Am 18.07.2019 folgte der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Martin Dulig einer Einladung der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH.

Die beiden Geschäftsführer Walter Stuber und Dirk Eckart luden den Minister zu einer moderierten Buchlesung in den Firmensitz im Gewerbegebiet „Goldene Höhe“ ein und freuten sich, dass der stellvertretende Ministerpräsident Sachsens ihrer Einladung folgte.

Anliegen der beiden Roßweiner Geschäftsführer Walter Stuber und Dirk Eckart war es, ihr inzwischen zweites gemeinsames Buch „Mutmacher 2“ der Öffentlichkeit vorzustellen.

Da die beiden Geschäftsführer bereits mit ihrer ersten Ausgabe „Mutmacher“ das allgemeine Interesse auf sich zogen, konnten sie sich auch über eine gute Resonanz an diesem Donnerstagnachmittag freuen. Ca. 100 Interessierte hörten mit großer Aufmerksamkeit dem moderierten Gespräch zwischen Walter Stuber, Dirk Eckart und Martin Dulig zu. Zitate aus dem neu veröffentlichten Buch bildeten die Redeimpulse, zu denen sich die Gesprächspartner positionierten. Im Kern ging es dabei um die Verbesserung von Netzwerkarbeit im weitesten Sinne. Dass dieser Ansatz sich für das eigene Unternehmen positiv auswirkt, kann man an dem Erfolg der Gerüstbau Gemeinhardt Service GmbH sehen.

Dass dieser Betrieb auch eine hohe soziale Kompetenz zeigt, macht auch die Tatsache deutlich, dass die an diesem Nachmittag eingenommenen Verkaufserlöse aus Speisen und Getränken nochmals verdoppelt und der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen „Albert Schweitzer“ sowie dem Roßweiner Sportverein e.V. übergeben werden.

„Roßwein ist die Drehscheibe Mittelsachsens“ (Dirk Eckart)

 

 

Am 17.07.2019 tummelten sich in Edelgard Pinkerts Wohnung zahlreiche Gratulanten und ihr Telefon schien kaum stillzustehen. Frau Pinkert wurde an diesem Tag 90 Jahre alt und gehört damit zu den ältesten ehemaligen Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Roßwein.

Die gebürtige Roßweinerin ist seit jeher ihrer Heimatstadt sehr verbunden. Geboren wurde sie in der Lommatzscher Straße und heute wohnt sie An der Kirche. Beide Wohnungen befinden sich unmittelbar neben dem Rathaus. Vielleicht war diese Nähe einer der Gründe, weshalb Edelgard Pinkert nach ihrem Schulabschluss und während des Landwirtschaftsjahres 1944 im Bürgermeisteramt Roßwein nachfragte, ob sie hier eine Ausbildung zur Verwaltungsangestellten aufnehmen könne. Nach Vorlage ihres Zensurenbuches bekam sie die gewünschte Ausbildungsstelle. Kurz nach ihrem Lehrantritt am 01. April 1945 war sie in die organisatorischen Arbeiten zur Unterbringung der vielen Flüchtlinge, welche nach entbehrungsreichen Tagen erschöpft die Stadt Roßwein erreichten. Ihr gesamtes Berufsleben verbrachte Frau Pinkert beim Rat der Stadt und sie arbeitete mit den Bürgermeistern Streich, Saupe und Kaupisch zusammen. Letzterer war drei Jahrzehnte ihr Dienstherr. Während all den Jahren, erfüllte sie ihre Aufgaben mit großer Hingabe. Ihre starke Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt und ihrer früheren Arbeitsstelle spürt man bis heute. So weist sie die verantwortlichen Mitarbeiter zu gegebener Zeit zuverlässig darauf hin, dass der Wein an der Rathausfassade regelmäßig zurückgeschnitten werden muss, um eine Schädigung des Porphyr-Portals am Heimatmuseum zu vermeiden. Schließlich war sie dabei, als für 120.000 Ost-Mark im Jahr 1967 das Prachtportal neu gefertigt und eingebaut wurde. Sie betont immer wieder, dass der Eingang des heutigen Heimatmuseums ganz besonderes und ein Kleinod dieser Stadt ist.

Wir wünschen Frau Pinkert an dieser Stelle nochmals alles Gute und viel Gesundheit und danken Ihr herzlich dafür, dass sie mit ihrem umfangreichen Wissen über die Stadtgeschichte der letzten 75 Jahre schon so manche Nachfrage verlässlich beantwortet hat.

