Am Freitag, dem 08. Mai 2020, gedachten der Bürgermeister, die stellvertretenden Bürgermeister Hubert Paßehr und Peter Krause sowie die Stadträte Bernd Handschack, Erwin Weist, Uwe Hachmann und Daniel Müller der Opfer des 2. Weltkrieges.

Bürgermeister Lindner erinnerte in seiner Ansprache an die Ereignisse vor 75 Jahren und die Beendigung des 2. Weltkrieges durch die bedingungslose Kapitulation des Naziregimes .

Lindner führte weiter aus, dass wir am 8. Mai insbesondere der sechs Millionen Juden gedenken, welche in den deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden und der über 60 Millionen Menschen, welche durch die Kriegshandlungen der NS Diktatur ums Leben kamen. Ganz besonders gedenke man den russischen Soldaten, welche auf dem Friedhof an der Bergstraße liegen. Lindner ermahnte, dass gerade in der jetzigen Zeit die Menschen wieder anfangen, das Geschehene bzw. die Geschichte zu vergessen und sich gegenwärtig Parallelen aufzeigen, welche einst zum Erstarken der Nationalsozialisten führten und im katastrophalen Krieg endeten. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass der 8. Mai jetzt und zukünftig an die Ereignisse und Verbrechen durch des Naziregimes erinnere und die Menschen vor den Rattenfängern der neu erstarkten Naziideologen gewahrt und ihnen noch rechtzeitig die Augen geöffnet werden.

Der stellvertretende Bürgermeister Peter Krause erinnerte in seiner Rede daran, dass am 8. Mai 1945 in Europa nicht nur ein fast sechsjähriger Krieg, der von Deutschland ausging und Millionen von Toten forderte, beendet wurde, sondern dass auch das 12-jährige faschistische Terrorregime in Deutschland und den besetzten Ländern besiegt wurde.

Ein Terrorregime also, das so konsequent wie unmenschlich auf das Schlimmste unzählige Menschen aus unterschiedlichsten Gründen – ob Herkunft, Weltanschauung, Religionszugehörigkeit oder wegen körperlicher Beeinträchtigungen – verfolgte, verschleppte und ermordete.

Peter Krause hob hervor, dass uns alle die aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft sehr besorgen. Die Lehre des 8. Mais 1945 war, ist und bleibt, dass von Deutschland nie wieder Krieg ausgehen darf. Dazu gehört auch, dass keiner in diesem Land vom Tod und Leid anderer profitieren darf.

Wir treten ein für ein friedliches Deutschland – umzingelt von Freunden.

Für uns ist und bleibt der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung, der Tag des Sieges über die Unmenschlichkeit.