Wie vielen Roßweinern bekannt ist, gibt es in Roßwein eine Katzeninitiative, deren Mitglieder es sich zur Aufgabe gemacht haben, die sich im Stadtgebiet befindlichen Streuner kastrieren zu lassen, um eine unkontrollierte Vermehrung der Katzen einzudämmen.

Die drei Frauen, die sich der Aufgabe angenommen haben, stehen vor einer großen Herausforderung. Sie sind u.a. über jeden Hinweis seitens der Roßweiner dankbar, wo sich Streuner befinden und benötigen dringend Spenden. Vor allem die Kosten für den Tierarzt sind hoch. Wer einen finanziellen Beitrag leisten möchte, kann dies unter der Kontonummer der Stadtverwaltung Roßwein
Sparkasse Roßwein, IBAN: DE03 86055462 0031930001, BIC: SOLADES1DLN, Kennwort: „Aktion Streuner“ tun.

Auch Kleinstbeträge sind uns sehr willkommen. Eine Spardose befindet sich in der Tierheilpraxis „Filla“ in der Bahnhofstraße 22, Roßwein. Fragen können dort direkt beantwortet werden. Telefonisch stehen Ihnen Frau Filla (034322/41792 oder 0171/1674112) und Frau Szameit (0174/2714163) gern zur Verfügung.

Dringend benötigt werden:
. Futter, Decken, Einstreu o. Ä.
. Baumaterial für Unterkünfte,
. Mitstreiter mit und ohne PKW und handwerklichem Geschick.

Wir bitten jedoch, von Ablagerungen diverser Materialien in den Katzenunterkünften abzusehen, da dies zu Verunreinigungen des Stadtbildes führt.

Für alle bisher eingegangenen Spenden danken wir recht herzlich.

Die Mitglieder der Katzeninitiative Roßwein

Am Samstag, d. 01. September 2018, wurde das Roßweiner Weinfest nach 10 Jahren wieder aktiviert.

Die Roßweiner Unternehmer Jens Schmidt von der gleichnamigen Bäckerei, Tilo Weinert vom Lädchen in der Bahnhofstraße sowie Matthias Pfaff, Inhaber der Roßweiner Fleisch- und Wurstwaren GmbH, organisierten das Fest gemeinsam mit der Stadt Roßwein und freuten sich über die überwältigende Resonanz der Besucher.

Tolles Weinfest gefeiert

Bereits mit der Eröffnung um 16.00 Uhr waren schon fast alle Sitzplätze belegt, was den ganzen Abend so bleiben sollte. Mit der Kindermodenschau, der Line-Dance-Gruppe und dem Auftritt von Taylors Talk am Abend gelang es den Organisatoren, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, was die Besucher auch entsprechend honorierten. Buchstäblich fiel teilweise kein Blatt auf den Boden, da die Gäste unablässig auf dem kleinen Platz zwischen Rathaus und Kirche am Weinfest teilnehmen wollten. Die Entscheidung, zwischen den beiden in Roßwein dominierenden Gebäuden im Stadtzentrum zu feiern und die Gesamtkonzeption der Veranstaltung trugen zum Erfolg des Festes bei. Die gelungene Illumination schuf dabei auch den romantischen Rahmen, wie er zum Weinfest dazugehört. Einhellig bezeichneten die Organisatoren das Weinfest als Erfolg und sahen einer weiteren Auflage im kommenden Jahr positiv entgegen. An dieser Stelle soll auch nochmals den Sponsoren wie der Kreissparkasse Döbeln, der Gerüstbau Gemeinhardt Service GmbH, dem Elektromeister Hummitzsch und der Firma Hortenbach Licht sowie dem Bauhof der Stadt Roßwein für die Unterstützung der Organisation und Durchführung des Festes gedankt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach mal weg, einfach mal abschalten.

Pressemitteilung zum Pilgertag 2018 auf dem Lutherweg in Sachsen (Waldheim, 20.08.2018)

Immer mehr Menschen wünschen sich ein paar Momente der Ruhe und Gelassenheit. Stetig wächst die Anzahl derer, die aus dem Alltag ausbrechen und sich auf den Weg begeben. Pilgern steht daher hoch im Kurs. Kirchen und Klöster sind Orte der Stille und laden zum Innehalten ein.

In diesem Sinne begaben sich am 17. August 2018 Henry Graichen, der Vorsitzende des Tourismusverbandes „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V. und Landrat des Landkreises Leipzig, und Dr. Carsten Rentzing, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, gemeinsam mit dem Schirmherren des sächsischen Lutherweges, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und rund 50 Gästen auf eine Wanderung entlang des Lutherweges im Sächsischen Burgen- und Heideland. An vier Stationen zwischen Colditz und Schönbach spürten sie verschiedenen Aspekten der Reformationsgeschichte nach und nutzten den gemeinsamen Austausch, um die erfolgreiche Zusammenarbeit von Kirche und Tourismus weiter zu festigen.

