Neues Schwesterkirchverhältnis im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz

Zum 1. Januar 2020 haben im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz im Zuge der Strukturreform der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens die Kirchgemeinden Roßwein-Niederstriegis, Marienkirchgemeinde im Striegistal, Pappendorf, Hainichen-Bockendorf-Langenstriegis ein Schwesterkirchverhältnis gebildet. Zugleich wurden die Kirchgemeinden Roßwein und Niederstriegis sowie Hainichen und Bockendorf-Langenstriegis jeweils zu einer Kirchgemeinde vereinigt.

Das bedeutet, dass die genannten Gemeinden künftig stärker zusammenarbeiten werden – zunehmend in der Gemeindearbeit und besonders auf der Verwaltungsebene. Dieser Schritt war notwendig, um den rückläufigen Zahlen an Gemeindegliedern zu begegnen.

Im Schwesterkirchverhältnis werden vier Pfarrer, ein Kantor und eine Kantorin, zwei Gemeindepädagoginnen sowie eine ganze Reihe an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Verwaltungs-, Friedhofs- und Wirtschaftsbereich für rund 4.200 Gemeindeglieder zuständig sein.  Die Pfarramtsleitung (anstellende Kirchgemeinde) liegt bei der Kirchgemeinde Roßwein-Niederstriegis. Auf dem Gebiet der Schwesterkirchgemeinden  befinden sich 10 Kirchen und eine Kapelle.

Der Zusammenschluss der Kirchgemeinden zu einem Schwesterkirchverhältnis soll mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag, dem 26. Januar 2020, um 14 Uhr in der Roßweiner Kirche Unserer Lieben Frauen festlich begangen werden.

 

Pünktlich um 11.00 Uhr wurde am Samstag, d. 18. Januar 2020, die Kameliensaison 2020 im Wolfstal eröffnet. Angereist war der Vertreter der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft, Herr Walter List sowie der ehemalige Gartenmeister der Pillnitzer Kamelie, Herr Wolfgang Friebe, um gemeinsam mit dem Heimatverein, dem Bürgermeister Veit Lindner sowie der amtierenden Schulfestkönigin Saskia Grolp die Eröffnung der nunmehr 20. Kameliensaison feierlich zu begehen.

Während die Vereinsvorsitzende Martina Thiele in ihren Grußworten die Freude auf die neue Kameliensaison zum Ausdruck brachte und dem Stadtgärtner und Vereinsmitglied Ingolf Kirschstein sowie den Mitgliedern des Heimatvereins für die gute Vorbereitung der Ausstellungswochen dankte, stellte Bürgermeister Lindner die nun zwölfwöchige ehrenamtliche Absicherung der Öffnungszeiten des Kamelienhauses durch die Mitglieder des Heimatvereins heraus. Im Namen der Stadt bedankte er sich für dieses gelebte Ehrenamt, welches die Besucher sehr schätzen sollten. Wie Martina Thiele weiter mitteilte, freut sich der Heimatverein nun auf viele Besucher, wobei das Vorjahresergebnis von 4000 Besuchern auch in diesem Jahr wieder als Ansporn zu verstehen ist.

Das Kamelienhaus steht nun bis zum 05. April 2020, jeweils samstags und sonntags in der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr, für die interessierten Besucher offen. Darüber hinaus können Sonderbesichtigungszeiten für Gruppen über den Verein (Tel.: 0151/70110151) vereinbart werden.

 

… als Zeichen für Vertrauen und Einvernehmen

Roßweins Bürgermeister Veit Lindner lud am 10. Januar wieder zu seinem alljährlichen Neujahrsempfang in den großen Rathaussaal ein. Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Hubert Paßehr und Peter Krause empfing er die zahlreichen Gäste bereits vor dem Saal und begrüßte jeden Einzelnen von ihnen mit Handschlag.

In seiner Rede zu diesem Festakt bezog er sich nochmals auf dieses Begrüßungszeremoniell und machte deutlich, was er damit verbindet. Es sollte ein Zeichen für Vertrauen und Einvernehmen an jeden einzelnen Gast sein, verknüpft mit der Hoffnung, gemeinsam das Beste für die Stadt zu leisten.

Und in diesem Satz lag schon ein erster Hinweis auf das bevorstehende Schul- und Heimatfest, dass ohne die Hilfe der aktiven Kräfte dieser Stadt undenkbar ist. Dass sich die anwesenden Straßenbürgermeister sowie eine Reihe hiesiger Unternehmer ihrer Rolle dabei wohl bewusst sind, konnte man im Laufe des Abends bei vielen Gesprächen hören.

