Zwecks Ermittlung der sanierungsbedingten Bodenwerterhöhung und Erstellung der entsprechenden Gutachten für die betroffenen Grundstücke wird der Gutachterausschuss des Landratsamtes ab dem 5. Februar 2019 das ehemalige Sanierungsgebiet „Stadtkern“ der Stadt Roßwein begehen.

Ein Betreten privater Grundstücke ist dabei in der Regel nicht erforderlich.

Der Stadtrat von Roßwein hatte in seiner Sitzung am 8.11.2018 die Aufhebung des seit 1991 laufenden Stadtsanierungsverfahrens beschlossen. Mehr als 150  private und öffentliche Bauvorhaben konnten seit 1991 im Stadtkern Roßwein mit Fördermitteln von Bund, Land und Kommune umgesetzt werden. Dies hatte erheblichen Einfluss auf die Verbesserung des Erscheinungsbildes der Stadt. Neben den geförderten Privatmaßnahmen konnten fast alle kommunalen Straßen, Wege und Plätze im Fördergebiet saniert werden. Das gesamte Sanierungsgebiet hat somit gegenüber dem Anfangszustand von 1991 eine erhebliche Aufwertung und Wertsteigerung erfahren.

Die Stadt Roßwein ist nun gesetzlich verpflichtet, die sogenannten Ausgleichsbeträge von den Grundstückseigentümern im ehemaligen Stadtsanierungsgebiet entsprechend § 154 Baugesetzbuch zu erheben. Grundlage bildet dabei die vom Gutachterausschuss für jedes beitragspflichtige Grundstück individuell zu ermittelnde sanierungsbedingte Bodenwerterhöhung.

Roßweiner Bürgermeister gratuliert Heinz Kürbis zum 101. Geburtstag

Am Samstag, dem 26.01.2019, überbrachte die Roßweinerin Getraude Block zusammen mit der Verwaltungsmitarbeiterin Ines Lammay einen Geburtstagsgruß des Bürgermeisters an den in Pesterwitz lebende Maler.

Kuerbis 1

Block

Heinz Kürbis, 1918 geboren, hat seine Kindheit und Jugend in Roßwein verbracht und hier den Grundstein für seine berufliche Laufbahn zum Schrift- und Dekorationsmaler gelegt. Namenhafte Persönlichkeiten der Stadt, wie der Oberlehrer Tippmann und der Kunstmaler Paul Ahnert förderten sein Talent, welches ihm, wie er sagt „Zeit seines Lebens auch Glück gebracht hat“. Sowohl im Döbelner als auch im Freiberger Theater arbeitete er als Kulissenmaler, aber auch für das Roßweiner Volkstheater „Thalia“ gestaltete er Bühnenbilder mit.

Sein heiterer Blick auf die Welt, der sich auch in einigen seiner Bilder deutlich widerspiegelt, seine Zuversicht in die Dinge und seine Leidenschaft für sein Handwerk machen ihn zu einem besonderen Menschen. Der heute 101-Jährige feierte am 25. Januar seinen Geburtstag zu Hause mit seiner Familie, Freunden und Bekannten. Wenn man die Wände seiner Wohnung betrachtet, so findet man als Bildmotiv das Roßweiner Rathaus oder den Blick auf die Brücke an der Aue.

Frau Block und Frau Lammay erinnerten sich gemeinsam mit dem Jubilar an dessen Bilderausstellung am 19.06.2016 in der Rathausgalerie (siehe Roßweiner Nachrichten vom 14. Juli 2016). Diese Veranstaltung war ein voller Erfolg, Frau Block musizierte und Herr Kürbis erzählte in einer launigen Rede auch von seiner Zeit in Roßwein. Viele der Gäste kannten ihn oder auch noch seine Eltern, die das kulturelle Leben in Roßwein lange mitprägten.

Gleich im Anschluss an diese Ausstellung bat Bürgermeister Lindner, den das Unterhaltungstalent des Künstlers beeindruckte, darum, dass Heinz Kürbis doch auch zu Gast bei einem der regelmäßigen Seniorencafés sein könnte.

Herr Kürbis kam seinem Wunsch nach und so trafen sich am 05. Oktober 2016 knapp 40 Roßweiner Seniorinnen und Senioren in der Hartenbergbaude und verbrachten einen sehr heiteren Nachmittag voller Anekdoten, Schwänke und Geschichtchen aus und um Roßwein (siehe Roßweiner Nachrichten vom 10. November 2016).

An dieser Stelle nochmals nachträglich alles Gute für Heinz Kürbis, der seiner Heimatstadt stets verbunden war und ein herzliches Dankeschön an ihn dafür, dass er zwei so schöne Veranstaltungen in unserer Stadt möglich gemacht hat.

Gästewohnung in Roßwein zu vermieten

Diese Wohnung ist 36 qm groß und befindet sich im 3. OG meines Mehrfamilienhauses in der Döbelner Straße im Stadtzentrum von Roßwein.

Ausblick

Unsere Gästewohnung für bis zu 4 Personen besteht aus:
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Wohnbereich
Kueche
Schlafzimmer
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Toilette

Fotoausstellung in der „Alten Post“ zeigt die Geschichte des Gebäudes

Die Fotografen:

Fotoausstellung 1

Steffi Robak, Jahrgang 1968, aus Döbeln, Diplomkauffrau, Redakteurin bei der Döbelner Allgemeine Zeitung

David Gröhner, Jahrgang 1969, aus Grunau, Werkzeugmacher, Gruppenleiter in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Fotoausstellung 2

Beyer

Riedel

Schild

Ausstellung Alte Post 2.0

Was geschieht, wenn ein kaiserzeitliches Funktionsgebäude wie die Roßweiner Post seine Bestimmung verliert? Es büßt nicht zwangsläufig seine Fassade mit den markanten Details ein, jedoch: Soll es eine Zukunft haben mit Leben hinter den historischen Mauern, ist der innere Wandel unausweichlich.