Der Auftakt der Veranstaltung fand in der malerischen Altstadt von Colditz statt. Die Stadt öffnete sich bereits früh den Gedanken der Reformation, so wurde bereits Anfang der 1520er Jahre das Abendmahl in beiderlei Gestalt gereicht. Einer der ersten evangelischen Pfarrer war Wolfgang Fuß in der Stadtkirche St. Egidien, wo auch der Pilgertag 2018 mit Begrüßung der Gäste und einer Andacht seinen Anfang nahm. Anschließend besuchten die Wanderfreunde das international bekannte Schloss Colditz, einem der Witwensitze von Kurfürstin Sophie (1568–1622), einer orthodoxen Lutheranerin, die von den religiösen Auseinandersetzungen ihrer Zeit geprägt war und sich stark für kirchliche Belange engagierte.

Bei einer kleinen Rast während der Wanderung durch den idyllischen Colditzer Forst informierte Dr. Rößler, der Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen e.V., über die seit Mai 2018 bestehende Kooperation zwischen dem Staatsbetrieb Sachsenforst und dem Landestourismusverband Sachsen e.V.. Diese wegweisende Vereinbarung beinhaltet unter anderem den Aufbau einer Informationskette über Wegestörungen oder -sperrungen im Staatswald. So kann Sachsenforst effektiv über die regionalen Tourismusverantwortlichen die Waldbesucher und Touristen rechtzeitig informieren und Alternativen aufzeigen.

Am Ende der Wanderung begrüßte der Pfarrer im Ehrenamt Dr. Michael Beyer die Pilgergruppe in der Bergkirche von Schönbach. Der nördlich vom Colditzer Forst gelegene Ortsteil von Colditz war ein frühes Zentrum der ländlichen Reformation in Kursachsen. Der Schönbacher Pfarrer Johann Stumpf unterhielt 1523 einen Briefwechsel mit Martin Luther, der ihn in seinem Streit mit dem Merseburger Bischof Adolf unterstützte.

Stimmungsvoller Ausklang des Tages war im geschichtsträchtigen Bürgerzentrum „Sächsische Krone“ in Schönbach, wo bei herzhafter Pilgersuppe nochmals Zeit für interessante Gespräche war.

Bild 1: Pilgergruppe vor der Schlosskapelle Colditz (1. Reihe 3.v.l.: Landrat Henry Graichen, Vorsitzender des Tourismusverbandes „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V.; 4.v.l. Dr. Carsten Rentzing, Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens; 5.vl. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, Schirmherr des sächsischen Lutherweges)
Bild 2: Rast im Colditzer Forst

Bildrechte:     Bild 1: Andreas Schmidt
Bild 2: TV „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V./Manuela Kolster

V.i.S.d.P.:      Dr. Katharina Sparrer, Geschäftsführerin

Das Qualitätsmanagement „Lutherweg in Sachsen“ ist ein Kooperationssprojekt zwischen dem Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V., insgesamt 10 LEADER-Gebieten, die vom Lutherweg tangiert werden und den 31 beteiligten Orten am Weg.

Kontakt:
Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e. V.
Niedermarkt 1
04736 Waldheim
Tel.: 034327 9660

E-Mail: email hidden; JavaScript is required

www.youtube.com/user/LutherwegSachsen – YouTube-Kanal zum „Lutherweg in Sachsen

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts:

Pressemitteilung zum Pilgertag 2018 auf dem Lutherweg in Sachsen (Waldheim, 20.08.2018) 4

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Landwirtschaftsinteressierte,

der Eindruck entsteht – die Bauern jammern immer. Mal ist es zu kalt, zu frostig, zu nass und jetzt ist es zu heiß und vor allem zu trocken. Bis heute hat es unterdurchschnittlich geregnet, für die Urlauber ein super Zustand – hatten wir doch alle schönes Strand- und Badewetter. Essen und Trinken war immer reichlich vorhanden.  Die Getreideernte war noch nie so fix eingebracht, wie in diesem Jahr. Die Erträge leicht unterdurchschnittlich. Die Bauern dürften damit zufrieden sein – keine Kosten für lange Wartezeiten, keine mehrmaligen Anläufe mit der Technik auf einem Feld und keine Trocknungskosten. Bis dahin lief es in der Landwirtschaft, speziell der Feldwirtschaft, relativ rund.