 

In der letzten Schulwoche besuchten uns die 5. Klassen der Oberschule Roßwein.

Sie wollten die Bibliothek kennenlernen. Dazu hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht.

Mit der App Actionbound kreierten wir eine Rallye durch die Bibliothek. Dazu wurden sechs Gruppen gebildet und von diesen mussten verschiedene Aufgaben gelöst werden. Das waren zum Beispiel lustige Gruppenselfies, Bücher finden und die Suche nach dem Lieblingsbuch.

Allen Kindern hat es viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass auch im neuen Schuljahr dieses Angebot genutzt wird.

Das Team der Bibliothek Roßwein

 

Endlich Zeit zum Lesen

Wer kennt das nicht:

Taschen und Koffer sind gepackt, aber der Kofferraum oder Gewichtsbegrenzung für Gepäck bei einer Flugreise lassen wenig Urlaubslektüre zu.

Wir haben die Lösung für alle „Leseratten“.


Lesen Sie Bücher auf dem e-book-reader (Lesegerät). Wer bei uns angemeldet ist, kann sich ein Lesegerät ausleihen und ganz bequem zu Hause am heimischen PC Bücher für den Urlaub heraussuchen und auf das Lesegerät laden. Wer dabei Hilfe benötigt, bekommt sie in der Bibliothek.

Jeder Nutzer der Stadtbibliothek kann bis zu 8 Büchern für maximal 3 Wochen ausleihen. Nach Ablauf der Frist sind die Bücher automatisch zurückgegeben. Das Lesegerät ist leicht an Gewicht, einfach zu bedienen und eine tolle Alternative zum dicken Buch im Urlaub, Zug, Auto und Flugzeug.

Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne.

Frau Schneider und Frau Kaiser in der
Stadtbibliothek Roßwein
Poststraße 1
04741 Roßwein
Tel. 034322/42150

Einer guten Tradition folgend, verabschiedete die Oberschule Roßwein die Real- und Hauptschulabschluss-klassen mit einer feierlichen Zeugnisübergabe im Rathaussaal. Am Freitag, d. 28. Juni 2019, eine Woche vor dem offiziellen Start der Sommerferien, wurden somit zwei Realschulklassen mit insgesamt 44 Schülern verabschiedet. 39 Schüler erhielten den Realschulabschluss, wobei lediglich drei Schüler die 10. Klasse wiederholen werden. Mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche können nunmehr zwei Schüler der Klasse 9 in eine Ausbildung starten.

Für besondere schulische Leistungen wurde die Schülerin Laura Ulrich mit der Geschwister-Scholl-Medaille geehrt, welche mit einem Leistungsdurchschnitt von 1,4 als Beste des Jahrgangs den Abschluss erreichte. Aus den Händen der beiden Klassenleiter Katrin Wolke und Rene Nitsche sowie des Schulleiters Thomas Winter erhielten die Schüler ihre Abschlusszeugnisse. Im Anschluss der Festveranstaltung versammelten sich alle Schüler, Eltern, Lehrer und Gäste auf dem Marktplatz. Während Schulleiter Thomas Winter den traditionellen Entlassungsruf „In diesem Moment seid ihr aus der Geschwister-Scholl-Oberschule entlassen.“ über den Marktplatz donnerte, stiegen aus den Händen der nun ehemaligen Schüler ca. 50 Luftballons in den blauen Himmel. Symbolisch stehen diese Luftballons für die gute Entwicklung der Schüler und die Hoffnung, dass jeder nun ehemalige „Scholli-Schüler“ seinen weiteren Lebensweg finden wird. Unter dem Beifall der Eltern und Lehrerschaft stiegen die Luftballons der guten Wünsche und der Zukunft in den Himmel.

„Das Lachen der Kinder werde ich vermissen“

Barbara Richter geht nach 43 Jahren als Grundschullehrerin in Rente – mit Tränen, vor allem aber mit zwei lachendenden Augen

Barbara Richter ist niemand, der nah am Wasser gebaut hat. Sie weint eher wenig, sagt die 63-Jährige von sich selbst. Und: „Ich bin hart verpackt.“ Im Schulalltag kann das sicher manchmal auch von Vorteil sein. 43 Jahre lang hat Barbara Richter, die alle nur als „Bärbel“ Richter kennen, in Roßwein Grundschüler auf dem Weg ins Leben begleitet. Mit Hingabe und Ehrgeiz. Auf ihre eigene Art und Weise. Mit „Zuckerbrot und Peitsche“, wie es so schön heißt.