Veränderungen sind vielerorts gravierend, einiges erstrahlt wiedererkennbar in neuem Glanze. Die Ausstellung verdeutlicht Facetten dieses inneren Wandels. Alle Aufnahmen stammen aus der Zeit unmittelbar vor der Sanierung.

Die Fotografen, beide aufgewachsen in Roßwein, bringen ihre jeweiligen Sichtweisen ein:  David Gröhner ist spezialisiert auf Aufnahmen von Landschaften, Naturschauspielen sowie wild lebenden Tieren. Fotoexperimente, Produktfotografie und Dokumentationen ergänzen das Repertoire. Steffi Robak durchstreift auf Motiv-Suche ebenfalls die Natur, verlassene Orte, leerstehende Häuser oder Fabriken, fertigt zudem Makro-Aufnahmen. Sie fotografiert beruflich für Presseveröffentlichungen.

Zur Vernissage, aus Anlass der Eröffnung des Haupthauses als modernes Ärzte- und Gesundheitszentrum am 18. Januar, wurde die Frage gestellt, warum die Ausstellung den Titel „Alte Post 2.0“ trägt. Die Gründe sind vielfältig. Ein sehr naheliegender: Die Fotos stammen von zwei Fotografen, die gemeinsam mehrfach auf Motivsuche in dem Objekt unterwegs waren.

Zudem hat die neue Einrichtung die Adresse Poststraße 2. Die Zwei betont zum anderen die zwei sehr verschiedenen Nutzungszwecke des Gebäudes, nach dessen Erbauung sowie jetzt nach der Sanierung. Nicht zuletzt trägt das Ausstellungskonzept auf Initiative von Sanierungsprojektleiterin Gaby Zemmrich neben den künstlerischen Aspekten auch dokumentierende Züge.

Nach der Vernissage vom 18. Januar bieten die Fotografen weitere Galerie-Rundgänge an, und zwar zu folgenden Terminen:

16. Februar 2019 – vormittags 10 bis 12 Uhr
23. Februar 2019 – nachmittags 14 bis 16 Uhr
2. März 2019     – vormittags 10 bis 12 Uhr

Orientierungsläufer in Roßwein unterwegs

Am 23./24. März 2019 findet in Roßwein und Siebenlehn ein nationales Orientierungslaufwochenende statt.

Den Einstieg bildet ein Sprint-Wettkampf in Roßwein am Samstag ab 10 Uhr. Am Samstagabend ab 19:30 Uhr findet der Hauptwettkampf des Wochenendes, die Deutschen Bestenkämpfe im Nachtorientierungslauf, im Zellwald bei Siebenlehn statt. Abgerundet wird das Programm mit einem Bundesranglistenlauf – ebenfalls im Zellwald – am Sonntag ab 10:30 Uhr.

Für das Wochenende werden Läufer aus ganz Deutschland sowie Starter aus Tschechien und Polen erwartet. Sieger an diesem Wochenende wird sein, wer nicht nur am schnellsten laufen kann, sondern auch Köpfchen hat. Denn der Weg von Posten zu Posten ist beim Orientierungslauf (OL) nicht vorgeschrieben, sondern jeder muss selbst mithilfe von Karte und Kompass entscheiden, welche die schnellste Route zwischen den Kontrollpunkten ist.

Der Sprint-Wettkampf wird am Samstag durch die Gassen, an der Freiberger Mulder und über den Markt von Roßwein führen. Es werden Strecken für alle Altersklassen, ebenso Strecken speziell für Einsteiger, angeboten.

Sie sind daher recht herzlich eingeladen teilzunehmen und ihren Orientierungssinn in der Stadt Roßwein unter Beweis zu stellen. Vielleicht können wir Ihnen ein paar neue Ecken von Roßwein zeigen? Kompass und Kontrollkarte können ausgeliehen werden. Die OL-Spezialkarte vom Wettkampfgelände kann jeder Teilnehmer natürlich als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Ein großer Dank geht an die Stadt Roßwein, die mit der Bereitstellung eines Wettkampfzentrums im Sporthaus an der Stadtbadstraße und Parkplätzen für die Teilnehmer den Wettkampf erst ermöglicht haben.

Weitere Informationen zum Wettkampf finden Sie unter: www.tu-ol-dresden.de oder schauen Sie am 23. März von 10-12 Uhr am Sporthaus an der Stadtbadstraße 35 vorbei.

 

Wir freuen uns auf Sie.

Feuerwehr Roßwein erhält neue Technik

Am Samstag, d. 26. Januar 2019, konnten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Roßwein das neue hydraulische Rettungsgerät der Marke „holmatro“ aus den Händen von Andreas Riedel in Empfang nehmen.

