Seit 1994 wird der jährlich zu Beginn der Sommerferien in Sachsen stattfindende Historische Besiedlungszug im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers durchgeführt.

Hierbei handelt sich um ein in Deutschland einmaliges mittelalterliches Spektakel mit hohem Schauwert für Teilnehmer und Gäste, in dessen Rahmen etwa 180 Siedler mit 15 bis 17 Planwagen, ca. 45 Pferden, einem Eselgespann, Ziegen, Hunden und manch anderem Getier über neun Tage losziehen, beinahe jeden Tag an einem anderen Ort rasten, dort  in Zelten an einer Wagenburg übernachten und so an die Besiedlung des Erzgebirgsvorlandes vor etwa 865 Jahren gemäß historischer Überlieferungen erinnern.

Der historische Hintergrund besteht in der unter Otto dem Reichen von Wettin – Markgraf zu Meißen – erfolgten Besiedlung mit Bauern aus Thüringen, Franken, Niedersachsen sowie aus flämischen Landen, die er dazu herbeirief.

Der 27. Historische Besiedlungszug, geplant vom 18. bis 26. Juli 2020, wird – ähnlich anderer kultureller Veranstaltungen wie auch des Tages der Sachsen in Aue-Bad Schlema – um ein Jahr verschoben in die erste Ferienwoche 2021. Somit soll der 27. Historische Besiedlungszug am 24. Juli 2021 in Frankenberg/ Sachsenburg beginnen und am 25.7. in Köthensdorf am Ortsende nach Taura, am 26.7. in Wechselburg an der Mulde „unter den Eichen, am 27. und 28.7. in Altgeringswalde auf dem Festplatz, am 29.7. in Grünlichtenberg am Ortsende zum Nonnenwald, am 30.7. in Roßwein am Bahnhof Gleisberg und am 31.7. in Bräunsdorf neben dem Sportplatz gastieren, um am 1.8. wieder in Sachsenburg zu enden.

Die gastfreundliche Aufnahme findet somit am 30. Juli 2021 in Roßwein am Bahnhof Gleisberg statt.