Schiedsrichterlegende feierte Geburtstag

Die Roßweiner Schiedsrichterlegende Manfred Otto feierte am  09. August seinen 70. Geburtstag.

Neben seiner Familie gratulierten vor allem Freunde vom Roßweiner Sportverein dem Jubilar, welcher mit seinen 42 Jahren Mitgliedschaft im Verein als treuestes Mitglied der Abteilung Fußball bezeichnet werden kann. Fast 50 Jahre lang war er Übungsleiter und Schiedsrichter, seit 1988 ist er Schiedsrichterbeobachter und diese Funktion übt er für den Roßweiner Sportverein und den gesamten Verband noch heute aus.

So hat der gebürtige Hallenser 1968 bei der Betriebssportgemeinschaft Porzellan Lettin als Übungsleiter begonnen und nur ein Jahre später bereist die Trainerlizenz absolviert. Schon zu der Zeit begann seine Laufbahn als Schiedsrichter.

Manfred Otto heiratet seine Frau 1975 und zog mit ihr nach Roßwein. Schon eine Woche nach dem Umzug meldete sich Manfred Otto beim damaligen BSG Motor Roßwein an.

In der Roßweiner Teppichfabrik ging der sportbegeistere Schiri der Tätigkeit des Rohrschlossers nach und wurde später als Meister der Hauptmechanik eingesetzt.

Die Wochenenden waren zu der Zeit meist verplant, weil Manfred Otto als Trainer oder Schiedsrichter die Fußballspiele begleitete.

„Jetzt sei es etwas ruhiger geworden“, versicherte die immer noch aktive Roßweiner Schiedsrichterlegende aus Roßwein.

Noch immer leistet Manfred Otto jährlich 15 Auswärtseinsätze als Schiedsrichterbeobachter bei Kreisliga- und Kreisoberligaspielen. Hinzu kommen drei Schulungen pro Jahr, welche natürlich einiges an freier Zeit  in Beschlag nehmen. Wie Manfred Otto ausführt, sei die gezahlte Aufwandsentschädigung pro Spiel eher symbolischer Natur, da für ihn vor allem die schriftliche und sehr akribische Auswertung  der Beobachtereinsätze wichtig sei.  Die wichtigsten Punkte für ihn sind, dass die Schiedsrichter für die Spieler eine Autoritätsperson darstellen und keinerlei regeltechnischen Fehler zulassen. „Als Referee ist man quasi der Polizist auf dem Spielfeld“, bringt es Manfred Otto auf den Punkt.

Als aktiver Schiri hat er hingegen selten die rote Karte gezeigt, wie Manfred Otto erklärte. „Das, was mit den Spielern zu regeln war, habe ich vorher geklärt“.

Verbale oder sogar Gewaltexzesse gegen Schiedsrichter, wie es heute manchmal in unteren Ligen gibt, hat er selbst nie erleben müssen.

Dass der Roßweiner Sportverein sich auch in Zukunft auf die Tätigkeit des Schiedsrichterbeobachters verlassen kann, unterstrich Manfred Otto, welcher noch die nächste Spielsaison aktiv sein möchte, sofern es das kaputte Knie zulässt.