Tierhaltende Betriebe bemerkten aber schon bei der Futtergewinnung auf den Wiesen, dass im 1. Schnitt für Silage und bei Heugewinnung ein Minderertrag bis zu 50 % zu anderen Jahren fehlte. Der 2. Silageschnitt brachte einen Minderertrag bis 70 %. Der 3. Schnitt – nicht erntewürdig. Irgendwann wird es doch mal regnen, so die Hoffnung in der Landwirtschaft seit Juni. Aber, wir wissen es, nennenswerter Niederschlag blieb bisher aus. Normalerweise haben wir in Mittelsachsen (MSN) im Jahresdurchschnitt ca. 700 mm Niederschlag in Nordsachsen (NSN) ca. 550 mm. Bisher sind in MSN 180 mm und in NSN 200 mm gefallen, allerdings mit einer ungünstigen Verteilung. Überdurchschnittlich viel Niederschlag (118%) fielen in den Monaten Januar und März. Die gute Wasserhaltefähigkeit unserer mittelsächsischen Lößböden rettete unseren Bauern hier die Getreide- und Rapserträge. Auch die leichten Böden in NSN brachten, wie schon erwähnt, hier noch erkleckliche Erträge hervor. Aber jetzt, liebe Leser, wird es echt ernst. Die Aufwüchse auf den Futter- und Weideflächen für Tierhalter gehen dem Ende entgegen. Schauen Sie sich um, überall ausgebrannte und braune Wiesen. Was bedeutet das? Es muss zugefüttert werden. Die meisten Betriebe haben noch Futterreserven aus dem alten Jahr. Diese werden natürlich zuerst aufgebraucht. Danach geht es an das Futter, welches für den Winter vorgesehen war, … und man denkt über Futterzukauf nach. Als letzte Möglichkeit bleibt noch, den Bestand an Tieren zu reduzieren oder gar abzuschaffen. Genau hier liegt der Teufel im Detail. Futter zukaufen – woher? Die Futtersituation im Umkreis sieht rund herum gleich schlecht aus. Preisanstiege für Heu liegen seit Juni bei bis zu 20 %. Jetzt schon das vorrätige Winterfutter aufbrauchen – was wird dann im Winter? Andere Winterfutterquellen, wie z.B. Mais oder auch Futterkartoffeln, werden in diesem Jahr eher begrenzt zur Verfügung stehen und diese alleinige Fütterung ist nicht tierartgerecht. Wiederkäuer brauchen Grobfuttermittel wie Silage, Heu oder Stroh. Tiere abschaffen – letzte Möglichkeit: Begonnen hat diese Maßnahme schon. Der Preis für Schlachtkühe befindet sich im „freien Fall“.  Also, was tun? Jammern? Ich denke, wir Bauern jammern nicht. Jeder von uns versucht, sich über diese Situation zu retten. Hilfe vom Staat? .. wäre nicht schlecht. Diese wird derzeit auch angedacht. So dürfen nun die sogenannten Greeningflächen für Futterzwecke genutzt werden. Auch die angebauten Zwischenfrüchte dürfen, wenn diese dann aufgegangen sind (auch hier fehlt Regen), als Futter genutzt werden. Die Landwirte werden sich untereinander helfen, mit zur Verfügung stellen dieser Flächen, wenn ein Betrieb z.B. keine Tiere hat. Sicher wird auch die Fütterung im Winter umgestellt, Stroh wird einen höheren Stellenwert bekommen. Für den ein oder anderen wird es auch eine Bestandsreduzierung geben, was mit Sicherheit sehr schade ist. In Sachsen werden nur noch 0,5 GV (Großvieheinheiten) je Hektar (ha) landwirtschaftliche Nutzfläche gehalten. Das heißt ½ Kuh gibt es noch je ha. Richtig und gesund wären 1 Kuh + Nachzucht je ha. Es bleibt wirklich nur zu hoffen, dass es bald regnet, möglichst langsam und ausdauernd. Die Situation wäre dann in 4 Wochen wesentlich entspannter. Möglicherweise könnte der Bauer auch im Herbst noch Futter wenigstens als Silage ernten. Bitte verstehen Sie also die Berichterstattung in den Medien nicht als jammern sondern als Situationsbericht. So oder so, Sie werden keine Auswirkungen in den Läden bemerken. Es wird weiterhin Gemüse, Fleisch, Brot, Milch, … also alles, was ihr Herz begehrt, im Laden preiswert zu kaufen geben. Es kommt entweder aus dem regionalen Umkreis oder irgendwo aus der Welt. Um noch mal auf das JAMMERN zurückzukommen. Ich höre derzeit davon wenig von meinen Berufskollegen. Sicher, der Sächsische Landesbauernverband setzt sich für Nothilfen ein. In Wirklichkeit kann dieses Jahr nur „Bares“ helfen. Aber diese Hilfe muss gut durchdacht eingesetzt werden. Unsere Kollegen im Norden und Osten brauchen dringendst diese Hilfe. Zukünftig ist die Politik gefragt!! Unsere langjährige Forderung nach steuerfreien Rücklagen, für eben solche Situationen, müssen endlich eingeführt werden. So kann der Bauer in „fetten Jahren“ selbst Vorsorge betreiben.

Im Übrigen wissen Sie selbst, nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht für viele Medien – so wird es meist auch dargestellt.

Kontaktieren Sie mich! Telefon:  03431 622843

Iris Claassen
Geschäftsführerin Regionalbauernverband Döbeln-Oschatz e.V.

(Maisfeld zur Ernte September 2017)

Jetzt jammern die Bauern wieder 2

(im Vergleich August 2018)

Der Verein Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V. ruft im Rahmen der Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 bis 2010, LEADER zur Einreichung von Vorhaben auf.

Den Aufruf finden Sie hier:

Wer keinen Schulabschluss vorweisen kann, hat es schwer,einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Das Deutsche Erwachsenen-Bildungswerk (DEB) in Chemnitz bietet Interessierten, die es im ersten Anlauf nicht geschafft haben, die Möglichkeit, in zwölf Monaten den Hauptschulabschluss im Rahmen des Projektes „Fit für die Zukunft“ (Vorbereitung auf den Schulabschluss) nachzuholen. Beginn ist der 20. August 2018. Es sind noch Plätze frei.

