Der Roßweiner Heimatverein lud anlässlich seines 20-jährigen Vereinsjubiläums am 15. September 2018 seine Gäste in den großen Rathaussaal ein.

Kooperationspartner und Unterstützer, wie z.B. Vertreter der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft e.V., Bürgermeister Veit Lindner und sein Stellvertreter Peter Krause sowie Sponsoren, nahmen die Einladung an und überbrachten ihre Glückwünsche den Vereinsmitgliedern persönlich.

Mitglieder des Roßweiner Posaunenchores gestalteten den musikalischen Rahmen der Veranstaltung. Dabei nahmen sie ihre Plätze auf der Empore des Rathaussaales ein. Diese Position erwies sich nicht nur optisch als Glücksgriff, sondern lies an der Klangqualität nichts zu wünschen übrig.

Die Festansprache hielt die Vereinsvorsitzende Martina Thiele und sie erinnerte gleich zu Beginn an die erste Stunde des Heimatvereins Roßwein e. V. Unter der Leitung von Günther Hanisch fand damals am 15. Januar 1998 in der Gaststätte „Zur Geige“ die Gründungsveranstaltung statt. Nun, 20 Jahre später, können die Mitglieder auf unzählige ehrenamtlich geleistete Stunden zu den verschiedensten Projekten verweisen. Martina Thiele bezog sich dabei auch auf die Wiedererrichtung der Postmeilensäule, diese gehörte wohl zu den größten und finanziell anspruchsvollsten Projekten. Hier stellte sie auch das besondere Engagement des Heimatfreunds Günther Hanisch heraus, der durch seinen leidenschaftlichen Einsatz gemeinsam mit dem Heimatverein das Projekt zum Abschluss brachte.
Von Anfang an widmeten sich die Mitglieder des Heimatvereines auch dem Schutz und der Pflege der Roßweiner Kamelie. Alljährlich stehen die Vereinsmitglieder von Januar bis März den tausenden Besuchern des Kamelienhauses im Wolfstal Rede und Antwort. Dabei geht es nicht nur um die berühmte 200-jährige Kamelie, sondern auch um all die anderen Kameliensorten, die mit der Zeit die Kamelienschau bereichern. Mit den gesammelten Spendengeldern ist es ihnen nun auch gelungen, die zweite Dachhälfte des Gewächshauses zu erneuern.
Martina Thiele führte noch weitere Aktionen und Projekte an, mit deren Hilfe sich bisher entweder die Roßweiner Kinder in den Ausstellungen des Heimatvereins ein Bild von den vergangenen Zeiten ihrer Heimatstadt machen konnten, oder aber die Erwachsenen im Rahmen von thematischen Stadtführungen viel über die Gebäudegeschichten erfuhren.
Sie wand sich in ihrer Rede aber auch an all die anderen Vereine und lokalen Akteure, die mit dazu beitragen, dass eine Vielfalt von Veranstaltungsangeboten das Stadtleben bereichern, und deshalb lässt sie auch den Satz: „Es ist ja nichts los in Roßwein.“ nicht gelten.

Bürgermeister Veit Lindner fand in seiner Rede viele Worte des Dankes für das unermüdliche Wirken der Mitglieder des Heimatvereins und beschrieb, an welchen Stellen er nicht mehr aus der Stadt wegzudenken ist. Bei all seinen Aufzählungen erwähnte er auch die gute Tradition des Nachtwächter-Rundganges. Neben Reinhard Senf zog sich in der Vergangenheit auch Richard Thiele den grauen Umhang über. In guter Tradition, ausgestattet mit einer Laterne und einem großen Hut, führt er bis heute seine Zuhörer zu interessanten Orten in der Innenstadt und berichtet aus alten Zeiten. Für seine Rede hatte der Bürgermeister noch eine besondere Überraschung vorbereitet. In Absprache mit dem Roßweiner Stadtrat überreichte er den diesjährigen Roßweiner Ehrenamtspreis in der Kategorie „Brauchtum“ nicht erst Ende September am Ehrenamtstag, sondern nutzte gleich die Vereinsfeierlichkeiten dafür.

Martina Thiele ergriff abschließend noch einmal das Wort und zitierte August Bebel mit den Worten
„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“.
Sie zog Parallelen zur Arbeit des Heimatvereines in dem sie sagte: „Ich glaube diese Worte treffen auch auf unsere ehrenamtliche Forschungsarbeit zu. Wir kramen in der Vergangenheit, versuchen die Gegenwart zu verstehen und geben alles, um die Zukunft mitzugestalten.“

Heimatverein feiert sein

Bevor die Gästen dann zu einem Glas Sekt und einem Buffetbesuch eingeladen wurden, wies Frau Thiele noch auf die Jubiläumsbroschüre „Heimatverein Roßwein e.V. – Jeder hat eine Geschichte… 20 Jahre 1998 – 2018“ hin. Aufwendig und ansprechend präsentiert sie die Vereinsgeschichte. Das die Broschüre in dieser Qualität erstellt werden konnte, dafür haben Frau Ursula Schlupeck, Frau Mandy Benedix und Frau Petra Klemm gesorgt. Der Heimatverein dankte Ihnen herzlich dafür mit einer kleinen Aufmerksamkeit.

Nachdem der Posaunenchor das letzte Musikstück vorgetragen hatte, verbrachten die Anwesenden noch einen kurzweilige und heitere Zeit mit angeregten Gesprächen und vielen Anekdoten.
Nochmals einen herzlichen Glückwunsch zum „Zwanzigsten“ an den Heimatverein und vielen Dank für das große ehrenamtliche Engagement zugunsten unserer Stadt.