Gemeinhardt Service GmbH, Roßwein

Pressemitteilung, 23. Juli 2021

Hängegerüst am Haltepunkt Schwarzenberg als Azubi-Projekt
Roßweiner Gemeinhardt Service GmbH mit eigener Azubi-Kolonne am Start

Sie gehen anderen meist einen oder mehrere Schritte voraus: Walter Stuber und Dirk Eckart, Geschäftsführer der Roßweiner „Gemeinhardt Service GmbH“. Erst vor wenigen Tagen erhielten sie erneut eine Auszeichnung für ihre Arbeit: Beim Unternehmerpreis Sachsen zählten sie zu den fünf besten Unternehmen im Freistaat Sachsen.

Ausbildung steht seit Jahren vornean. So lernen die Nachwuchs-Gerüstbauer in den ersten beiden Jahren in einer eigenen Azubi-Kolonne, um unter Anleitung ihre eigenen Projekte durchzuführen. Dazu gehört auch die Errichtung eines Hängegerüstes am Haltepunkt Schwarzenberg. Die BUG Verkehrsbau SE in Chemnitz, langjähriger Partner der Gemeinhardt Service GmbH, fragte an, ob an einer Mauer nahe des Haltepunkts Schwarzenberg ein Hängegerüst errichtet werden kann. „Unterhalb der Mauer hatte sich im Laufe vieler Jahre auf über zwei Meter Schutt und Erde angesammelt“, verrät Stuber. „Normalerweise hätte alles erstmal beräumt werden müssen, was aber eine Reise ins Unbekannte gewesen wäre, da keiner weiß, was und wieviel dort eigentlich liegt. So lag es auf der Hand, in die Mauer unterhalb der Bahnstrecke Schwarzenberg-Johanngeorgenstadt ein Hängegerüst einzubauen, das den Bauarbeitern ermöglicht, die Mauerkrone zu erhöhen, um so zu vermeiden, dass etwas aus dem Schotterbett nach unten fallen kann.“

Die Ausbildungskolonne des Roßweiner Spezialgerüstbauers hatte für den Aufbau zwei Wochen Zeit, ein für sie wieder neues Verfahren kennenzulernen und dann das Gerüst unter Anleitung des Ausbilders auf 70 Metern Länge ohne Bodenkontakt direkt in der Mauer zu verankern. „Es macht schon Spaß, zu sehen, wie alles wächst“, sagt Anton Klose, Auszubildender im ersten Lehrjahr. Er selbst kommt aus Freiberg, fährt jeden Tag 45 Minuten nach Roßwein zu den Gemeinhardts, um von dort die Projekte der Region gemeinsam mit den anderen Auszubildenden anzugehen. „Als Erzgebirger ist es natürlich besonders toll, auch eine solche Baustelle in der Heimat einrüsten zu dürfen. Es kommt da schon ein bisschen Stolz in mir auf, wenn man sieht, wie Fahrzeuge anderer Gerüstbauunternehmen langsam an der Baustelle vorbeifahren, um zu schauen, was wir da gerade so machen.“

Auch Ruben Gehart, Oberbürgermeister der Stadt Schwarzenberg, ließ es sich nicht nehmen, die Baustelle zu besuchen. „Die Strecke nach Johanngeorgenstadt und auch weiter Richtung Karlsbad ist insbesondere für unser Tourismusgeschäft wichtig. Umso mehr freut es mich, dass die Erzgebirgsbahn eine große Summe in die Hand nimmt, um die Strecke zu ertüchtigen“, freut sich Oberbürgermeister Gehart. Noch zu DDR-Zeiten erlernte er in Schwarzenberg den Beruf des Baufacharbeiters, so dass es ihn besonders interessierte, was da an der Mauer so gearbeitet wird. „Es ist schön zu sehen, wie hier das Roßweiner Unternehmen seinen Auszubildenden die Möglichkeit gibt, außerhalb des ‚Normalen‘ die Grundlagen des Gerüstbaugeschäftes zu erlernen. Und wenn ich das Ergebnis sehe, dann weiß ich auch, dass Anton stolz auf ‚sein‘ Gerüst sein darf.“

„Nachhaltigkeit ist für uns das A und O. Was nützt es uns, heute die Azubis ohne Ende zu verheizen und uns dann morgen über Fachkräftemangel zu beklagen? Für uns ist es wichtiger, langfristig zu agieren, dem Nachwuchs Chancen zu geben und sie damit zu animieren, bis zur Rente dann auch bei uns zu arbeiten“, so Stuber abschließend.

 

 

(v.l.n.r. Auszubildender Anton Klose, Gemeinhardt-Service-Geschäftsführer Walter Stuber und Schwarzenbergs Oberbürgermeister Ruben Gerhart vor dem Hängegerüst der Gemeinhardt-Azubis nahe des Haltepunkts Schwarzenberg)

(Hängegerüst der Gemeinhardt-Azubis nahe des Haltepunkts Schwarzenberg)

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