Rettungsgeraet

Knapp 24 T€ ist das Gerät teuer, welches aus einem Kombigerät mit Schere und Spreizer, einer Extra-Schere und einem Rettungszylinder besteht. Die Geräte werden für die Rettung von Personen bei Fahrzeugunfällen angewandt, um beispielsweise die verunfallten Personen aus dem Fahrzeug herauszuschneiden. Dabei kann das Schere-Spreizer-Gerät eine Kraft von 36 Tonnen, die Schere eine Kraft von 140 Tonnen und der Rettungszylinder die Kraft von 16 Tonnen aufbringen und ist somit ausreichend gerüstet, um im Einsatz Materialien zu durchtrennen oder zu heben. Die BSL Brandschutz Lauta GmbH hatte zuvor das preiswerteste Angebot abgegeben und lieferte das mit 75% geförderte hydraulische Rettungsgerät an die Kameraden der Roßweiner Feuerwehr aus.

Diesjähriger Neujahrsempfang mit Pauken und Trompeten

Am 11. Januar lud Bürgermeister Veit Lindner wieder zum alljährlichen Neujahrsempfang in den großen Rathaussaal ein.

Knapp 180 Gäste folgten seiner Einladung. Unter ihnen waren Vertreter des Landratsamtes wie der 2. Beigeordnete des Landrates Jörg Höllmüller und der ehemalige 1. Beigeordnete Dr. Manfred Graetz, der Hainichener Bürgermeister Dieter Greysinger sowie der Roßweiner Pfarrer Dr. Heiko Jadatz, Gewerbetreibende, Vertreter verschiedenster Institutionen, Vereinsvorsitzende und –mitglieder  sowie ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger Roßweins.

Bürgermeister Lindner und seine beiden Stellvertreter Peter Krause und Hubert Paßehr ließen es sich an diesem Abend nicht nehmen, schon an der Haupttreppe alle Besucher persönlich zu begrüßen.

Roßweiner Posauenenchor

Gleich zu Beginn des Festaktes stimmten die MitgliederInnen des Roßweiner Posauenenchores die Gäste auf eindrückliche Weise mit Pauken und Trompeten musikalisch ein.

In seiner darauffolgenden Rede machte Veit Lindner darauf aufmerksam, dass 2018 aus seiner Sicht das Jahr der „Planänderungen“ war und mit einer solchen wolle er auch gleich den Neujahrsempfang beginnen. Er wies darauf hin, dass zum ersten Mal eine Spendenbox zugunsten der Roßweiner Grafe-Stiftung aufgestellt wurde und es jedem freistünde, soziale Projekte, die mit Hilfe dieser Stiftung in Roßwein umgesetzt werden, zu unterstützen.

In Form eines Abrisses zur Stadtentwicklung im Jahr 2018 informierte der Bürgermeister die Anwesenden über gelungene Entwicklungsschritte und Hemmnisse. Er erinnerte an die Schäden des Sturmes „Friederike“ und die vielen Haushalte, die ohne Stromversorgung waren und wies darauf hin, dass verstärkt auftretende Wetterphänomene eine entsprechende Vorsorge im öffentlichen, aber auch im privaten Bereich unabdingbar machen.

Herr Lindner

Umso besser sei es, dass die Arbeiten am Hochwasserschutzdamm im Ortsteil Otzdorf zum Abschluss gebracht werden konnten. Ein weiterer sinnvoller Einsatz von finanziellen Mitteln aus der Schadensregulierung des letzten Hochwassers findet, so der Bürgermeister, im Stadion Haßlauer Straße bei der Sanierung des Funktionsgebäudes statt.

Als eine der umfangreichsten Sanierungsmaßnahmen führt er den ersten Schritt der Modernisierung der Grundschule Am Weinberg an. Hier wurde im Sommer bereits die komplette Außenfassade erneuert und nun läuft in Teilen auch der Innenausbau. Dass die neuen Förderprogramme des Landes Sachsen es möglich machen, die gesamte Maßnahme in einem kürzeren Zeitraum und mit einem insgesamt geringeren Eigenanteil durchzuführen, betonte der Bürgermeister. Hier sieht er eine Herausforderung des Roßweiner Stadtrates, der mit entsprechenden Beschlüssen – auch hinsichtlich eines verzögerten Schuldenabbaues – die Voraussetzung für solche neuen Abläufe schaffen müsste.

Der Bürgermeister merkte an, dass 2018 das Jahr mit einem großen Investitionsumfang der Stadt Roßwein war. Aber er hob auch all die privaten Investoren hervor – allerdings würden diese manchmal durch gesetzliche und behördliche Regelungen behindert. Eines der von ihm angeführten Beispiele war das Gebäude „Rheinischer Hof“. Hier behindert die Denkmalschutzbehörde die Weiterentwicklung und Vermarktung des Gebäudes. Dass es aber auch Hemmnisse in der Stadtentwicklung gibt, die nicht von amtlicher Seite ausgehen, sondern durch Roßweiner Bürger selbst zu verantworten sind, verschweigt Veit Lindner an dieser Stelle auch nicht.

Damit spielt er auf das nur teilweise umgesetzte Konzept eines Medizinischen Zentrums in der „Alten Post“ an. Dankenswerter Weise wurde hier durch die Initiative von Dipl. Med. Clemens Otto ein Konzept entwickelt, nachdem in dem Gebäude eine Allgemeinarztpraxis, eine Praxis für Physiotherapie und eine Praxis für Ergotherapie sowie in den Räumen der alten Paketannahmestelle die Rettungsleitstelle einziehen sollten. Die Rettungsleitstelle wird aufgrund des Widerspruches eines kompromisslosen Roßweiners nun nicht in die „Alte Post“ einziehen und somit stagniert die Nutzung des betreffenden Gebäudeteiles.

