Die Wurzeln der Gemeinhardts reichen zurück bis ins Jahr 1905: Damals gründete Andreas Gemeinhardt ein Gerüstbau-Unternehmen in München. 1994 erfolgte die Gründung der Niederlassung im sächsischen Roßwein. Die heutigen geschäftsführenden Gesellschafter, Walter Stuber und Dirk Eckart, kauften die Niederlassung 2001 im Zuge eines Management-Buy-Outs. Und der Kauf am 1. April entpuppte sich erfreulicherweise nicht als April-Scherz, sondern als wegweisender Schritt, der sich am Gründonnerstag zum 20. Mal jährte. Inzwischen ist man ein deutschlandweit erfolgreiches Unternehmen. Roßwein ist zum Stammsitz mit insgesamt rund 50 Mitarbeitern geworden, hinzugekommen sind Standorte in Nürnberg, Braunschweig und Frankfurt am Main.

Mit der Zeit entwickelte sich das Unternehmen immer mehr zum Anbieter für Spezialgerüste. Die klassischen Fassadengerüste spielen schon eine Weile keine Rolle mehr und weitere Tätigkeitsfelder rund um den Schutz von Personen, Wertgegenständen und Produktionsvorgängen rückten in den Vordergrund. Konsequenterweise folgte daher 2020 die Umfirmierung in Gemeinhardt Service GmbH. Im gleichen Jahr entstand auch die eigenständige Marke „Schutz in Perfektion“.

Für ihre Leistungen wurden die Gemeinhardt Service GmbH und ihre beiden geschäftsführenden Gesellschafter inzwischen mehrfach ausgezeichnet: beispielweise 2019 als Finalist beim wichtigsten und renommiertesten Preis für den deutschen Mittelstand, dem „Großen Preis des Mittelstandes“. Im Jahr 2020 durften Walter Stuber und Dirk Eckart schließlich die Ehrenmedaille der Stadt Roßwein entgegennehmen. Ebenso verfügt die Gemeinhardt Service GmbH über eine Reihe von Zertifikaten. Verliehen wurde 2020 beispielsweise das „Committed to Excellence 2 Star“-Zertifikat. Dieses europaweite Anerkennungsprogramm wurde von der Unternehmerstiftung European Foundation for Quality Management, kurz: EFQM, ins Leben gerufen und bewertet Spitzenleistungen im Management. Außerdem ließen die Roßweiner 2020 als erstes Gerüstbau-Unternehmen weltweit ihre Gemeinwohl-Bilanz erstellen. Gemeinsam setzten sich die Spezialgerüstbauer 2020 auch für die Neugründung des BNI-Chapters „Erich Heckel“ in Roßwein ein. Damit erhielt das Unternehmer-Empfehlungsnetzwerk Business Network International einen neuen Anlaufpunkt in der Muldenstadt.

Bekannt ist die Gemeinhardt Service GmbH für ihre kreativen und zuweilen „verrückten“ Ideen. 2020 entwickelten sie gemeinsam mit der Hammelmann GmbH aus Oelde im Münsterland die erste mobile Teilewaschstraße der Welt, die künftig auch an andere Gewerke verliehen werden soll. Neue Impulse erwarten sich die Roßweiner auch von ihrem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Technischen Universität Dresden zum Einsatz von Exoskeletten im Gerüstbau.

Um neue Fachkräfte zu finden und diese langfristig zu binden, setzt die Gemeinhardt Service GmbH seit langem auf einen bunten Strauß an Ideen. Seit 2020 gehört hierzu die Möglichkeit, ein Dienstfahrrad zu günstigen Konditionen zu nutzen. Die Eröffnung einer hauseigenen Stromtankstelle soll langfristig den kompletten Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umstellen helfen. Inmitten der Corona-Krise entwickelten die Gerüstbauer sogar ein eigenes Malbuch, das die Kleinen beschäftigt und ihnen zudem viele Hinweise zum Berufsbild des Gerüstbauers vermittelt.

Bürgermeister Veit Lindner überbrachte den Geschäftsführern Walter Stuber und Dirk Eckart zum Jubiläum die Glückwünsche der Stadt. Dabei hob Lindner hervor, dass die Gemeinhardt Service GmbH immer wieder mit pfiffigen Ideen zur Mitarbeitergewinnung von sich reden macht und gemeinsam mit dem Personal neue Angebote für die Kundschaft entwickelt. Der Entwicklungsprozess des Unternehmens sei außerordentlich und stelle auch ein Aushängeschild für die Stadt dar. Die durch das Unternehmen gelebte Sozialkompetenz gegenüber allen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sowie die vielfältige Unterstützung von Vereinen, Initiativen und Projekten, sei vorbildlich und gebührt den Dank der Stadt. Für die Zukunft wünschen wir dem Unternehmen alles Gute und weiterhin eine sehr gute Entwicklung.