Jetzt hat es einen Moment gegeben, an dem die hart Verpackte ihre Tränen nicht zurückhalten konnte. Beim Abschlusskonzert der dritten und vierten Klassen im Rathaussaal war für sie der Moment des Abschiednehmens gekommen. Für Bärbel Richter, die nicht gern im Mittelpunkt steht und ganz bewusst keine offizielle Verabschiedung haben wollte, eine überwältigende Situation. Für die haben nicht nur „ihre Kinder“, wie sie die eigene Klasse stets zu nennen pflegt, gesorgt, sondern auch Kollegen, Eltern, Vertreter der Stadt. Und ihre Tochter war zur Überraschung extra aus Holland angereist, um der Mutter in diesem Moment beizustehen. „Mutti, in den Stunden kann ich dich nicht allein lassen“, hat sie gesagt und Bärbel Richter gleich im Anschluss für ein paar Tage nach Mallorca entführt.

Vor der Bildung kommt die Erziehung

Jetzt ist Roßweins stellvertretende Grundschulleiterin – noch ist sie es ja genau genommen – zurück. Zurzeit räumt sie ihr Büro in der Schule aus. Der Abschied ist noch unwirklich. Doch die Wände sind schon kahl, jede Menge Kartons stehen zusammengerückt in einer Ecke, oben auf liegt das Foto eines ihrer Enkelkinder. Alle fünf leben weit entfernt – in Holland und in der Nähe des Bodensees. Sie freut sich unbändig auf die Zeit, die sie jetzt mit ihnen verbringen kann – auch mal außerhalb der Schulferienzeit. Am 1. August hat Bärbel Richter ihren ersten offiziellen Tag als Rentnerin.

Auch wenn sie immer gern Lehrerin war: „Ich gehe nur mit einem lachenden Auge.“ Am Ende hat die Kraft gefehlt, sagt sie. Als sich die Alternative bot, früher zu gehen, hat sie nicht lange überlegt. Zu Hause warten ihr Mann, ein großes Grundstück. Die Familie. Reisen. Auf die Zeit ohne Termindruck freut sie sich ganz besonders.

Was sie vermissen wird? Die Antwort kommt prompt: „Das Lachen der Kinder morgens beim Einlass.“ Nur wer mit einem Lächeln und einem „Guten Morgen“-Gruß kommt, darf ins Schulhaus. Das hat Barbara Richter irgendwann während ihrer vier Jahrzehnte an der Grundschule eingeführt. Sie stammt aus Lommatzsch und hätte gleich nach dem Lehrer-Studium damals in Nossen auch dort eine Stelle bekommen können. Doch weil sie gemeinsam mit ihrem Mann und dem bereits geborenen Sohn eine eigene Wohnung haben wollte, wurde sie 1976 nach Roßwein versetzt. Fing an der Geschwister-Scholl-Schule als Pionierleiterin an und unterrichtet Russisch. Nicht ihr Traum. Sie wollte eine eigene Klasse. Mit Kindern zu arbeiten, sei schon immer ihr Traum gewesen, erklärt Barbara Richter, warum sie Lehrerin geworden ist. Bei ihr kommt vor der Bildung die Erziehung. Deshalb war es für sie immer wichtig, ihre Kinder auch über den Unterricht hinaus kennenzulernen. Streng ist sie, ja. Doch wenn ihre Schützlinge gewisse Grenzen eingehalten haben, konnte man mit ihr auch ganz viel Spaß haben. Als sie sich weigert in die Partei einzutreten, ist sie ihren Posten als Pionierleiterin los. Endlich. Ab 1981 unterrichtet sie.

Eigene Wege mit Montessori-Diplom

Der Lehrerüberhang nach der Wende und die damit verbundene Stundenkürzung war für Bärbel Richter ein Schock. Sie macht eine Zusatzausbildung zum Ethiklehrer, unterrichtet das Fach auch in Ebersbach und Niederstriegis. Und sie hängt das Montessori-Diplom dran, unterrichtet danach entsprechend dem pädagogischen Bildungskonzept. Noch heute ist sie ihrer damaligen Schulleiterin dankbar, dass sie sie „einfach hat machen lassen“, in vielerlei Beziehung.