Der Unterricht findet in Teilzeit mit einem wöchentlichen Stundenumfang von 25 Unterrichtseinheiten statt. In dieser Zeit werden die Inhalte der Hauptschule Klasse sieben bis neun zur optimalen Vorbereitung auf den externen Hauptschulabschluss aufgearbeitet. Der handlungsorientierte Unterricht findet in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch statt. Im Fokus steht die intensive und individuelle Unterstützung der Kursteilnehmer.

Nach Beendigung des Kurses erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung und nehmen an der Externenprüfung zum Hauptschulabschluss teil.

Der Kurs kann durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter mit Bildungsgutschein gefördert werden.

Für die Anmeldung und weitere Informationen steht das DEB in der Heinrich-Schütz-Straße 109 persönlich oder unter Tel. 0371|750180 zur Verfügung.

 

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

DEUTSCHES ERWACHSENEN-BILDUNGSWERK IN SACHSEN, gemeinnützige Schulträger-GmbH

Heinrich-Schütz-Straße 109, 09130 Chemnitz

TEL     +49(0)371|75018-0

FAX     +49(0)371|75018-20

MAIL     email hidden; JavaScript is required

WEB     www.deb.de

FB     www.facebook.com/DEBGruppe

Bauherren aufgepasst: Veranstaltungsreihe - ländliches Bauen - wird auch 2018 fortgesetzt

Nestbau-Zentrale führt erfolgreiches Veranstaltungskonzept aus dem Vorjahr fort.

Mittelsachsen: Bauen im Landkreis Mittelsachsen steht nach wie vor hoch im Kurs. Zahlreiche Anfragen rund um Fördermöglichkeiten beim Hausbau oder der Sanierung gehen dazu auch bei der Nestbau-Zentrale Mittelsachsen ein. Bauherren im Landkreis und auch die, die es noch werden wollen, können sich im Herbst dieses Jahres deshalb wieder auf eine informative Veranstaltungsreihe rund um das „ländliche Bauen“ freuen.

Die Nestbau-Zentrale Mittelsachsen plant in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des
Landkreises und den mittelsächsischen LEADER-Managements die Fortsetzung der Reihe aus
dem Vorjahr. Im vergangenen Jahr schauten in Sohra, Ostrau und Lunzenau zahlreiche
Besucher „hinter die Kulissen“ typisch ländlicher Immobilien und konnten sich Tipps und Tricks
von erfahrenen Bauherren und Handwerksunternehmen aus der Region holen. Eine Fortsetzung
ist nun mit ähnlichem Programm geplant.

Um die Vielseitigkeit beim traditionellen Bauen und Sanieren zu zeigen, sollen auch in diesem
Jahr drei neue Veranstaltungsorte präsentiert werden. Die Termine der Veranstaltungsreihe
stehen bereits fest: am Sonntag, den 19. August startet die Reihe in Rothenfurth, einem Ortsteil
von Großschirma. Im Rahmen des „offenen Hofs“ findet bei Familie Krause (Isaak 9) von 14 bis
18 Uhr die erste Veranstaltung zum „ländlichen Bauen“ statt. Bei einer Führung informieren die
Eigentümer zur Sanierung. Auch montanhistorische Zeugnisse können dabei besucht werden.
Handwerksvorführungen verschiedener Gewerke runden das Programm ab. Parkmöglichkeiten
sind 500 m flussaufwärts an der Hammerbrücke sowie auf der anderen Flussseite an der
Altväterbrücke vorhanden. Am und auf dem Grundstück kann nicht geparkt werden.

Am 01. September und 27. Oktober finden dann – wie in den Vorjahren – jeweils am Samstag
zwei weitere Veranstaltungen statt. Der Hof Landsprosse in Garnsdorf bei Lichtenau und die Villa
Gückelsberg in Flöha öffnen dann für Interessenten ihre Türen und Tore. Das Programm wird in
den nächsten Wochen noch intensiv vorbereitet. Weitere Informationen dazu folgen und sind
dann auf der Homepage der Nestbau-Zentrale unter www.nestbau-mittelsachsen.de zu finden.
Die Veranstaltung lebt vom Austausch zwischen Bauherren, Unternehmen und Baufachleuten.
Sie möchten sich mit Ihrem Unternehmen an einer der Veranstaltungen beteiligen? Die Nestbau-
Zentrale gibt gern Auskunft zu den Möglichkeiten der Firmenpräsentation. Nutzen Sie die
Chance, sich und ihre Leistungen einem interessierten Publikum vorzustellen und mit
potenziellen Bauherren ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist für mittelsächsische
Unternehmen der Bau- und Handwerksbranche kostenfrei.

Alle, die mit dem Gedanken spielen, eine denkmalgeschützte oder typisch ländliche Immobilie im
Landkreis Mittelsachsen zu erwerben, dies bereits getan haben oder schon mitten im Bau
stecken, sind herzlich zur Veranstaltungsreihe eingeladen! Fragen zum Bauen und Sanieren oder
der Veranstaltungsreihe beantwortet die Nestbau-Zentrale gern persönlich unter 03431/7057158
oder email hidden; JavaScript is required.

