Über 30 Vereine aus ganz Deutschland mit mehr als 270 Startern waren der Einladung des Universitätssportvereins (USV) der TU Dresden zum Wettkampf des Orientierungslaufes in die Stadt Roßwein gefolgt.

Aufgrund der Empfehlung von Karsten Lehmann aus Etzdorf war der Verein auf die Stadt Roßwein gekommen und schätzte dabei die vielen Steigungen, verwinkelten Gassen und Straßen im Stadtgebiet. Insgesamt neun verschiedene Routen konnten in Roßwein gelaufen werden, wobei diese den Teilnehmern vorher natürlich unbekannt waren. Sie navigierten sich mit Karte und Kompass durch die Stadt, wobei ein Chip die gelaufene Zeit erfasste und das Aufsuchen verschiedener Kontrollpunkte aufzeichnete. Anhand der dann ausgelesenen Daten zeigte es sich, ob die Strecke vorschriftsgemäß gelaufen und alle Kontrollpunkte angesteuert wurden. Da die von den Läufern geführte Karte keine Straßennamen enthielt, mussten die Sportler nach Kompass laufen, um die gewählte Route auch zu finden. Dabei trugen sie die Karte zusammengefaltet in einer leicht zugänglichen Tasche in der Sportbekleidung und hatten diese somit immer greifbar. Die Meisterdichte war bei den Läufern in Roßwein recht hoch. So startete Reinhard In der Stroth, welcher 1979 den DDR-Meister für seinen Verein Dynamo-Nord Karl-Marx-Stadt holte. Zwei Jahre zuvor errang   Helmut Konrad den Titel für die Hochschulsportgemeinschaft, welche den Vorgänger des heutigen Universitätssportvereins der TU Dresden darstellte. „Die DDR-Meister habe ich nie gezählt“, berichtete Helmut Conrad, welcher bereits sechs Seniorenweltmeistertitel erkämpfte und im kommenden Jahr in Riga wieder um den Titel laufen will.