Bürgermeister Lindner gab in seinen Ausführungen auch wieder einen Abriss über das Stadtgeschehen im vergangenen Jahr. So informierte er darüber, dass mit der Sanierung der Bücke und Wanderwege im Zweiniger Grund inzwischen die letzten Beseitigungsmaßnahmen der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 abgeschlossen werden konnten. Außerdem wurde der Funktionsbau im Roßweiner Stadion übergeben, und die Abwicklung des 1. Bauabschnittes der Gundschulsanierung erfolgte ebenfalls. Er sprach von Sanierungsarbeiten in Kindereinrichtungen, an Straßen und nicht zuletzt vom Otzdorfer Spielplatz, der sich zu einem Platz der Begegnung in dem Ortsteil entwickelt hat. All die zahlreichen Maßnahmen wurden mit investiven Mitteln in Höhe von 3,3 Millionen Euro realisiert und verbessern die Infrastruktur unserer Stadt.

Zu laufenden Bauvorhaben führte Veit Lindner aus, dass im August 2019 gleich zwei Bauanträge durch zwei Projektträger für Pflegeeinrichtungen an die Stadt Roßwein gestellt wurden. Eines der Projekte (Am Baderberg) wird bereits baulich umgesetzt. Das Projekt, welches den Umbau des Studentenwohnheimes vorsieht, liegt derzeit aufgrund der fehlenden Baufreigabe durch das Landratsamt noch „auf Eis“.

Was das Marktbild prägende „Herkules-Gebäude“ angeht, da schreiten die Bausicherungsarbeiten fort. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen altersgerechte Wohnungen entstehen, berichtete der Bürgermeister weiter.

Um aber auch die Wiederbelebung innerstädtischer Gebäude voranzutreiben, hat die Stadt Roßwein ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. Durch finanzielle Vorteile beim Erwerb eines Stadthauses soll dem Gebäudeleerstand in der Innenstadt entgegengewirkt werden. Es wäre wünschenswert, dass dieses Programm noch mehr Interessierte anlockt, so der Bürgermeister. Mit der Veräußerung von Eigenheimbauplätzen hingegen war Roßwein im vergangenen Jahr erfolgreich. Überwiegend aus den angrenzenden Großstädten zogen junge Familien nach Roßwein. Nicht zuletzt war das auch ein Grund dafür, dass die Bevölkerungszahl im vergangenen Jahr nicht schrumpfte.

Bürgermeister Lindner blickte in seinen Ausführungen auch auf den 2019 erstmals aufgelegten Bürgerhaushalt und berichtete dazu stellvertretend für die zahlreichen Einzelprojekte aktiver Bürger, über die Filmabende im Ortsteil Ullrichsberg und den Zaunbau am Vereinsgelände des Heimatvereins Niederstriegis. Gemeinschaftssinn, Eigenverantwortung und die Belebung von sozialen Kontakten profitieren ungemein von dieser Finanzierungsmöglichkeit

Er berichtete außerdem über Vereinsaktivitäten und –jubiläen, sowie über kulturelle Angebote für alle Altersklassen und Interessenlagen in der Stadt, wie z.B. die mit über 4000 Besuchern überaus erfolgreiche Kameliensaison 2019, das erste Vereinswochenende – welches in diesem Jahr eine Neuauflage erlebt, die Ortsteiljubiläen von Wetterwitz und Wettersdorf, das Weinfest als Publikumsmagneten, das 120jährige Vereinsjubiläum der Chorgemeinschaft „Frisch Auf“ e.V., das 25 jährige Jubiläum des Jugendhauses Roßwein e.V., das 15jährige Jubiläum des Kräuterlehrgartens.

Zur Wirtschaftslage der Stadt äußerte sich der Bürgermeister positiv. Dabei erwähnte er, dass im Zentrum für Aufzugstechnik (ZFA) im vergangenen Jahr wieder 270 Seminarteilnehmer begrüßt werden konnten, nachdem der Aufzugsturm wieder vollständig funktionstüchtig ist. Das Gewerbegebietsfest lockte 2019 insgesamt über 2000 Besucher an und bot neben Beschäftigungs- und Speiseangeboten auch die Möglichkeit, sich einen Überblick über Ausbildungsangebote zu machen. Allerdings sieht der Bürgermeister auch auf die Roßweiner Unternehmen zukünftig einen Fachkräftemangel zukommen. Im Vergleich zum produzierenden Gewerbe hält Veit Lindner die Gegebenheiten für den innerstädtischen Einzelhandel für ungleich schwieriger. Der steigende Onlinehandel macht den Händlern zu schaffen und dennoch, so lobt der Bürgermeister, bieten sie den RoßweinerInnen verschiedene Aktionen an, so z.B. die Osteraktion, die Händlernacht und die „Roten Sitzbänke“.