Foto: B. Behrami
Text: Nestbau-Zentrale Mittelsachsen

 

Foto: Baudienstleister und Handwerker, wie Zimmermann Andreas Harnack, stellen sich beim
„ländlichen Bauen“ mit ihren Leistungen vor. So können Bauherren direkten Kontakt aufnehmen und
wichtige Fragen mit den Fachleuten klären. Die Teilnahme ist für mittelsächsische Unternehmen
kostenfrei.

Wie sieht es auf dem Feld aus?

Liebe Landwirtschaftsinteressierte, wie in der letzten Ausgabe versprochen, soll es heute um die verschiedenen naturschutzgerechten Anbaumöglichkeiten der Landwirte gehen.

Dieser Anbau bzw. die Maßnahmen sind für die Bauern freiwillig und werden durch den Freistaat Sachsen finanziell gefördert. Hat der Betrieb sich dazu bekannt, muss er die Programme allerdings 5 Jahre beibehalten. Ist das aus bestimmten Gründen nicht möglich, wird die gezahlte Förderung (auch der vergangenen Jahre) zur Rückzahlung fällig.

Bei diesen verschiedenen Möglichkeiten wird außerdem unterteilt in Acker- und Grünland.

Auf dem Ackerland (AL) hat man insgesamt 11 zur Auswahl:

  1. Die Anlage von Grünstreifen – d. h. auf dem Feld kann zwischen der Hauptkultur Ackerfutter (Feldgras, Kleegras oder ähnliche Grünfutter) angebaut werden. Der Anbau muss auf derselben Fläche über die 5 Jahre bleiben und es darf nicht gedüngt werden, auch Pflanzenschutz ist nicht erlaubt.
  2. Streifen-/Direktsaat – Die Maßnahme sollte auf Flächen Anwendung finden, die dauerhaft pfluglos, also nicht bodenwendend, bearbeitet werden. Die Aussaat der neuen Kulturen erfolgt ohne vorherige Bodenbearbeitung (auch keine Stoppelbearbeitung). Es werden bis zu 50 % der Fläche (Stoppeln der Vorfrucht oder Zwischenfrucht) streifenweise gelockert, worin dann die neue Aussaat erfolgt. Es müssen unbearbeitete Streifen dazwischen liegen.
  3. Ackerfutter- und Leguminosenanbau – Aus der vorigen Ausgabe wissen Sie, dass Leguminosen stickstoffsammelnde Pflanzen sind. Dazu gehören beispielsweise Klee, Erbsen, Bohnen) Entscheidet sich der Bauer für diesen Anbau, muss er mindestens 10 % seines AL damit bewirtschaften.
  4. Anbau von Zwischenfrüchten – Das bedeutet nach Aberntung der Hauptkultur (z. B. Raps) wird eine Frucht angebaut, die über den Winter auf dem Feld steht. Dieser Aufwuchs darf ab Mitte Februar untergearbeitet werden. Gern werden Pflanzen dafür genommen, die über den Winter abfrieren, wie Senf, Ölrettich ….

Die in 1-4 aufgezeigte Bewirtschaftung dient dem Boden- und Gewässerschutz.

5 a Einjährige Brache – Das Feldstück wird bis Mitte Februar gepflügt oder gegrubbert, der Bauer sagt auch „schwarz gemacht“. Danach erfolgt bis Mitte September keinerlei Bearbeitung mehr. Das sind die Felder, die Sie vielleicht als verwahrlost bezeichnen!

5 b Mehrjährige Brache – dasselbe Vorgehen wie bei 5 a, nur dass diese Flächen wenigsten 5 Jahre brach liegen. Es darf nur aller 2 Jahre, zwischen Mitte September und Mitte Februar, gepflegt (gemulcht, beweidet) werden.

5c und 5 d ist das Anlegen einer mehrjährigen bzw. einjährigen Blühfläche. Die Saatmischungen sind vorgeschrieben – es müssen mindestens 6 verschiedene Blühpflanzenarten aus einer vorgeschrieben Liste verwendet werden. Auch hier ist die Bearbeitungspause (5a) einzuhalten. Auch diese Felder sehen im Herbst nicht sehr schön aus. Allerdings haben sie uns bis in den Sommer hinein mit bunten Farben erfreut. Nutzen aus dieser in 5 beschrieben Formen ziehen zweifelsohne sämtliche Wildtiere incl. Insekten, die Rückzug, Brutgelegenheiten und Nahrung suchen.

6 a und 6 b Naturschutzgerechte Ackerbewirtschaftung – Es dürfen kein Mais, keine Hirse zusätzlich in a kein Raps und Sonnenblumen angebaut werden. Auch auf Düngung und Pflanzenschutz wird verzichtet. Der Getreideanbau aller 2 Jahre ist Pflicht. Sie können sich vorstellen, dass diese Felder sehr verunkrautet aussehen. Genau das ist gewollt. In a werden wildkrautreiche Äcker gefördert und in b die Vögel der Feldflur.

7.  Überwinternde Stoppel – Es ist also keine Bequemlichkeit des Betriebes, wenn er nach der Ernte die Stoppeln stehen lässt. Bis 15.02. des Folgejahres muss er es. Mais und Hirse sind dabei ausgeschlossen. Diese Form soll die Nahrung unserer heimischen Vögel bis in den Winter hinein sichern.

