Das 19. Märchenschwimmen konnte auch in diesem Jahr als gelungene Show über und unter dem Wasser bezeichnet werden. Die Schwimmer des Roßweiner Sportvereins präsentierten anhand des Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“, wie die Kultur nach Roßwein kam. Die diesjährige Geschichte, welche wieder aus der Feder von Liane Patzelt stammte, beschrieb eine Aufgabe der Stadträte, welche nach Fertigstellung bzw. dem Bau des Stadtbades nach einem Kulturangebot riefen. So setzte der Bürgermeister eine Beauftragte ein, welche zunächst an die Freiberger Mulde rannte und den Fischen zuschaute. So folgte die erste Showeinlage im Wasser und die Schwimmer zeigten quadratische und sternenförmige Formationen. Schließlich wurden aus den Bremer Stadtmusikanten beim Märchenschwimmen die Roßweiner Stadtmusikanten.

So flog der Esel beim Müller raus und sollte schließlich als Streicheltier in die Margarethenmühle abgeschoben werden. Die Katze wiederum fing in der Etzdorfer Bäckerei keine Mäuse mehr und der Hahn verschlief es in Kummershain und weckte seine Besitzerin nicht. Daraufhin sollte er in die Suppe. Schließlich gelang ihm die Flucht und er zog mit Esel und Katze durchs Land. Schließlich lesen die drei Gesellen den Goldfisch des Räuberhauptmanns im Gersdorfer Wald auf, der diesen durch einen entwendeten Koikarpfen ersetzen wollte. Hahn, Katze und Esel besorgen, zumindest in diesem Märchen, die Kultur in Roßwein, was mit einer gelungenen und spannenden Geschichte und letztlich einer sehr professionellen Umsetzung im Stadtbad nachvollziehbar war.

Mit tosendem und langanhaltendem Applaus wurden die Schwimmer von den Gästen gefeiert. Das Stadtbad war bei allen vier Veranstaltungen bis auf den letzten Platz besetzt, und das Märchenschwimmen sorgt schon seit Jahren mit seiner Tradition bei den Roßweiner Einwohnern für die Einstimmung auf Weihnachten.

Auch für das kommende Jahr schwebt Cheforganisatorin Liane Patzelt schon eine Geschichte durch den Kopf – welche, wollte sie noch nicht verraten.

(Fotos: Tom Altmann/Peter Krause)