Am Ende seiner Rede schloss Bürgermeister Lindner den Kreis und kam wieder auf das Schulfest und das 800-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Roßwein zu sprechen.

Am 13.06.2020 wird mit einer Festveranstaltung das Stadtjubiläum in den Mittelpunkt gerückt.

Das 45. Schul- und Heimatfest wird wie bisher unmittelbar vor den Sommerferien gefeiert. Die Aussage des Bürgermeisters, dass Straßengemeinschaften, die sich zu Vorbereitungsarbeiten treffen, bei ihm melden können und er dann einen Kasten Bier vorbeibringt, brachte ihm Szenenapplaus ein.

Dass es sich bei den Fichten, die zur Stadtschmückung vorgesehen sind, um Bäumchen handelt, die aus Schonungen herausgenommen werden, damit andere Bäumchen besser wachsen können, betonte der Bürgermeister dabei. Aber er deutete in diesem Zusammenhang auch an, dass in Zeiten der Klima- und Umweltschutzdiskussion so manche Tradition „neugedacht“ werden muss.

Das Thema Klimaschutz spielt für Roßwein auch dahingehend eine Rolle, dass die Wiederbelebung der Bahnstrecke unbedingt angeschoben werden und realisiert werden muss. Bürgermeister Lindner richtete in diesem Zusammenhang einen Appell an Thomas Kranz vom Landratsamt Mittelsachsen, der an diesem Abend zu Gast war. Auch bat der Bürgermeister darum, dass bestimmte Buslinien bis nach Roßwein erweitert werden und damit den RoßweinerInnen auch die späte Rückreise von Kulturveranstaltungen aus den umliegenden Städten ermöglicht würde.

Mit guten Wünschen für das Jahr 2020 an alle Anwesende endete die Rede des Bürgermeisters und es folgte die Verleihung der Ehrenmedaillen an Herrn Jens Funke und an die beiden Geschäftsführer der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH Walter Stuber und Dirk Eckart.

Roßweiner Ehrenmedaille – Jens Funke

Bernd Trommer trat nun ans Mikrofon und hielt die Laudatio für den Niederstriegiser Jens Funke.

Herr Trommer beschrieb Jens Funke als einen engagierten Menschen, der schon in den achziger Jahren aktives Feuerwehrmitglied und Vorstandsmitglied in der BSG war. Heute ist er der Vereinsvorsitzende des Sportvereins Grün Weiß Niederstriegis e.V. und maßgeblich an der Gestaltung des Ortsteilgeschehens beteiligt. In den vergangenen Jahren wirkte er auch im Gemeinde- und Ortschaftsrat Niederstriegis mit. Die hohen Wählerzahlen, die er dabei immer auf sich vereinen konnte, zeugten davon, dass die Niederstriegiser wissen, was sie an ihm haben.

Scherzhaft bemerkte Herr Trommer, dass das große Engagement, welches Jens Funke für den Sportverein an den Tag legt, seine Freunde zu Bemerkungen wie „Er hat seinen zweiten Wohnsitz im Sportlerheim“ verleitet. Um so schmerzlicher war es für Herrn Funke, als er 2002 mit dem Hochwasser nicht nur seine Arbeitsstätte, sondern auch die Sportanlage in Niederstriegis verlor. Doch Jens Funke krempelte – nicht nur sprichwörtlich – die Ärmel hoch und baute das Sportlerheim und die gesamte Anlage wieder auf. Bernd Trommer beschrieb Jens Funke als einen, dem sein Ort am Herzen liegt, einer der Sachen anschiebt und sich nicht von Bedenken zurückhalten lässt.

Im Jahr 2019 tritt Jens Funke nicht mehr als Stadtrat an und konzentriert seine Kraft auf seinen Heimatort.

  

Leider konnte er nicht persönlich an dem Neujahrsempfang teilnehmen, so dass seine Frau Sylvia Funke stellvertretend für ihn den Roßweiner Ehrenpreis entgegennahm. Dabei bedankte sie sich bei all jenen, die den Auszeichnungsvorschlag unterstützt haben und den Stadträten, welche die Ehrung letztlich beschlossen.