Gaestereihe

Um die Weiterentwicklung des Stadtbildes voranzutreiben, soll das bisherige Sanierungsgebiet Roßweins vergrößert werden, erklärte der Bürgermeister anschließend. Mit einem Augenzwinkern ermutigte Veit Lindner betreffende Grundstücksbesitzer dazu, sich damit bietende Möglichkeiten, z.B. eine Fassadensanierung, zu nutzen, schließlich wäre ja 2020 wieder Schulfest.

Nicht ohne Freude berichtete der Bürgermeister auch davon, dass in der letzten Zeit Baugrundstücke bzw. Gebäudegrundstücke in Roßwein an Käufer aus den umliegenden Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz veräußert wurden. Er folgerte daraus, dass die Ballungszentren wachsen und die Kosten für junge Familien und Investoren im ländlichen Raum attraktiver sind. Leider sieht er in diesem Zusammenhang die Verkehrsanbieter noch als „Bremser bei der Vermarktung unserer Region“.

Zu den Faktoren, die das Leben in Roßwein abwechslungsreich und lebenswert machen, gehört lt. dem Stadtoberhaupt die breite Palette an kulturellen Veranstaltungen und Hilfs- sowie Beratungsangeboten. Er hob hier stellvertretend die Arbeit des Bürgerhaus-Teams hervor, das sich in seinem ersten Jahr schon sehr gut in Roßwein eingebracht hat und die Orts- und Vereinsjubiläen, wie die 820 Jahrfeier im Ortsteil Ossig und das 20-jährige Jubiläum des Roßweiner Heimatvereins.

Freudig berichtete er auch über die gelungene Wiederbelebung des Roßweiner Weinfestes, welches am 07. September 2019 wieder stattfinden soll. Es sei auch schön, so der Bürgermeister, dass die Kulturangebote der Stadt inzwischen auf ein Datum fallen können, ohne dass sich Konkurrenzen um die Besucher ergeben.

Gaestereihe 2

Bevor Bürgermeister Lindner seine Rede beendete, wandte er sich den Vertretern der einzelnen Feuerwehren zu. Er nutzte den Neujahrsempfang, um ihnen für ihr gänzlich unentgeltliches Engagement zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger ganz herzlich zu danken.

Seine besondere Aufmerksamkeit richtete sich auch noch auf die anwesenden Straßenbürgermeister. Er appellierte an sie, die Straßenschmückung wieder abzusichern und somit dazu beizutragen, dass das kommende Schul- und Heimatfest und die 800 Jahrfeier gelingt.

Natürlich richtete er seinen Dank auch an alle anderen, die sich für das Gemeinwesen einsetzen und es voranbringen, z.B. in den Kitas, den Schulen, dem Bauhof und der Verwaltung.

Den Lehrern und Schülern der Lernförderschule „Albert Schweitzer“ dankte Bürgermeister Lindner zum Abschluss auch ganz herzlich für ihre Hilfe bei der Durchführung des Abends und dem Roßweiner Posaunenchor für den eindrucksvollen musikalischen Rahmen.

Roßweiner Ehrenmedaille

Auszeichnungen und Ehrungen

In Vorbereitung auf diesen Neujahrsempfang beschloss der Roßweiner Stadtrat, folgende Personen mit der Roßweiner Ehrenmedaille auszuzeichnen.

Frau Birgit Saupe, ehemalige Schulleiterin der Lernförderschule „Albert Schweitzer“

Die Laudatio hielt ihre Nachfolgerin, Frau Andrea Gründel. Sie begann ihre Ausführungen mit einem Zitat des Namensgebers der Lernförderschule.

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“
Albert Schweitzer

Andrea Gründel und ihre KollegInnen hatten Birgit Saupe nicht verraten, dass sie an diesem Abend mit der Roßweiner Ehrenmedaille ausgezeichnet werden soll. Ihnen war einfach das Risiko zu groß, dass Frau Saupe, der offizielle Ehrungen und Auszeichnungen sowie die damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit nicht sehr liegen, die Einladung ablehnen würde. Die Überraschung war gelungen. Frau Gründel blickte in ihrer Rede auf die berufliche Entwicklung von Birgit Saupe. Im Jahr 1976 trat Frau Saupe an der Oberschule in Ebersbach in den Schuldienst ein. Anfang der 80-er Jahre wechselte sie in die Förderschule nach Roßwein. Während eines Kuraufenthaltes kam die Anfrage, ob sie die Leitung der Schule übernehmen könnte. Die Kur diente dadurch mehr oder weniger ausschließlich der Entscheidungsfindung und so nahm sie die Funktion an. 1991 wurden in fünf Doppelklassen insgesamt 49 Kinder unterrichtet. Heute lernen 200 Kinder in 16 Klassen an der Lernförderschule „Albert Schweitzer“. In der Zeit der Wende konnte niemand voraussehen, was kommen würde. Alle Beteiligten trieben die Fragen um: Was passiert mit unserer Schule, dem Hort, den Lehrern und Schülern?

In den vergangenen 29 Jahren unter Frau Saupes Leitung konnte sich die Schule bemerkenswert entwickeln. So wurde 1993 ein Neubau aufgrund steigender Schülerzahlen gebaut. Im Oktober 1994 nahm der Hauptschul-Teil seine Arbeit auf, ab 2005 gehören die Ganztagsangebote zum Schulalltag.

Mit einem unglaublichen Engagement vernetzte Frau Saupe „ihre Schule“ mit Firmen und Institutionen, um ausreichend Praktikumsplätze für die Schüler vorhalten zu können oder Einsatzmöglichkeiten wie Seniorennachmittage oder dieser Neujahrsempfang. Sie schaffte es, dass im Bewusstsein der Stadtbevölkerung aus dem Satz „Roßwein hat zwei Schulen.“ der Satz „Roßwein hat drei Schulen.“ wurde.

