In der Sitzung des Stadtrates am 24. September 2020 wurden Kerstin und Jens Pigorsch zu den Wanderwegewarten der Stadt Roßwein berufen. Der bisherige Wanderwegewart Reinhard Senf bat zuvor, aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen um Enthebung aus diesem, für die Stadt wichtigen Ehrenamt. Kerstin und Jens Pigorsch, selbst passionierte Wanderer, übernahmen nun den Staffelstab aus den Händen von Reinhard Senf und werden die bisherige Arbeit in gewohnter Qualität fortführen und den modernen Anforderungen anpassen. Die Familie hat, aufgrund der großen Leidenschaft, in den zurückliegenden Jahren auf Spaziergängen und Wanderungen in anderen Wandergebieten Erfahrungen gesammelt, welche sie nun auch in Roßwein und der Region um die Stadt umsetzen wollen. So sollen in den nächsten Jahren regelmäßige Kontrollen aller Wanderwege durchgeführt und Rundwanderwege mit verschiedenen Themenschwerpunkten ausgeschildert werden. Die Rundwanderwege sollen dabei digitalisiert und mit Hilfe entsprechender Apps für die Smartphone-Nutzung aufgearbeitet werden. Mittels QR-Code, welchen die Spaziergänger oder Wanderer auf Wandertafeln oder Flyern finden sollen, gelangt man dann auf die Homepage der Stadt und von dort auf die konkrete Wegbeschreibung und touristische Highlights entlang der jeweiligen Wanderung. Dass der zukünftige Nutzer bereits vor Antritt der Wanderung genau weiß, welche Höhenmeter, Distanzen und Gesamtdauer der Wanderung er einplanen muss, ist dabei selbstverständlich. Bis Ende des Jahres wollen die neuen Wanderwegewarte bereits erste Ergebnisse vorlegen. Etwa zehn Runden haben sie bisher schon im Blick und wollen alte, historische Wanderrouten mit integrieren. Zwischen fünf und maximal 15 Kilometer lang sollen die Rundwege werden, um deren Instandsetzung sich Kerstin und Jens Pigorsch auch gleich persönlich kümmern wollen. Zum einen arbeitet Jens Pigorsch auf dem Roßweiner Bauhof und stellt einen kurzen Weg zur Hilfe und Unterstützung her, und zum anderen soll die Zusammenarbeit mit der Verschönerungsinitiative der Stadt Roßwein vertieft werden, um Synergien für alle Nutzer zu erreichen. Kleinere Schäden werden Kerstin und Jens Pigorsch bei ihren Kontrollwanderungen gleich selbst beheben. Hoffen wir, dass alles neu Angelegte und Geschaffene sowie die Bemühungen aller Beteiligten in Zukunft auch wertgeschätzt und nicht durch Vandalen oder Übermut regelmäßig zerstört werden. Ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit mit der Verschönerungsinitiative war dabei, die Wanderwegzubringung zum Hartenberg wieder zur Nutzung freizulegen, welche in den zurückliegenden fünf Jahren nicht begehbar war. Speziell im Bereich Hartenberg wird das Paar auch in Zukunft von Günter Zeugfang unterstützt, welcher sich als Wanderwegewart vor allem für den Hartenberg ins Zeug legt. Der zukünftigen Wanderwegewart-Familie wünschen wir auf diesem Weg nochmals alles Gute und stets viel Freude bei der Ausführung ihrer ehrenamtlichen Aufgabe und bedanken und nochmals für die Bereitschaft.