1991 übernahm Werner Rüdiger die Familientradition des Schmiedebetriebes in Gleisberg. Die Nachfrage nach den traditionellen Dienstleistungen und Erzeugnissen aus dem Schmiede- und Schlossereisektor war zu dieser Zeit denkbar schlecht. Werner Rüdiger und Sohn Uwe Rüdiger sahen in der Fertigung von Fenstern eine neue, Erfolg versprechende Perspektive. 1996 wurde das Einzelunternehmen in die aktuelle Rechtsform, die Rüdiger Fensterbau GmbH, umgewandelt. 1998 folgte der Umzug zum jetzigen Firmensitz in der Starbacher Straße in Gleisberg. Dazu wurde eine ehemalige landwirtschaftliche Lagerhalle erworben und zur Produktionsstätte ausgebaut. Hinzu kam ein neu errichteter Verwaltungs- und Sozialtrakt. Ab diesem Zeitpunkt erlangte die Herstellung von Aluminiumbauelementen immer größeres Gewicht. Im Jahre 2007 übergab Werner Rüdiger die Gesellschaftsanteile und die Geschäftsführung in die Hände seines Sohnes Uwe. Werner Rüdiger war bis zu seinen Ruhestand im Jahr 2020 weiter als 2. Geschäftsführer im Unternehmen aktiv. Von moderner Architektur geprägte Gebäudehüllen mit großflächigen transparenten BaueIementen wurden zu neuen Herausforderungen. Ab 2007 rückte auch die Energiegewinnung aus der Gebäudehülle in den Fokus des Unternehmens. Fassadenintegrierte Photovoltaik wurde zur Ergänzung für den reinen Metallbau. In den Jahren der Finanzkriese konnte die Photovoltaik die leichte Schwäche im Bausektor sehr gut kompensieren. Alle Segmente werden auch heute noch nachgefragt und vom Unternehmen angeboten, wobei sich die Fertigung und Montage hochwertiger Aluminiumelemente für Gewerbeobjekte und Architektenhäuser mittlerweile zum Schwerpunkt des Unternehmens entwickelt hat. Ein wichtiger Auftraggeber für die Rüdiger Fensterbau GmbH ist der japanische Bauträger und Generalunternehmer Takenaka, welcher einst mit der Ansiedlung des Unternehmens Hitachi im Gewerbegebiet „Goldene Höhe“ nach Roßwein kam und in dessen Auftrag das Gleisberger Unternehmen Fenster und Türen im Betriebsgebäude auf der Goldenen Höhe einbaute. Noch heute besteht eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem japanischen Bauunternehmen, in dessen Auftrag die Rüdiger Fensterbau GmbH deutschlandweit eine Vielzahl von Fassadenverkleidungen an Gewerbeobjekten realisiert. Gegenwärtig sind beim Gleisberger Unternehmer 15 Mitarbeiter angestellt, wovon zwei Lehrlinge als Metallbauer ausgebildet werden. Seit November 2020 wurde Frau Kerstin Rüdiger zum zweiten Geschäftsführer und Frau Nicole Handschack zur Prokuristin der Rüdiger Fensterbau GmbH bestellt. Wie Geschäftsführer und Inhaber Uwe Rüdiger mitteilte, stehen die Zeichen gegenwärtig sehr gut, dass der Familienbetrieb auch in Zukunft durch den eigenen Nachwuchs weitergeführt wird. Sohn Justin möchte die Ausbildung in einem Metallberuf ergreifen und eines Tages die Spuren des Familienbetriebes fortführen. Wie Uwe Rüdiger unterstreicht, sieht er für die Baubranche im Allgemeinen und damit verbunden, für den Türen- und Fensterbau im Speziellen weiterhin optimistische Zeichen und bestätigt eine stabile Auftragslage. Für die Zukunft wünschen sich der Unternehmer und sein Team Gesundheit und immer genügend Kreativität und Zeit für herausfordernde Aufträge.

Bürgermeister Veit Lindner überbrachte dem Unternehmen die Glückwünsche der Stadt und hob hervor, dass die in Gleisberg zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze nicht nur einen Gewinn für den Ortsteil darstellen, sondern gleichzeitig das Unternehmen mit seinen deutschlandweit errichteten Glasfassaden die gute handwerkliche Arbeit des sächsischen Unternehmers präsentiert.