Birgit Saupe 2

Frau Gründel betonte in ihrer Rede nicht nur den immerwährenden Einsatz Birgit Saupes zum Wohle der Schule und der Kinder, sondern auch im Interesse ihrer Kollegen. Sie beschrieb, wie sie selbst es empfand, als sie 2005 aus Leipzig nach Roßwein kam und einen Hospitier-Tag an der Schule mit den Schülern und dem „eingeschworenen Team“ verbrachte. Bereits einen Tag später entschied sich Frau Gründel für Roßwein. Nach einer längeren Krankheitsphase kam Frau Saupe an die Schule zurück und nach einiger Zeit fragte sie Frau Gründel, ob sie sich die Leitung der Schule vorstellen könnte. In der Abwägungsphase erfuhr Frau Grüdel häufig Motivation von Frau Saupe, die da gern sagte: “Sei immer optimistisch.“

Frau Gründel endete mit einem Versprechen an Frau Saupe: „Genau wie du möchte ich mit Humor, Menschlichkeit, einem Lächeln und Optimismus unsere Schule füllen.“ und einem letzten Zitat: „Mit dem Herzen zu denken, ist die rechte Art für Menschen.“.

Birgit Saupe nahm den Roßweiner Ehrenpreis entgegen und betonte dabei, dass sie ihn als Auszeichnung für alle KollegInnen sieht und sich sehr freut, dass es nun tatsächlich so ist, dass in Roßwein davon gesprochen wird „… dass Roßwein drei Schulen hat…“.

Gabriele und Günter Winterlich, Antennengemeinschaft Roßwein

Die Laudatio wurde von Stadtrat Uwe Hachmann gehalten. Zu Beginn seiner Rede unterstrich Herr Hachmann die große Bedeutung des Fernsehens auf der heutigen „Bedürfnispyramide“, er stellte den TV-Empfang gleich mit den Bedürfnissen „Essen“ und „Trinken“.

Uwe Hachmann

Auch sprach er von einem Bekannten, der sich „seine Serie“ im Verhinderungsfalle von seiner Frau aufnehmen lässt und der die eigene Tagesstruktur an „seinen Serien“ ausrichtet.

Er beschrieb das Fernsehen als wichtiges Unterhaltungsmedium, wichtig für Einsame, für Lernwillige und zum Zeitvertreib.

Die Antennengemeinschaft Roßwein wurde nach zweijähriger Vorarbeit am 15.08.1985 in der Gaststätte „Wartburg“ gegründet. Damals haben lt. den Ausführungen von Herrn Hachmann die Ingenieurschule, die Betriebsdirektoren der Roßweiner Betriebe, die Deutsche Post und die Politik dabei mitgeholfen, die Antennengemeinschaft zu gründen.

Günter Winterlich sprach sogar das Politbüromitglied Günter Kleiber an, welches sich zufällig zu einem Familienbesuch in Neuseifersdorf befand und bat um Unterstützung für das Projekt. Dieser sagte zu und somit war die Taktik von Herrn Winterlich aufgegangen.

Als die anfangs 160 Mitglieder angeschlossen waren, bemerkte man recht schnell, dass nun nicht nur die Sender DDR I und DDR II endlich störungsfrei empfangen werden konnten, das Westfernsehen kam als schöner Nebeneffekt hinzu.

Günter Winterlich

Günter Winterlich 2

Heute zählt die Antennengemeinschaft 1850 Mitglieder und die Winterlichs leisten seit über drei Jahrzehnten hervorragende Arbeit, betont Uwe Hachmann und fügt mit einem Augenzwinkern die Vermutung an: „Das Handy von Herrn Winterlich war mehr in seiner Hand als seine Frau.“.

Bei ihrer Tätigkeit für die Antenne muss das Ehepaar Winterlich spezielle Fähigkeiten, Fertigkeiten, Fachkompetenz und eine große Portion Empathie und Fingerspitzengefühl für die MitgliederInnen entwickeln. Dass Familie Winterlich diese hat und darüber hinaus auch Nerven wie Stahlseile, beschreibt Uwe Hachmann in einigen Anekdoten. So kam es, dass Familie Winterlich auf dem Weg nach Dresden zu einem Krankenbesuch war und das Handy klingelte. Eine aufgelöste Roßweinerin wollte beim Bügeln Fernsehen schauen und ihr Gerät ging nicht an. Daraufhin wählte sie die Bereitschaftsnummer und so kehrte Familie Winterlich wieder um und fuhr zur Anruferin. Hier stellte sich allerdings schnell raus, dass der Eheman der Frau den Stecker für das TV-Gerät gezogen hatte, um das Bügeleisen einzustecken. Und in dieser Manier könnten Herr und Frau Winterlich eine Geschichte an die nächste reihen. Dass es mit der Nachfolge für Gabriele und Günter Winterlich nicht einfach wird, stellt Uwe Hachmann zum Schluss fest, schließlich müsste man erst einmal jemanden finden, der in Sachen Qualität und Quantität für diese Aufgaben geeignet ist.

