass sich die Grünflächen aufgrund des perfekten Sommers in braune Flächen verwandelten, sei nicht zu vermeiden gewesen. Allerdings habe sich der Rasen bereits im September wieder erholt und müsse nur an wenigen Stellen nachgearbeitet werden. In drei Monaten seien 69.000 KWh Strom verbraucht worden, wobei es in 2017 gerade mal 18.350 KWh waren.

Leider wurde die perfekte Badsaison durch das Verhalten des Kiosk-Betreibers getrübt. Der Imbiss war an manchen Wochenenden oder in den Ferien geschlossen und auch auf Anrufe hatte der Betreiber nicht reagiert. In dieser Hinsicht sei dringender Handlungsbedarf erforderlich, da die Gäste des Freibades nicht unterscheiden zwischen dem Betreiber des Freibades und dem des Kioskes. Im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung diskutierte dann Badchef Jens Göhler gemeinsam mit den Stadträten und dem bisherigen Kiosk-Betreiber über Möglichkeiten der Verbesserung des Angebotes sowie die Öffnungszeiten für eine hoffentlich ebenso erfolgreiche Freibadsaison 2019.