Im Übrigen müssen alle Bauern, die diese Förderung nutzen wollen und mehr als 80 ha Acker bewirtschaften, zusätzlich auf 5 ha „Feldlerchenfenster“ anlegen. Das heißt, es werden bewusst Fehlstellen in die Getreide- oder Rapsfelder eingebracht. Das fällt ihnen, wenn überhaupt nur unmittelbar nach dem Aufgang der Saaten auf. Vielleicht haben Sie bisher gedacht, die Drillmaschine war kaputt.

Auch auf dem Grünland (GL) gibt es 8 verschiedene Zusatzförderungen für besonders naturschutzgerechte Bewirtschaftung. Das ist natürlich auch an bestimmte Bedingungen geknüpft. Das reicht von dem Auffinden von 4 bis 8 bestimmten schutzwürdigen Pflanzen auf der Wiese über Biotoppflege mit verschiedenen Erschwernisgraden bis hin zu vorgeschriebenen Mähterminen. Das naturschutzgerechte Beweiden mit Rindern oder Schafen kann auf bestimmten Wiesen (Kulisse vorgegeben) gefördert werden. Möglich ist auch, Brachstreifen auf dem GL anzulegen. In fast allen Fällen sind der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und das Ausbringen von Stickstoffdüngemitteln nicht erlaubt.

Auch hier ist der Landwirt mindestens 5 Jahre verpflichtet.

Iris Claassen
Geschäftsführerin Regionalbauernverband Döbeln-Oschatz e.V.

 

Town & Country Stiftung unterstützt Jugendhaus Roßwein e.V. mit Spende in Höhe von 1.000 Euro

V.l.n.r.: Steve Buttler, Mathias Wachs und Nicole Schröder, Foto: Stadt Roßwein

Roßwein, 20.07.2018 – Der Jugendhaus Roßwein e.V. fördert mit dem Projekt „Mampferia – Seed to eat“ die gesunde und ausgewogene Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Für das bemerkenswerte Engagement wurde der Verein mit 1.000 Euro durch die Town & Country Stiftung gefördert. Die Spendenübergabe fand unter Anwesenheit des Bürgermeisters Veit Lindner statt.

Der Jugendhaus Roßwein e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen ein alternatives Freizeit- und Bildungsangebot bereitzustellen. Die verschiedensten Aktivitäten des Vereins werden bedürfnisorientiert gestaltet, sodass Freiräume für individuelle Ideen und Lernprozesse geschaffen werden. Außerdem wird ein großer Wert auf die gesellschaftliche Integration von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Lage, gelegt.

Vor dem Hintergrund der relativen Armutsgefährdung, welche immer mehr Kinder betrifft, hat der Verein im vergangenen Jahr das Projekt „Mampferia – Seed to eat“ ins Leben gerufen. Hierbei wird das Thema gesunde Ernährung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und den Kindern und Jugendlichen durch unterschiedliche offene Angebote und Workshops, wie die Jugendküche oder das Vertical Gardening, nahe gebracht. Mit der Spende soll das Projekt finanziell unterstützt werden.

Mathias Wachs, Botschafter der Town & Country Stiftung, übergab den symbolischen Spendenscheck und sagte über das Projekt: „Es ist sehr wichtig Kindern und Jugendlichen das Thema Gesundheit schon früh nahe zu bringen, um so ihre Entwicklung positiv beeinflussen zu können.“

Die Town & Country Stiftung vergibt 2018 zum sechsten Mal in Folge den Town & Country Stiftungspreis. Ein wesentliches Anliegen der Stiftung und der Botschafter ist die Unterstützung und Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Das soziale Engagement aller Mitarbeiter und Ehrenamtlichen des Jugendhaus Roßwein e.V. verhilft den Betroffenen zu mehr Chancengleichheit und der Verbesserung von Lebensqualität.

Der 6. Stiftungspreis beinhaltet Spenden in einer Gesamthöhe von fast 600.000 Euro. Es werden 500 Einrichtungen, die die Auswahlkriterien erfüllen, mit jeweils 1.000 Euro gefördert. Aus allen nominierten Projekten wählt eine unabhängige Jury das herausragendste Projekt pro Bundesland, welches mit einem zusätzlichen Förderbetrag von 5.000 Euro prämiert wird. Die Auszeichnung findet im Herbst 2018 anlässlich der Town & Country Stiftungsgala statt.

Über die Town & Country Stiftung:

Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo gegründet und hat es sich zunächst als Ziel gesetzt, unverschuldet in Not geratenen Bauherren und deren Familien zu helfen. Erweitert wurde dieses Vorhaben durch den Stiftungspreis, der gemeinnützigen Einrichtungen zugutekommt, die sich für benachteiligte, kranke und behinderte Kinder und Jugendliche einsetzen.

Dank des Engagements der Town & Country Lizenzpartner unterstützt die Town & Country Stiftung u.a. Kinder und Familien, die der Hilfe bedürfen und freut sich über weitere Unterstützer.

Weitere Informationen zur Town & Country Stiftung finden Sie unter www.tc-stiftung.de

Staatsminister Thomas Schmidt und Landrat Matthias Damm zu Besuch im Klosterbezirk Altzella

Der Sonnenschein bringt die Fassade des Schachthauses vom VII. Lichtloch zum Strahlen.