 

Angelika Schmidt, ehemalige Schulleiterin der Grundschule Am Weinberg  

Die Laudatio wurde gehalten von ihrem Vorgänger und ehemaligen Kollegen Claus Vejrazka. Herr Vejrazka, ein Meister des Wortes, hat in seiner eigenen Art eine ausgesprochen heitere und kurzweilige Rede auf Angelika Schmidt gehalten, die wir Ihnen, liebe Leser, in ihrer Gänze nicht vorenthalten möchten:

Claus Vejrazka

Meine Damen und Herren, es ist eine schöne Tradition, zum Neujahrsempfang im Rathaus Roßwein Menschen zu ehren, die etwas Besonderes leisten, die etwas Besonderes können.

In diesem Jahre nun haben sich die Verantwortlichen dafür zu verantworten, dass sie jemanden ehren, der etwas
n i c h t !  kann!

Sie, die zu Ehrende, konnte nie Dienst nach Vorschrift machen, konnte nie nur an sich denken, kann nicht stillsitzen, kann nicht leben, ohne auch für Andere Verantwortung zu übernehmen.
Und Neinsagen kann sie auch nicht so richtig!
Als ich 1977 nicht ohne ein gewisses Aufsehen zu erregen, hier in Roßwein aufschlug, hieß es bald, und ich überblicke hier einen Zeitraum von reichlich 40 Jahren, hieß es bald:
„Wir haben eine neue Musikkollegin!“
Und bald hatte sie neben dem Lehrerberuf, der ja, wie man so schön neudeutsch sagt, ein „ full – time – job „ ist, zwei kleine Töchter, Haus, Haushalt und Grundstück…
Und bald leitete sie den Kinderchor der damals noch nach dem nicht unumstrittenen Kommunisten Paul Rockstroh benannten Oberschule.
Und bald hieß es: „Wir benötigen kulturelle Umrahmungen für diverse gesellschaftliche Anlässe!“
Da holte sie sich Uwe Weichert, der damals den Singeclub eben der Bildungseinrichtung leitete,
und sie holte sich den Vejrazka, der ihr aus was für Gründen auch immer als Moderator, Textautor und Rezitator geeignet erschien. Man traf sich, in der Mitte stand eine Flasche Metaxa, zu Ideenkonferenzen, es entstanden literarisch-musikalische Programme  und man tingelte von Jahrestags- zu Rentnerweihnachtsfeiern der Volkssolidarität bis zu Brigade – und Schulrats-Lehrer- Bejubelungsfeiern in Döbeln. (Hätten wir mit dem Metaxa und den Ideenkonferenzen bis heute weitergemacht, Griechenland hätte nie einen Rettungsschirm benötigt!)
Bald kam die Wende, ich wurde Schulleiter, und 1992 überstülpten uns auch unsere Freiberg-Neckarschen neckischen Partnerschulvertreter, die Schularten zu trennen, aus der inzwischen in Schule Am Weinberg umgetauften die Grundschule für Roßwein zu machen.
Mir bot man die Emigration ans Lessing-Gymnasium Döbeln an und ich fragte sie:
„Willst Du nicht meine Nachfolgerin werden?“
Und wieder konnte und wollte sie nicht nein sagen, obwohl sie wusste, dass ein Schulleiterposten ein 24-Stunden-Job ist, schließlich übte auch ihr Vater dieses Amt aus.
Lehrerin, Mutter, Hausfrau, Schulleiterin, bald hieß es:
„Sie klöppelt!“
„Sie klöppelt exzessiv!“
„Sie fährt zu Klöppelkongressen von Brügge bis in die Schweiz!“
„Sie klöppelt mit Fäden, da sind meine Barthaare Dachbalken!“
„Sie klöppelt Motive, da sind Spinnennetze grob zugehauenes Fachwerk!“
Und sie klöppelte nicht für sich allein im stillen Kämmerlein.

Da war dann ein Klöppelzirkel in Roßwein, da gründete sie einen für Schulkinder, seit Jahrzenten kündet die Vitrine in der Ausstellungsetage im Rathaus Roßwein vom Schaffen dieser Kreativen, seit Jahrzehnten sitzen zu Zeiten des Weihnachtsmarktes die Klöppelfrauen im Heimatmuseum und geben Einblick in ihr Können und bieten Unikate an für die, die bis dahin noch kein niveauvolles Weihnachtsgeschenk hatten finden können.
Und bald hieß es: Sie ist Schöffin am Gericht!
Und bald hieß es: Sie nimmt für künftige Lehrer die Schulrechtsprüfungen für das zweite Staatsexamen ab.

Es mag wohl daran liegen, dass sie auch Mathematiklehrerin ist:
Offenbar hat sie eine Formel gefunden, aus 24 Tagesstunden 48 und mehr zu machen, um die somit gewonnene Zeit nicht nur für sich sondern zugunsten bildungspolitischer und künstlerisch-kultureller Wirksamkeit einzusetzen.
Und dabei kann sie eins nicht ab:
Sie kann nicht so recht in der Öffentlichkeit stehen, mag es nicht, wenn aller Augen auf sie gerichtet sindJedoch: Wer derartige Spuren in der Roßweiner Bildungs- und Kulturlandschaft hinterlassen hat und hinterlässt, der muss da einmal durch:
Wie sie selbst oft zitiert:
„Watt mutt, dat mutt!“
Heute ist sie dran!
Herzlichsten Glückwunsch!
Angelika Schmidt!!!!

Hinweis: Frau Angelika Schmidt konnte an diesem Abend den Preis leider nicht persönlich entgegen nehmen und so wird er Ihr in einem passenden Rahmen nachträglich überreicht.

Eintragung in das Buch der Roßweiner Ehrenmedaille

Mit der Eintragung von Frau Saupe sowie Gabriele und Günter Winterlich in das Buch der Roßweiner Ehrenmedaille endete der offizielle Festakt.

