Wie in jedem Jahr gedenken an diesem Tag viele Menschen in der ganzen Welt der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Völker und Nationen. Nur in diesem Jahr ist alles etwas anders. Viele große Gedenkfeiern wurden aufgrund der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen durchgeführt, viele fielen auch ganz aus.

Auch in Otzdorf stand die Frage, soll eine Gedenkveranstaltung stattfinden oder nicht? Ein Verzicht konnte jedoch nicht gewollt sein. Die Erinnerung an die Toten aus den beiden Weltkriegen und den Bürgerkriegen unserer Tage, der Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung sowie derer, welche durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind, soll wach gehalten werden. Aus diesem Grunde trafen wir uns gemäß der Corona-Verordnung im kleinen Kreis, stellvertretend für die sonst teilnehmenden Gäste, am Kriegerdenkmal. Unser Bürgermeister, Herr Veit Lindner, sprach einige Worte zum Gedenken und erinnerte an die grausamen Kriege.

Für uns ist es nach wie vor wichtig, dass das Geschehene aus den Kriegen und den gegenwärtigen kriegerischen und gewalttätigen Auseinandersetzungen in Erinnerung und Mahnung zugleich bleiben. Die Menschheit sollte nicht wegsehen und vergessen. Nur wir können durch unser Handeln und unsere Aufmerksamkeit aufkeimender Gewalt und Hass entgegenwirken.

Unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.

Heiner Richter