Mit viel Leidenschaft haben die Gemeinde Halsbrücke und der Verein VII. Lichtloch e.V. die Außenhülle des Schachthauses vom VII. Lichtloch des Rothschönberger Stollns denkmalpflegerisch saniert. Mühselig wurde das alte einheimische Weichholz abgedrückt, die Latten aus dem unteren Bereich des Schachthauses konnten nicht weiterverwendet werden, diese waren schon zu stark beschädigt. Der untere Bereich wurde mit neuem Fichtenholz versehen. Die Holzlatten im oberen Bereich wurden abgestrahlt und neu behandelt. Das Dach wurde mit Konterlattung zur Belüftung ausgerichtet und mit Schindeln aus Rotzeder dreifachgedeckt. Liebevoll wurde auch der Glockenturm originalgetreu wiederhergestellt.

Dieser warme Anblick des Schmuckstückes wurde Herrn Staatsminister Thomas Schmidt und Herrn Landrat Matthias Damm nicht vorenthalten. Beide haben sich am 02. Juli vom Umsetzungsstand der LEADER Entwicklungsstrategie im Klosterbezirk Altzella informiert, Projekte angesehen und vor Ort mit Vertretern der Region sowie Antragstellern diskutiert. Neben dem oben genannten Vorhaben wurden die Projekte der Erzwäsche Halsbrücke, der Kindergarten Conradsdorf (Umnutzung einer ehemaligen Grundschule), der geplante Platz in Falkenberg und das Mehrgenerationenwohnprojekt der Familie Limbach vorgestellt.

Für unsere 514 km² Fläche im Klosterbezirk Altzella mit über 50.000 Einwohnern standen rund 11, 3 Millionen Euro als Budget zur Verfügung. Insgesamt wurde ein Budget von 9 Millionen Euro gebunden. 58 Projekte für Private, Unternehmen, Vereine, Kirchen und unsere Kommunen wurden seitens des Entscheidungsgremiums bestätigt. 24 Antragstellern aus dem Bereich Wohnen und 9 aus dem Bereich Umnutzung leerstehender Bausubstanz für wirtschaftliche Zwecke erhielten rund 2,5 Mio. €. Weitere 1,35 Mio.€ gingen an kirchliche Einrichtungen und Vereine. Damit erhielten nicht kommunale Antragsteller 51 % des Budgets im Bereich Baumaßnahmen. Das Budget in den Kapiteln demografiegerechter Ortsumbau und Mobilität mit 7,4 Mio. € ist weitgehend ausgeschöpft.

In der Diskussion mit dem Staatsminister ging es auch um Wünsche bezüglich der neuen Förderperiode. Ein Wunsch der Region ist und bleibt die Vereinfachung der Förderung ehrenamtlicher Initiativen und Vereine insbesondere bei Kleinprojekten bis 20.000 €. Bei dem Thema finden die Regionen die Unterstützung des SMUL gegenüber der EU.

Auf Grund sinkender Gelder im EU Haushalt ist mit sinkenden Fördergeldern im ländlichen Raum Sachsens zu rechnen. Das Programm Vitale Dorfkerne, aus welchem bisher 1,9 Mio. € in die Region geflossen sind, soll nach Auskunft des Staatsministers auch 2019 weitergeführt werden. Die bedeutsamsten bisher geförderten Projekte aus diesem Fördertopf sind die Dorfmitte in Gersdorf sowie die Kindergärten in Etzdorf (Gemeinde Striegistal) und Siebenlehn (Stadt Großschirma).

Die Lokalen Aktionsgruppe richtet im Rahmen der Zwischenbilanzierung 2018 das Augenmerk auf die Auswertung der bisher geleisteten Arbeit zur Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie und die Schwerpunktsetzung für zukünftige Jahre nach 2020.

Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V.
Regionalmanagement LEADER Frau Möller, Frau Starke, Frau Zill
Schulweg 1 in 04741 Roßwein OT Niederstriegis
Telefon: 034 31 678 87 20
E-Mail: email hidden; JavaScript is required

Wo die Sonne schläft

Bist du kreativ?
Hast du viel zu erzählen?
Magst du Musik, Sport oder Tanz?

Das Theater FIGURO lädt junge Menschen zwischen 15 und 18 zu einem internationalen Projekt mit Figuren-, Licht- und Schattenspiel ein. Bringe deine Ideen zum Leben und werde Teil einer einzigartigen Inszenierung voll Abenteuer, Hoffnung und Freiheit.

Interesse? Dann melde dich bis 15.07. beim Theater FIGURO:

034322 – 581 416 email hidden; JavaScript is required facebook.com/projektsonne

Preis: kostenlos Ort: Tanzscheune, Zwingerstraße 3/4, Döbeln

Projektzeitraum: August bis Dezember 2018 (Dienstagnachmittags) Keine Theatervorerfahrung notwendig

in Kooperation mit Treibhaus Döbeln

Gefördert durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“, sowie durch den LandesPräventionsrat Sachsen und das Landkreis Mittelsachsen

Hinweis

Am 02.07.2018 zwischen 15 und 17 Uhr findet in der Döbelner Tanzscheune (Zwingerstraße 3/4) die Infoveranstaltung zum Jugendtheaterprojekt „Wo die Sonne schläft“ statt. In diesen zwei Stunden lädt der Projektleiter Alexej Vancl (Theater FIGURO) junge Interessenten zwischen 15 und 18 ein, mehr über das Inszenierungsprojekt zu erfahren und Fragen zum Projektverlauf und zur Arbeitsweise zu stellen. Wer Lust hat, kann sich gleich nach der Veranstaltung zum Theaterprojekt anmelden.