Bürgermeister Veit Lindner dankte nochmals allen Anwesenden für ihr vielfältiges und individuelles Engagement zugunsten Roßweins und äußerte die Hoffnung, dass alle weiter gemeinsam für das Wohl und die Weiterentwicklung der Stadt eintreten. Er wünschte seinen Gästen für das neue Jahr Glück und Gesundheit und erhob mit ihnen das Glas auf ein gutes Jahr 2019.

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Bis in den späten Abend unterhielten sich die Anwesenden angeregt, vertieften Kontakte und schmiedeten erste Pläne für das kommende Schul- und Heimatfest. Die Stimmung war ausgezeichnet und die Schülerinnen und Schüler der Lernförderschule erwiesen sich als gute Servicekräfte. An dieser Stelle nochmals einen Dank an sie und ihre Lehrer. Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt „Der Bürgermeister lädt ein!“.

(Fotos: Torsten Stein und Stadtverwaltung Roßwein)

 

Jugendhaus kann wieder Gäste empfangen

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten empfingen die Mitglieder des Jugendhauses am Freitag, d. 25. Januar 2019, Sponsoren, Helfer und Unterstützer zu einem Sektempfang.

Schaltzentrale

Gaeste Jugendhaus

Spielzimmer Jugendhaus

Wie Vereinsvorsitzende Karolin Kempe in ihren Dankesworten mitteilte, hatten die Mitglieder des Vereins „Jugendhaus Roßwein“ e.V. mehrmals ans Aufgeben gedacht. Viele, vor allem finanzielle Hürden mussten genommen werden, um in dem Gebäude alle Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen, aber auch die zukünftige Nutzung des Gebäudes stand zur Diskussion. Maximal 100 Gäste durften bis zur Sanierung die Konzerte im Jugendhaus besuchen, was für eine kostendeckende Betreibung des Gebäudes viel zu wenig war. Doch die angebotene Hilfe von allen Seiten ließ das Team um Karolin Kempe zusammenrücken und mit den Sanierungsarbeiten beginnen.

„Viele Helfer haben jedes oder jedes zweite Wochenende hier gearbeitet und unzählige Stunden geleistet und die Spender und Förderer der Einrichtung haben uns finanziell unterstützt. Dafür möchten wir uns heute ganz herzlich bedanken“, führte Karolin Kempe aus. So wurden der Saal im Erdgeschoss, die Kleinkunstbühne, die Küche, das Spielzimmer im Obergeschoss sowie das Café brandschutztechnisch auf Vordermann gebracht und renoviert. Neben Brandschutztüren mussten Brandschutzdecken eingebaut und alle Elektroleitungen unter Putz gelegt werden. Darüber hinaus waren Sicherheits- und Fluchtwegbeleuchtungen zu installieren und weitere Fluchttreppen zu errichten, wie Marc Martin, Vereinsmitglied und Bauingenieur, bei einem Rundgang durch das Gebäude den interessierten Besuchern mitteilte. Darüber hinaus mussten im Außenbereich die Einfahrt verbreitert und die Skater-Anlage verlegt werden. Durch den geschaffenen Platz können zukünftig Feuerwehrfahrzeuge problemlos an das Gebäude heranfahren und bei einem Einsatz ungehindert Rettungsmaßnahmen einleiten. Die Maler- und Dekorationsarbeiten lagen vorrangig in den Händen der Jugendlichen, womit Marc Martin auch die Hoffnung verbindet, dass somit das Geschaffene länger erhalten und durch die Besucher geachtet wird. Wie die Vereinsvorsitzende weiter ausführte, freut sich der Vorstand des Jugendhauses über das erreichte Ziel und darauf, dass die Jugend der Region nun endlich wieder auf die vielen Konzertangebote des Jugendhauses zurückgreifen und diese besuchen kann.

Vor zwei Jahren ist mit dem Umbau der Alten Post in Roßwein zum Ärzte- und Gesundheitszentrum begonnen worden.

„Gefühlt sind es zehn“, sagte Projektleiterin Gaby Zemmrich vom gleichnamigen Waldheimer Immobilienservice am Freitagabend bei ihrer kleinen Eröffnungsansprache für die geladenen Gäste. Sie lacht dabei. Die Besucher, die in großer Zahl erschienen waren, durften sich im Haus und den bis dato drei eingezogenen Praxen umschauen und das Ergebnis der aufwändigen Sanierung begutachten.

Facetten des inneren Wandels

Das I-Tüpfelchen des Abends war die Ausstellung „Alte Post 2.0“ mit Fotografien von Steffi Robak und David Gröhner. Die beiden in Roßwein aufgewachsenen Freizeit-Fotografen sind vor Beginn der Umbauarbeiten mit der Kamera und ihrem jeweiligen Blick auf die Dinge bewaffnet durch den kaiserzeitlichen Funktionsbau gegangen und haben sowohl sein stillgelegtes Innenleben als auch Fassadendetails eingefangen. Das Ergebnis fand, umrahmt von Saxofonklängen, großen Anklang und rief Erinnerungen wach. Die Ausstellung verdeutlicht die Facetten des inneren Wandels des Gebäudes in dem sie zu sehen ist. Und zu sehen sein wird sie im nächsten Vierteljahr noch ein paarmal, versprach Steffi Robak. „Es wird Termine geben, jeweils Sonnabendsvormittag.“ Spätestens im Sommer zieht die Ausstellung dann aus und eine weitere Praxis in die aktuell noch leerstehenden Räume, die jetzt der Ausstellung zugute kamen.