Der normale Unterricht und die Arbeit mit Kindern reicht Bärbel Richter nicht. 2005 geht sie ins Lehrerseminar, unterrichtet Lehramtsanwärter in Deutsch. Eine tolle Zeit, schwärmt sie. Sie merkt, dass ihr auch die Arbeit mit Erwachsenen liegt. Der nächste Schritt ist der zur stellvertretenden Schulleiterin. Als ihre Chefin sie fragt, bewirbt sie sich 2010 und bekommt den Job. Drei Jahre später wird sie Fachberater Deutsch und kümmert sich zuletzt vorrangig um die Seiteneinsteiger.

Halbe Sachen gibt es für Bärbel Richter nicht. Deshalb ist sie jetzt auch froh, in den Ruhestand gehen zu können. Nicht vermissen wird sie die Stresssituationen – wenn krankheitsbedingter Ausfall zu kompensieren war. Oder wenn sie innerhalb von acht Wochen vier neue Stundenpläne geschrieben hat, weil einfach keine Lehrer da waren. Diese Zeit liegt noch nicht so lange zurück. Doch jetzt hat sich die Lage an ihrer Schule entspannt und sie hat ein gutes Gefühl beim Gehen. Sechs Seiteneinsteiger und zwei Lehramtsanwärter haben für frischen Wind gesorgt, das Kollegium hat sich prima gefunden.

Bärbel Richter wird in der Vorbereitungswoche noch einmal in die Schule kommen und über den Stundenplan schauen. Auch Unterstützung für die neue Kollegin, die als Stellvertreterin kommt, bietet sie an. Ansonsten kann Bärbel Richter sehr gut damit leben, dass die Schule jetzt keine Rolle mehr in ihrem Alltag spielt.

Text: Manuela Engelmann-Bunk, DAZ
Foto: Sven Bartsch

 

Genau ein Schuljahr lang hatten die Fünf- bis Zehnklässler der Theatergruppe „CRAZY ACTORS“ der Geschwister Scholl Oberschule Roßwein auf diesen Abend hingearbeitet. Die Oberschüler haben Texte gelernt, Szenen einstudiert und den Rathaussaal in eine Theaterbühne verwandelt. Die Aufgabe der Regisseurin, Bühnenbildnerin und Stückeschreiberin hatte wie immer Frau Monika Mundus, die Deutschlehrerin der Oberschule, übernommen und Gottfried Kellers Novelle „Kleider machen Leute“ extra für die Schüler umgeschrieben. So kam es, dass ein armer Schneider, der sich als Lohnzahlung von seinem ehemaligen Meister Mantel und Pelzmütze mitgenommen hatte, auf seiner langen Reise fälschlicherweise für einen Grafen gehalten wurde. Nun nahmen die Dinge ihren Lauf und der Schneider verliebte sich in die Tochter des Amtsrates und bald sollte geheiratet werden. Sein Konkurrent will daraufhin den Schneider entlarven und führt ein Possenspiel auf. Wie immer hatten die Schüler auch die Kulissen für ihre Theateraufführung selbst gestaltet. Dazu nutzten sie die Rollenbilder, welche jedes Jahr neu bemalt werden. Unter tosendem Applaus und Zugabe-Rufen wurde das Theaterstück der „GRAZY AKTORS“ bejubelt. Das war für viele Schüler der beste Lohn für die zahlreichen Textproben, welche im Rahmen des GTA-Programmes für die Aufführung durchgeführt wurden.

die Stadtverwaltung Roßwein möchte am 27. September 2019 einen Ehrenamtstag durchführen. Dazu sollen Bürgerinnen und Bürger, die sich auf selbstlose und beispielhafte Weise um das Wohl ihrer Heimatstadt und deren Menschen verdient gemacht haben, in den großen Rathaussaal zu einem Empfang eingeladen werden.

Wir bitten Sie deshalb an dieser Stelle herzlich, uns mit Ihren Vorschlägen bei der Suche nach solchen engagierten Frauen, Männern und Jugendlichen z.B. in den Vereinen, karitativen Organisationen oder in der Nachbarschaft behilflich zu sein. Es sollen auch die vielen stillen Helfer, die Unterstützer im Hintergrund, geehrt werden.

Wichtig dabei ist die Beschreibung der Verdienste dieser Person, allgemeine Angaben wie Wohnanschrift etc. sowie eine persönliche Begründung, warum gerade diese Frau oder dieser Mann es verdient hat, eingeladen zu werden.

Ihre Vorschläge senden Sie bitte schriftlich bis zum 20. August 2019 an das Bürgermeisteramt der Stadtverwaltung Roßwein, Markt 4, 04741 Roßwein.

Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Ihr

Veit Lindner
Bürgermeister