Roßweiner Ehrenmedaille – Walter Stuber und Dirk Eckart, beide Geschäftsführer der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH

Die Laudatio für beide Geschäftsführer des Roßweiner Unternehmens hielt Jens Fiedler, Exklusiv Director BNI (Business Network International). In einer kurzweiligen Rede beschrieb Herr Fiedler, wie vor fünf Jahren, nur durch einen Telefonanruf eines jungen Mannes aus Roßwein, ein reger Kontakt und Gedankenaustausch begann.

Heute sind Dirk Eckart (der an diesem Tag auch Geburtstag hatte) und Walter Stuber zwei unkonventionelle und extrem engagierte Mitglieder im BNI. Sie bereichern mit vielen Innovationen und einer bemerkenswerten Mitarbeiterphilosophie das BNI und werden dafür hoch geschätzt. Er bezeichnet die beiden Geschäftsführer als beeindruckende Netzwerker und würdigt auch das Engagement in der heimischen Region. Als Beispiele führt er u. a. den Besuch des Sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig in der Gerüstbaufirma an sowie die Unterzeichnung eines Lehrvertrages mit einer Schülerin der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen „Albert Schweitzer“, die sich innerhalb des Unternehmens zum besten Lehrling entwickeln konnte. Damit dies möglich war, setzte sich die Geschäftsleitung bei der IHK für ein geeignetes Ausbildungsprofil ein. Die Unterstützung von Roßweiner Vereinen und Initiativen gehört ebenso zu den Aktivitäten zugunsten des Gemeinwesens.

Jens Fiedler betonte am Ende seiner Rede, dass wirtschaftlicher Erfolg und ein große Engagement für die Allgemeinheit sich nicht ausschließen. Dies zeigen nicht zuletzt die Verleihung des „Großen Preises des Mittelstandes“ und die Verleihung des „TAMP Award“, sondern auch die nunmehr dritte Auszeichnung – die Roßweiner Ehrenmedaille.

Dirk Eckart bedankte sich auch im Namen seines Geschäftspartners für die Auszeichnung und bemerkte, dass er nun doch recht überrascht sei. Eigentlich hätte er ja heute Geburtstag und wollte dem Neujahrsempfang fern bleiben, aber ihm wurde so eindringlich ans Herz gelegt, doch zu kommen und darüber hinaus auch noch ein Jackett anzuziehen, so dass er seine Pläne letztlich änderte.

Dem Tippgeber „in Sachen Jackett“ dankte er nochmals und er betonte abschließend, dass die Roßweiner Ehrenmedaille auch eine Auszeichnung für die Ehefrauen sei, „…die zwar nicht immer die Begeisterung für unsere neuen Ideen teilen, uns aber immer machen lassen…“.

Die Musik des Abends

Der musikalische Rahmen an diesem Abend wurde von dem Ensemble Nobiles gestaltet und bereitete den Anwesenden allergrößtes Hörvergnügen.

Die fünf a capella Sänger sind in Roßwein längst keine Unbekannten mehr. Der Marbacher Lucas Lomtscher ist das Bindeglied nach Roßwein. Und nun wollen zwei der Sänger die Bindung an Roßwein noch verstärken. Lucas Lomtscher und Paul Heller planen, in der stadtbekannten Villa Bauch eine Musik-Akademie einzurichten. Den Segen der Besitzer Susanne und Axel von Erffa haben sie bereits dafür. Seminare für kleinere Musikgruppen, Tonaufnahmen etc. sollen in den herrschaftlichen Räumen der Villa stattfinden.

Die beiden Sänger Lomtscher und Heller wendeten sich direkt an die Anwesenden mit dem Angebot, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Für Nachfragen wurden Kontaktkarten verteilt: Musik-Akademie Villa Bauch, c/o Ensemble Nobiles, Schwägrichenstraße 9, 04107 Leipzig, Mail: email hidden; JavaScript is required.

Ein großes Dankeschön….

… richtete der Bürgermeister abschließend an die Sänger des Ensembel Nobiles, an die Schülerinnen und Schüler der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen „Albert Schweitzer“, welche eifrig den Getränke-Service an diesem Abend übernahmen, an ihre Lehrerinnen Frau Bromberger und Frau Härtling, die den Einsatz koordinierten und an die MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung, welche am Gelingen des Empfangs beteiligt waren. Nachdem er mit den anwesenden Gästen das Glas erhob, wünschte er allen einen Abend voller guter Gespräche, nicht zuletzt auch im Sinne des bevorstehenden Schulfestes.

