Fußball-Kreisoberliga- Roßweiner SV – SV Ostrau 4 zu 1 (1 zu 0)

Rosswein. Ende gut alles gut. Für den Roßweiner SV geht mit dem 4:1-Erfolg gegen den Lokalrivalen SV Ostrau eine turbulente Kreisoberligasaison zu Ende. Freudiges Ergebnis aus 26 Spieltagen ist der Aufstieg in die Landesklasse. Auch wenn Saisonziel Nummer zwei – der Meistertitel – knapp verfehlt wurde, sind die Verantwortlichen nicht unzufrieden mit dem Abschneiden: „Letztlich ist die Saison für uns gut ausgegangen. Jetzt wird erst einmal gefeiert und dann der Blick nach vorn gerichtet“, freut sich RSV-Coach Gerd Hentzschel.

Text und Bild : DAZ 18.6. und 25.6.18

Damit schließt sich auch ein Kreis für die Gastgeber. Nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga 2014 und dem sofortigen Wiederaufstieg ging es nur noch bergauf. Erster Streich: Platz vier als Neuling am Ende der Saison 2016. Zweiter Streich: Vize-Meisterschaft vor genau zwölf Monaten. Und weil nun einmal alle guten Dinge drei sind, blieb als nächster logischer Schritt nur noch der Titel. Diesen hatten sich die Roßweiner, inklusive dem Aufstieg in die Landesklasse, in dieser Saison auf die Fahnen geschrieben. Aber insbesondere zu Hause ließ die Mannschaft zu viele Punkte liegen. Doch Glück im Unglück. Weil Titelträger BSV Einheit Frohburg keinerlei Interesse am Aufstieg zeigt, haben die Roßweiner zumindest eines der beiden Etappenziele erreicht.

Wohl auch deshalb brachen nach dem Abpfiff gegen Ostrau die Dämme und nicht nur, weil es mittlerweile im Stadion an der Hasslauer Straße wie aus Gießkannen zu regnen begann. Erleichterung machte sich breit. Auch bei Co-Trainer Helge Möws. „Die letzten Wochen haben richtig viel Kraft gekostet. Jetzt ist es endlich vorbei.“

Die Partie gegen Ostrau forderte aber noch einmal allerhöchste Konzentration. Denn so locker, wie es das 4:1-Ergebnis vermuten lässt, war es beileibe nicht. Der Führung durch Matthias Müller kurz vor der Pause setzten die Ostrauer zehn Minuten nach Wiederanpfiff das 1:1 entgegen. Im Gegenzug erhöhten die Gastgeber den Spielstand auf 2:1. Doch auch diesmal hatte der Tabellensechste die passende Antwort parat. Doch das Tor in der 70. Minute zählte nicht. Die aufkommende Schlechtwetterfront schien dann dem Vize-Meister in die Hände zu spielen. Das 3:1 mit unterstützendem Rückenwind und das 4:1 in der 85. Minute brachten die Roßweiner endgültig auf die Gewinnerstraße. „Glückwünsche an die Roßweiner zum Sieg und zum Aufstieg. Auch wenn das Endergebnis von den Spielanteilen etwas zu deutlich ausgefallen ist“, so Ostraus Coach Mathias Donath. Jörg Schreiber

Roßweiner SV: Jentsch, Renner, Kropp, Burkhardt (41. Arnold, 87. Mihalek), Seydel, Brambor, Wiesner, Polefka (46. Nartzschke), Lehmann, Singer, Krondorf

SV Ostrau: Gastberg, Stecher, Gomes, Zschokelt, Meyer, Brnicky, Müller (75. Jentzsch), Hübner, Bauer, Zirnsack, Luther

Tore: 1:0 Polefka (45.), 1:1 Brnicky (60.), 2:1 Krondorf (61.), 3:1 Zschokelt (78. ET), 4:1 Wiesner (85.)

Schiedrichter: Ronny Walter

BU: Große Erleichterung war nach dem Sieg gegen Ostrau bei den Roßweinern zu spüren. Auch Trainer Gerd Hentzschel fiel eine riesige Last von den Schultern. Foto: Jörg Schreiber

BU: Mit einem satten Volley und super Haltungsnoten brachte Matthias Polefka (rechts in blau) den Roßweiner SV mit 1:0 in Führung….

BU: …allerdings wurde der Treffer teuer erkauft. Denn anschließend musste er verletzt das Spielfeld verlassen. Fotos (2): Jörg Schreiber