Bis zum 50. Geburtstag soll alles fertig sein

Gaby Zemmrich hat ihr Lachen nicht verloren, auch, wenn sie in den zurückliegenden zwei Jahren sehr oft in Roßwein gewesen sei und „nicht nur Steine, sondern Felsbrocken bewegt werden mussten“, um jetzt da zu sein, wo man ist. „Und wir brauchen uns gar keine Illusionen machen“, meinte sie trocken in Richtung ihrer Handwerker. „Wir sind noch lange nicht am Ende.“ Aber: Im Mai feiere sie ihren 50. Geburtstag und „bis dahin soll diese Baustelle hier fertig gestellt sein“, gab sie ein sportliches Ziel kund. Neben ein paar letzten Malerarbeiten und Feinschliff im Treppenhaus des Hauptgebäudes, gilt es noch die ehemalige Paketannahme zu sanieren.

Wann es damit weitergeht, hängt vom Wetter ab. Die Fenster müssen komplett ausgetauscht, der Innenausbau vorangetrieben werden. Ideen für eine Nutzung gibt es auch schon, nachdem das Projekt Rettungsleitstelle gescheitert ist (DAZ berichtete). Erdgeschoss und Untergeschoss sollen als Lagerbereich genutzt werden, einen Interessenten gibt es bereits. Das Dachgeschoss soll als Wohnung ausgebaut werden – mit um die 100 barrierefreien Quadratmetern.

Fürs Nebengebäude lohnt nur der Abriss

Weil die Rettungsleitstelle in die frühere Paketannahme einziehen sollte, hatte die Grundstücksgesellschaft des Döbelner Arztes und Krankenhauschefs Ralf Lange auch das Haus erworben, welches auf der Döbelner Straße direkt an die Alte Post angrenzt. „Das mussten wir damals dazu kaufen, um unsere Pläne umsetzen zu können“, sagt Projektleiterin Gaby Zemmrich. Aus diesen Plänen ist nichts geworden, das angrenzende Haus aber habe man nun am Bein. Geplant war und ist ein einzelnes Projekt für das Lückengebäude, das sich in einem katastrophalen Zustand befindet. Einen Mieter hätte sie bereits für das Objekt, allein, momentan hängt es an der Sanierung. „Aus wirtschaftlichen Gründen lohnt sich kein Aufbau, sondern eigentlich nur noch der Abriss und dann ein Wiederaufbau“, sagt Gaby Zemmrich. Da sich das Haus allerdings zwischen zwei Gebäuden befindet und auch noch direkt im Kreuzungsbereich, dürfte das eine schwierige und sehr kostenintensive Angelegenheit werden. „Für uns ist das wirtschaftlich momentan nicht darstellbar“, sagt Gaby Zemmrich.

(Text u. Foto: DAZ, Manuela Engelmann-Bunk)

Über neue Trainingsanzüge freuen sich die E-Jugend-Fußballer des Roßweiner SV.

Gesponsert wurden diese von der Firma Malermiersch aus Roßwein.

Der Verein und die Kinder bedanken sich dafür recht herzlich und nutzten gleich das von Malermeister Jörg Miersch gesponserte Hallenturnier am 20.01.2019 für ein gemeinsames Foto. Die Kinder, die von Jan Lehmann und Martina Starke betreut werden, spielen in der Kreisliga B im Kreis Muldental / Leipziger Land – Staffel Ost.“

Die Kameliensaison 2019 ist eröffnet

Bei schönstem Winterwetter wurde am Samstag, d. 19. Januar 2019, die diesjährige Kameliensaison im Wolfstal eröffnet.

Kamelie 2019

Wolf 1

Wolf 2

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Matthias Wolf begrüßte die Gäste und trug in seiner Eröffnungsrede die wichtigsten geschichtlichen Etappen der nun schon über 200-jährigen Kamelie „Alba Plena-2 vor. Seit nun schon fast zwei Jahrzehnten kümmert sich der Roßweiner Heimatverein in Zusammenarbeit mit der Stadt um das Kamelienhaus – gerade in turbulenten Zeiten, als das ehemalige Kinderheim im Wolfstal seine Tore schloss und die Kamelie ohne Versorgung und Pflege ein jämmerliches Dasein fristete. Die damaligen Probleme sind längst beseitigt und regelmäßige Investitionen in das Kamelienhaus unterstützen die wertvollen Pflanzen in ihrem Wachstum. In diesem Jahr zeigt sich nun die Kamilie in ihrer Blütenpracht doch etwas verhalten, jedoch ist der Knospenansatz außerordentlich gut und wird das Kamilienhaus noch voller Blüten bringen. Knapp 50 verschiedene Kameliensorten finden die Besucher im Wolfstal, wobei natürlich das Prachtstück, die über 200-jährige Kamelie „Alba Plena“, im Mittelpunkt der Ausstellung steht.

Martina Thiele, die Vorsitzende des Heimatvereins, wies darauf hin, dass vor allem auch ein Besuch des Kamelienhauses am 23./24. Februar fest vorgemerkt werden sollte, da gleich vier Anziehungspunkte in Roßwein ein rundes Kulturwochenende garantieren. So laden hier das Dampfmaschinenfest in der Stadtbadstraße, die Modelleisenbahnausstellung in der Döbelner Straße, das geöffnete Heimatmuseum und das Kamelienhaus im Wolfstal ein, um gemeinsam mit der Familie einen abwechslungsreichen Tag in unserer Stadt erleben zu können.