   

 

Alle Feuerwehrtechnik interessierten Einwohner werden hiermit von der Feuerwehr Roßwein ganz herzlich zu einer Schnupperteilnahme an der Feuerwehrausbildung eingeladen.

Der riesige Tresor, welcher bisher die Rückwand des Einwohnermeldeamtes zierte, wurde nun innerhalb von zwei Tagen (07./08. Januar 2020) aus dem Rathaus bugsiert und zur Verschrottung verladen. Bereits im September letzten Jahres kam der sach- und fachkundige Hamburger Oliver Diedrichsen als „Panzerknacker“ nach Roßwein und lüftete nach insgesamt sieben Stunden das Geheimnis des riesigen Panzerschrankes im Einwohnermeldeamt. Im Tresor selbst befanden sich Modemagazine und Schnittmusterbögen aus der DDR-Zeit sowie  einige Dokumente der Bibliothek, welche ehemals in den Räumen des jetzigen Einwohnermeldeamtes untergebracht war. Bei dem Kraftakt bestand die Aufgabe für Jürgen Beyer, Inhaber der Spedition für Geldschrank- und Tresortransporte aus Markersdorf in der  Oberlausitz den tonnenschweren Tresor aus dem Rathaus zu transportieren. Zunächst musste das Ungetüm zweimal gedreht werden. Dabei wurde das Stahlkoloss zunächst auf den Rücken gelegt und dann auf die Linksseite gedreht. Schon das stellte sich als keine einfache Aufgabe dar, waren doch die Mitarbeiter von der Größe und dem Gewicht des Tresors überrascht und schätzten das Gesamtgewicht des Stahlschrankes auf knapp sechs Tonnen. Mit Flaschenzügen und Spezialtechnik wurde der schwere Geldschrank dann in Richtung Tür gezogen. Dabei war Millimeterarbeit von Nöten, da nur 10 – 15 mm Luft vorhanden waren, um den Schrank durch den Türrahmen des Einwohnermeldeamtes zu ziehen. Danach wurde der Panzerschrank wieder mit Rollen und Brechstangen in die richtige Position gebracht, um ihn dann aus dem Flur durch die Haupteingangstür zur Verlademöglichkeit zu bringen. An der Rathaustreppe wurde ein Podest errichtet, auf das der Panzerschrank über Stahlplatten und Rollen geschoben und gezogen wurde.

Von dort konnte der Geldschrank letztlich mit einem Kran auf den bereitstehenden Lastwagen gehoben und abtransportiert werden. Jürgen Beyer schätzt das Alter des tonnenschweren Schrankes auf knapp 100 Jahre, welcher einst von der Firma Carl Kästner Geldschrankfabrik und Tresorbau-Anstalt in Leipzig gebaut wude. Vermutlich im Jahre 1931, als im Bürgerbüro noch die städtische Sparkasse untergebracht war, fand der Tresor seinen Weg ins Rathaus. So fanden die Mitarbeiter des Transportunternehmens beim Ausbau des Geldschrankes mehrere Dokumente, welche auf das Aufstelldatum des Tresors am 31. Juli 1931 hinweisen.

So lag unter dem Panzerschrank ein kleiner historischer Schatz, welcher aus einem alten Roßweiner Anzeiger, mit Datum 31. Juli 1931, eine Zeitung vom Turnerbund Roßwein sowie einige Ausgaben des Berliner Börse-Couriers und eine Deutsche Sparkassenzeitung bestand. Darüber hinaus konnten die Mitarbeiter des Rathauses ein Informationsheft über deutsche Rentenwerte als Kapitalanlage, einige Bastelbögen für Sparkassen sowie einen Briefumschlag mit dem Geleitwort zur Tresoraufstellung und einen Umschlag mit Hartgeld entgegennehmen. Nachdem nunmehr das Einwohnermeldeamt von dem historischen und schweren Einrichtungsgegenstand befreit wurde, soll in diesem Jahr der neu entstandene Platz mit dem bisherigen Büro noch eine Umgestaltung erfahren.

