In der Sitzung des Stadtrates am 16. Mai 2019 war der Leiter des Polizeireviers Döbeln, Herr Andrée Wagner zu Gast und stellte die Kriminalitätsstatistik für Roßwein und die Ortsteile für das Jahr 2018 vor.

Wie Herr Wagner gleich zu Beginn feststellte, steht die Stadt Roßwein im Vergleich zu anderen Städten im Altkreis Döbeln gut da, was die Zahl der Straftaten angeht. Roßwein hätte hinter Großweitzschen und Ostrau die drittniedrigste Kriminalitätsrate im Altkreis Döbeln. Der hergestellte Ordnungszustand in der Stadt sei so auch ein Verdienst von Verwaltung und Politik, die in Roßwein betrieben wird, bemerkte Andrée Wagner zu Beginn seiner Ausführungen. Insgesamt wurden in dem Jahr 2018   194 Straftaten durch die Polizei aufgenommen. Die Entwicklung sei jedoch eine gute, da im Jahre 2012 noch 309 Straftaten, im Jahre 2013   288 und auf dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise 2015/2016   339 Straftaten registriert wurden.

Von den 194 Straftaten in 2018 konnten 119 aufgeklärt werden, wobei diese Quote weit über dem Sachsendurchschnitt liegt. Die 119 aufgeklärten Straftaten konnten 110 Tätern zugeordnet werden, welche dabei mehrfach in Erscheinung traten und vor allem nicht alle in Roßwein und den Ortsteilen wohnten. Interessant hierbei ist auch die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen: „Nur vier hatten einen ausländischen Hintergrund; stammten aus Indien, Kroatien, Syrien oder Tschechien“, erklärte Andrée Wagner. Straftaten gegen das Leben gab es in 2018 keine, im Gegensatz zum vorangegangenen Jahr auch keine Tat von sexuellem Missbrauch gegenüber Kindern.

Raubstraftaten waren in 2018 nicht zu verzeichnen und die Körperverletzungen im Vergleich zu 2017 sind deutlich zurückgegangen – von 35 auf 16.

Einen leichten Anstieg gab es hingegen bei Diebstählen, welche um vier auf 58 Fälle anstiegen. Die Aufklärungsquote liegt für Roßwein bei 36%, was zunächst niedrig anmutet, jedoch im Vergleich zum Sachsendurchschnitt, der zwischen 20 und 25% liegt, relativ hoch ist. Ein größeres Thema in Stadt stellen die Sachbeschädigungen dar, welche vom eingetretenen Gartenzaun über Schmierereien bis hin zu zerstochenen Reifen reichen. Hier gab es eine Steigerung von 32 auf 43 Fälle in 2018.

In seinen Schlussworten bestärkte Andrée Wagner die Stadträte und bat hier, um Möglichkeiten zu sorgen, das Ordnungsamt der Stadt noch etwas zu stärken. Mit dem neuen Polizeigesetz, welches ab Herbst 2019 erwartet wird, würden weitere Aufgaben in die Verantwortung der Kommunen übertragen, wobei hier die Finanzierung durch den Freistaat noch in den Sternen steht. Wie der Polizeichef weiter ausführte, wird das neue Polizeigesetz auch die Planstellen für den Vollzugsdienst im Döbelner Polizeirevier erhöhen, woraus auch die Stadt Roßwein ihren Nutzen ziehen wird.