Zur Erinnerung: Ab Mitte August findet Dienstagnachmittags in der Tanzscheune das Inszenierungsprojekt „Wo die Sonne schläft“ für junge Menschen statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Keine Theatervorerfahrung notwendig.

 Was blüht denn da?  19.06.2018 um 08:01 Uhr

Aufmerksame Betrachter der Landschaft wundern sich bestimmt, was die Bauern seit nun schon 3 Jahren auf ihren Feldern anbauen. Neben den üblichen Kulturen, wie Getreide, Raps, Mais, Rüben und Kartoffeln findet man nun oft auch bunte blühende Feldstriche, aber auch vor allem im Herbst „verwahrloste Felder“, die sehr ungepflegt erscheinen. Das sind stillgelegte Flächen.

Diese Tatsache hat in der der europäischen Agrarpolitik ihre Ursache. Landwirte, die mehr als 15 ha Acker bewirtschaften und Flächenprämien beantragen, müssen 5% ihrer Ackerfläche mit sogenannten Greeningmaßnahmen oder Ökologischen Vorrangflächen (EFA, Abkürzung engl.) versehen.

Die Bauern dürfen unter verschiedenen Angeboten des Freistaates Sachsen dieses Greening selbst gestalten. Eine Möglichkeit davon ist der Anbau von Zwischenfrüchten. Das heißt, nach Aberntung der Hauptkultur, wie z.B. Weizen, wird eine weitere Kultur in den Boden gebracht, um einen Bewuchs auch über den Winter (bis Mitte Februar) zu gewährleisten. Sie sehen dann im Herbst oftmals gelb-weiß oder auch lila blühende Felder. Das ist eine Zwischenfrucht bestehend aus Senf und Ölrettich, bzw. Phazelie. Es gibt für den Zwischenfruchtanbau eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten. Das war nur ein Beispiel davon.

Eine zweite Möglichkeit ist die Untersaat in der Hauptkultur. Das heißt, Gräser oder Leguminosen (stickstoffsammelnde Pflanzen, wie Klee, Luzerne, Erbsen …) werden in die Getreide- oder Maiskulturen mit eingesät. Nach der Aberntung der Kultur bleibt die Untersaat bis ins Folgejahr stehen und sorgt so für eine Begrünung über den Winter.

Diese beiden Möglichkeiten haben eine Wichtung von 0,3. Ein Landwirt, der z.B. 20 ha Ackerland bewirtschaftet, muss bei einem Wichtungsfaktor 1 eine Greeningfläche von 1 ha vorhalten. In diesen beiden beschriebenen Fällen sind es dann sogar mehr als 3,3 ha.

Brachliegende Flächen (Wichtung 1) ist ein anderes Mittel, um EFA anzulegen. Diese Flächen werden das ganze Jahr über nicht bewirtschaftet, werden der Selbstbegrünung überlassen aber auch begrünt durch gezielte Ansaat von Gräser-, Blühmischungen. Bis Mitte November soll diese Fläche 1 Mal gemulcht werden, eine Beweidung mit Schafen oder Ziegen ist ab 1. August möglich.

Die Wichtung 1 hat auch der Anbau von Leguminosen. Zu beachten hat der Bauer hier, dass weder Düngung noch Pflanzenschutz erfolgen darf. Die stickstoffbindenden Pflanzen müssen sich bis 15. bzw. 31. August (je nach Sorten) auf der Fläche befinden, danach darf geerntet werden.

Bienenweide einjährig/mehrjährig oder Streifen am Waldrand bzw. Pufferstreifen an Gewässern sind weitere Mittel, um dem Greening gerecht zu werden. Diese haben die Wichtung 1,5 – d.h., von 20 ha Ackerland müssen ca. 0,7 ha so angelegt werden. Auch hier müssen gewisse Regeln eingehalten werden, ähnlich wie bei den Brachen. Die Bienenweiden stellen einen zusätzlichen hohen Anspruch an die Aussaat. Es müssen sogenannte Honigpflanzen, mindestens 10 verschiedene bei einjährigen bzw. 20 verschiedene Arten bei mehrjährigen ausgebracht werden.

Neben der Einhaltung dieser 5 %- Regelung haben die Bauern die Möglichkeit, an verschiedenen Agrar-Umweltprogrammen auf Grün- bzw. Ackerland teilzunehmen. Diese werden zusätzlich finanziell durch die EU- Förderpolitik honoriert. Dazu würde ich gern in der nächsten Ausgabe informieren.

Liebe Roßweiner, mein Angebot steht: Lassen Sie mich wissen, welches Landwirtschaftsthema Sie interessiert, gern auch über Telefon: 03431 622843!

Iris Claassen, Geschäftsführerin Regionalbauernverband Döbeln-Oschatz e.V.