 

 

Am Montag, d. 06. Januar 2020, eröffnete Abdullah Tosuner einen neuen Imbiss im Geschäftshaus Querstraße/Ecke Dresdener Straße. Mit der Namensgebung Bosporus für das neue Gastronomieangebot in der Stadt schlägt der rührige Geschäftsinhaber einen Bogen zu seinem Geburtsland. Bereits 1990 kam Abdullah Tosuner nach Ostdeutschland und eröffnete zunächst in Dresden einen Obst- und Gemüsehandel. Später betrieb er einen Dönerimbiss in Siebenlehn und wechselte schließlich 2005 mit seinem Hauptgeschäft in die Kreisstadt Freiberg. Dort betreibt er seit 15 Jahren erfolgreich seinen Imbiss und war auf der Suche nach einer Investitionsmöglichkeit, welche ein weiteres Standbein, aber auch Mieteinnahmen für den Unternehmer bringen sollte. Diese Möglichkeit hat er mit dem Grundstück an der Querstraße vor zwei Jahren gefunden und baute das Geschäftshaus nach seinen Vorstellungen um. Während die grundhafte Sanierung der Wohnungen im Haus noch etwas andauert, ist die der Geschäftsräume vollumfänglich abgeschlossen, welche nun feierlich eröffnet werden konnten. So wartet der neue Imbiss mit einem großzügig gestalteten Sitzbereich und einem mit Granitgestein verkleideten Verkaufstresen und Pizzaofen auf die Kundschaft, wobei eine große Tafel über dem Verkaufstresen auf das Angebot, welches vom Döner über Salate bis hin zu verschiedenen Pizzen reicht, hinweist. Täglich können die Einwohner von 10.30 bis 22.00 Uhr den Imbiss aufsuchen und sich von seiner Qualität überzeugen. Gemeinsam mit zwei Angestellten freut sich der Geschäftsinhaber Abdullah Tosuner auf die neue Herausforderung in Roßwein und vor allem auf die Gäste, deren Wünsche das Team gern erfüllen möchte.

 

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen

CHEMNITZ, 7. JANUAR 2020

Mit dem Kombiticket zur Messe
Eintrittskarte können auch als Fahrausweise genutzt werden
– Publikumsmesse „Reisen & Caravaning“ und „Freiträumer“ am
Wochenende
– Ticket gültig am jeweiligen Veranstaltungstag bis Mitternacht
– Ganzer Verbundraum inklusive

Chemnitz – Die Messe Chemnitz startet mit einem Doppelpack ins neue Jahr: Vom 10. bis 12. Januar steht die beliebte Publikumsmesse „Reisen & Caravaning“ im Veranstaltungskalender. Dazu kommt die Veranstaltung „Freiträumer“ mit Vorträgen zu Alaska und Russland am 11. sowie 12. Januar.

Die Besucher der Publikumsmesse und der Veranstaltung können ihre Eintrittskarten gleichzeitig als Fahrschein für die Verkehrsmittel des Öffentlichen Personennahverkehrs im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) nutzen. Das Kombiticket gilt am jeweiligen Messe- bzw. Veranstaltungstag zur einmaligen An- und Abreise bis Mitternacht.

So geht es: Das Ticket einfach bei Busfahrer, Kontrolleur, Zugbegleiter vorzeigen und die entspannte Fahrt zur Messe ohne nervende Parkplatzsuche genießen.

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen, VMS, umfasst auf rund 5000 Quadratkilometern die Landkreise Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen, die Städte Chemnitz und Zwickau. Wir schaffen mit dem Nahverkehrsplan die Rahmenbedingungen für moderne und attraktive Angebote mit Bus und Bahn, arbeiten bei der Umsetzung mit 24 Verkehrsunternehmen zusammen. Wir koordinieren die Bus‐ und Bahnangebote für einfaches Umsteigen und verbinden Städte und Gemeinden mit einheitlichen Tarifen innerhalb des Verbundes. Als Aufgabenträger bestellen wir bei sieben Eisenbahnver- kehrsunternehmen rund neun Mio. Zugkilometer. Wir realisieren gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und den Kommunen das Chemnitzer Modell für eine unkomplizierte und schnelle Straßenbahn/Zug‐Verbindung
zwischen Chemnitz und der Region. Wir organisieren für rund 42.500 Schüler die Beförderung zu den Schulen in den Landkreisen Mittelsachsen, Zwickau und Erzgebirgskreis. Die Verkehrsunternehmen im VMS mit 4.000 Mitarbeitern bedienen mit rund 1.000 Bussen, 110 Straßenbahnen, 80 Eisenbahnen und einer Drahtseilbahn knapp 4.800 Haltestellen. Die Verkehrsunternehmen befördern dabei rund 80 Mio. Fahrgäste pro Jahr im VMS‐Tarif.