In der Juniausgabe der Roßweiner Nachrichten erschien der Aufruf des Bürgermeisters an die Bürger*innen, Einflüsse durch die Corona-Pandemie auf ihr Leben und ihren Alltag aufzuschreiben und damit für nachfolgende Generationen ein Stück Zeitgeschichte zu erhalten.

Katrin Wobst aus Otzdorf sendete dazu nachfolgenden Beitrag und wir danken ihr dafür sehr herzlich. Nicht zuletzt weil ihre Geschichte ein Zeugnis davon ist, wie Menschen in Krisensituationen Ideen entwickeln, welche die Gemeinschaft fördern und für schöne Momente im Alltag sorgen.

Die Corona-Schlange in Otzdorf

Die Idee mit der Corona-Schlage fanden wir beim Stöbern im Internet und waren davon so begeistert, dass wir dachten, dieses probieren wir mal in unserem kleinen Dorf aus.

Unsere zwei Kinder Max und Trixi malten gleich jeweils 5 Steine an, so war der Anfang für die Schlange gemacht. Nun hofften wir, dass noch viele Steine dazukommen. Zuerst dauerte es etwas, doch dann wuchs die Schlange schnell. Nun sind es inzwischen ca. 160 Steine, alle auf ihre Art und Weise toll und farbenfroh gestaltet.

Dabei kommen die Steine nicht nur von den kleinen und großen Otzdorfern. Einer der Steine kam sogar per Post aus Bayern und dürfte damit wohl den weitesten Weg hinter sich gebracht haben. Er ist typischerweise mit einer Lederhose bemalt und wurde von unserer Tante auf die Reise geschickt.

Selbst jetzt, wo alles gelockert ist, wächst unsere Schlange noch weiter und es ist für uns alle immer eine schöne Überraschung, neue Steine zu entdecken. Wir danken denen, die sich schon an dieser Aktion beteiligten und laden alle anderen ein, auch einen schön gestalteten Stein unserer Corona-Schlange hinzuzufügen. (Gartenzaun – Grundstück neben der Otzdorfer Kirche)

Max, Trixi und Katrin Wobst und Marko Münch